VCI-Quartalsbericht

Auslandsgeschäft belebt Chemiekonjunktur in Deutschland

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Details zur Entwicklung der Märkte und Regionen

Nicht zuletzt dank kräftiger Konjunkturprogramme schafften viele Länder den Turnaround – insbesondere in Asien. Auch die Industrieproduktion wurde im zweiten Quartal wieder ausgedehnt. In der Folge erholte sich die globale Chemienachfrage.

Asien

Aus Asien kamen laut VCI die größten Wachstumsimpulse: Indien, ein Land mit starker binnenwirtschaftlicher Ausrichtung, wurde kaum durch die Krise getroffen. Die Rückkehr auf den alten Wachstumspfad fiel dementsprechend leicht. China wurde vom Rückgang des Welthandels zwar mit voller Wucht getroffen. Im zweiten Quartal ging es aber bereits wieder deutlich aufwärts. Dies wirkte sich positiv auf die Nachfrage nach Chemikalien aus. Auch in Japan und Südkorea gewannen die Auftriebskräfte zuletzt die Oberhand.

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USA

In der Chemienation USA setzte sich der Abwärtstrend hingegen weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorquartal allerdings nur noch leicht. Das Baugewerbe und die Automobilindustrie leiden weiterhin unter der Wirtschaftskrise. Dennoch hat sich die Stimmung in der US-Industrie in den letzten Monaten deutlich verbessert. Ein Ende der Rezession sei laut VCI daher abzusehen.

Lateinamerika, Russland und Naher Osten

Steigende Rohölpreise führten in Lateinamerika, Russland und dem Nahen Osten zu zusätzlichen Einnahmen. Dies stimulierte die dortige wirtschaftliche Erholung und die Industrieproduktion konnte wieder leicht ausgedehnt werden. Die Ausnahme bildet Russland. Dort war der Einbruch besonders scharf und die Lage stabilisiert sich nur zögerlich. Insgesamt legten die Chemikalienbestellungen in den rohstoffreichen Ländern zuletzt aber wieder deutlich zu.

EU und Deutschland

Aus der Europäischen Union, dem mit Abstand wichtigsten Markt für die deutsche Chemieindustrie, kamen ebenfalls positive Signale. Zwar waren Bruttoinlandsprodukt und Industrieproduktion in Europa insgesamt noch leicht rückläufig. In einigen Mitgliedsstaaten setzen sich jedoch die Auftriebskräfte bereits wieder durch. In der Folge zog auch die Industrieproduktion an. Das belebte die Chemienachfrage. Deutschland erreichte frühzeitig die Talsohle. Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal geringfügig zu. Die Industrieproduktion wurde leicht ausgedehnt.

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