VCI-Quartalsbericht

Auslandsgeschäft belebt Chemiekonjunktur in Deutschland

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Details zur Chemienachfrage und Umsatzentwicklung

Die Nachfrage nach Chemikalien hat sich im zweiten Quartal auf niedrigem Niveau leicht erholt. Einige Kundenbranchen dehnten ihre Produktion bereits wieder aus. Der Lagerabbau in der Industrie scheint weitgehend abgeschlossen zu sein. Vor diesem Hintergrund hat der Umsatz der deutschen Chemieindustrie seine Talfahrt beendet. Im zweiten Quartal stieg der Branchenumsatz im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 1,3 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro. Die Nachfrageflaute ist damit aber noch lange nicht vorbei, wie der VCI betont. Im Vorjahresvergleich gingen die Umsätze um fast 19 Prozent zurück. Besonders das Inlandsgeschäft blieb schwach.

Wegen der weiterhin schwachen Industriekonjunktur und rückläufiger Preise sank der Inlandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen im zweiten Quartal 2009 gegenüber den vorangegangenen drei Monaten saisonbereinigt um 2,7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang von mehr als 20 Prozent.

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Die Belebung der Branchenumsätze kam ausschließlich von den Auslandsmärkten. Die Verkäufe der deutschen chemischen Industrie an ausländische Kunden stiegen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 5,1 Prozent auf insgesamt 20,2 Milliarden Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung lag der Auslandsumsatz aber immer noch 17,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Ein Blick auf die Exportstatistik, die zusätzlich zum Auslandsumsatz auch Chemieexporte Dritter und Reexporte umfasst, verdeutlicht, dass die Nachfrage nach Chemikalien aus deutscher Produktion im zweiten Quartal in allen Regionen der Welt deutlich niedriger lag als ein Jahr zuvor.

Angesichts der schlechten konjunkturellen Lage in Europa hat die Nachfrage nach deutschen Chemikalien weiter nachgelassen. Die Exporte in die EU-15 und in die neuen Mitgliedstaaten der EU sind im Vorjahresvergleich in den zweiten drei Monaten des Jahres um rund 20 Prozent gesunken. Nichtsdestotrotz bleibt Europa der mit Abstand wichtigste ausländische Absatzmarkt für die deutsche Chemieindustrie.

Die Ausfuhren in die USA sanken um zehn Prozent. Die Pharmaexporte federten dabei den Rückgang etwas ab. Pharmazeutika machen rund die Hälfte der deutschen Chemieexporte in die Vereinigten Staaten aus.

Die Ausfuhren nach Asien, Südamerika und nach Osteuropa zogen im zweiten Quartal zwar wieder an. Das Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals wurde jedoch weiterhin deutlich verfehlt. Die Exporte nach Ostasien lagen um zehn Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Exporte nach Japan sanken in der gleichen Größenordnung.

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