VCI-Quartalsbericht

Auslandsgeschäft belebt Chemiekonjunktur in Deutschland

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Details zur Entwicklung der Chemikalienpreise

Im Zuge des Nachfrageeinbruches und der deutlich gesunkenen Rohstoffpreise begann im Oktober 2008 ein starker Preisverfall für chemische Erzeugnisse. Die Talfahrt setzte sich aber zuletzt nicht weiter fort. Im Mai und Juni stiegen die Chemikalienpreise im Vormonatsvergleich wieder leicht an. Dennoch waren chemische Erzeugnisse im Durchschnitt des zweiten Quartals noch 0,9 Prozent günstiger als ein Quartal zuvor. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang 2,3 Prozent. Angesichts der insgesamt schwachen Chemienachfrage mussten viele Hersteller ihre Preise senken. Insbesondere bei den organischen Grundstoffen sowie bei Fein- und Spezialchemikalien hatten die Preise deutlich nachgegeben.

Die Preise der wichtigsten Rohstoffe haben zuletzt wieder zugelegt. So hatte ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zu Beginn des zweiten Quartals 2009 nur etwa 50 Dollar gekostet. Gegen Ende des Quartals war ein Fass jedoch bereits 20 Dollar teurer. Vor diesem Hintergrund musste für Naphtha, dem wichtigsten Rohstoff der chemischen Industrie, im zweiten Quartal 2009 durchschnittlich 353 Euro je Tonne bezahlt werden – ein Preisanstieg um mehr als 20 Prozent gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Bei rückläufigen Preisen und steigenden Rohstoffkosten gerieten die Gewinnmargen der Branche zuletzt weiter unter Druck. Ein Blick auf die Kontraktpreise zeigt, dass die Primärchemikalienhersteller die gestiegenen Naphthakosten im zweiten Quartal zumindest teilweise an die Kunden weitergeben konnten.

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Wegen volatiler Naphtha- und Rohölpreise ist man in der Branche inzwischen verstärkt zu Monatskontrakten übergegangen. Dies erlaubt eine schnellere Anpassung der Kontraktpreise an die Rohstoffpreisentwicklung. Die bisher vorliegenden Kontraktpreise für das dritte Quartal 2009 deuten darauf hin, dass sich bei den Primärchemikalien der Aufwärtstrend weiter fortsetzt. Mit Ausnahme des p-Xylols konnten alle Preise bislang zulegen. Das erhöht allerdings den Druck auf die Margen in den weiterverarbeitenden Chemiesparten.

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