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Projekt „Rec 2 Tec Part“ Aus Kunststoffabfall soll Werk- und Wertstoff entstehen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Jedes Jahr werden in der Welt hunderte Millionen Tonnen Plastikmüll produziert. In dem Projekt Rec 2 Tec Part wollen Wissenschaftler und Ingenieure unter der Leitung der Montanuniversität Leoben in Österreich und der Beteiligung des deutschen Spezialchemikalienunternehmens Bodo Möller Chemie dagegen einen Ausweg zu finden. Sie versuchen Kunststoffabfall in Werk- und Wertstoffe umzuwandeln. Dabei wird vor allem das Upcycling von Rezyklaten betrieben.

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Auch hochwertige Kunststoffabfälle können recycelt werden.
Auch hochwertige Kunststoffabfälle können recycelt werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Offenbach am Main – Bisher haben sich Recycling-Werkstoffe in der Kunststoffbranche vor allem bei sehr einfachen Produkten bewährt – aus den alten Joghurtbechern und Plastikflaschen entstehen so Parkbänke und andere Produkte. Durch den Prozess ändert sich die Formulierung der Werkstoffe zu einem Downcycling, für hochwertige Produkte also ungeeignet.

Bodo Möller Chemie unterstützt im Rahmen des Projektes Rec 2 Tec Part vor allem das Upcycling, um wiederverwertete Produkte durch eine gezielte Compoundierung – also einer Anreicherung mit Zusatzstoffen – wieder auf das Niveau von Neuware zu heben. Die CO2-Emmissionen liegen so deutlich niedriger als bei einer Neuherstellung, und noch weit niedriger als bei der Verbrennung von Plastikabfall.

„Wir sehen uns als Hersteller und Distributor von speziellen Chemieprodukten in der Verantwortung, Projekte wie dieses zu unterstützen und damit aktiv eine umweltbewusste Zukunft anzustreben“, sagt Frank Haug, CEO der Bodo Möller Chemie Group. Das chemische Fachwissen ist dabei entscheidend, um aus Abfällen wieder hochwertige Werkstoffe zu machen.

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