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VDMA Pressekonferenz Auftragsrückgang im Großanlagenbau: Geschäft verlagert sich ins Ausland

| Redakteur: Dominik Stephan

Der Anlagenbau backt kleinere Brötchen: Nachdem 2012 optimistisch begann, trübte insbesondere das zweite Halbjahr die Aussichten der Branche ein. Lichtblicke böten insbesondere die Chemieindustrie und das Auslandgeschäft, betonte der VDMA auf seiner Pressekonferenz zum Großanlagenbau.

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2012: Auftragseingang sinkt um 18 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro
2012: Auftragseingang sinkt um 18 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro
(Bild und Quelle: VDMA)

Frankfurt/Main – "Die Technologiekompetenz ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für den deutschen Anlagenbau," Helmut Knauthe, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau des VDMA und Mitglied der Geschäftsführung von Thyssen Krupp Uhde mit. Und auch wenn sich dieser Faktor in einer steigenden Exportquote (81% im Jahr 2012, acht Prozent mehr als im Vorjahr) niederschlägt, kann die Branche nicht an die großen Erfolge von 2011 anschließen: „Unsere Mitgliedsfirmen erzielten 2012 Bestellungen in Höhe von 20,5 Milliarden Euro, 18 Prozent weniger als im Vorjahr (2011: 24,9 Milliarden Euro)“, erklärte Knauthe anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Lageberichts der Arbeitsgruppe in Frankfurt.

Schwellenländer werden wichtiger

Das absolute Volumen der Auslandsaufträge lag bei 16,6 Milliarden Euro (2011: 18,3 Milliarden Euro). Dabei setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Während der Markt in den Industrieländern weitgehend stabil ist, werden Schwellenländer in Asien, Südamerika und Osteuropa zunehmend als Absatzmärkte auch für komplexe Technologien attraktiv.

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So lagen fünf der zehn bedeutendsten Märkte des Großanlagenbaus 2012 in Asien. China stand mit Bestellungen von 1,6 Milliarden Euro an der Spitze, gefolgt von Südkorea (1,3 Milliarden Euro) und Indien (945 Millionen Euro). Doch auch außerhalb von Asien bieten bevölkerungsreiche Länder wie die Türkei, Brasilien und Russland ein großes Potenzial: Im vergangenen Jahr kamen aus diesen Staaten Aufträge im Wert von jeweils über einer halben Milliarde Euro.

"Einbruch" im Inlandsgeschäft: - 41% Aufträge

Ganz anders sieht die Situation im Inlandsgeschäft aus: Bei Auftragsrückgängen von etwa 41% spricht nicht nur Knauthe von einem "Einbruch". Insbesondere das traditionell starke Kraftwerksgeschäft litte unter der unklaren Energiepolitik der Bundesregierung. Daneben sorgte die Verunsicherung durch die Eurokrise dafür, dass auch Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland um über sechs Prozent zurück gingen , wovon auch Bestellungen von Großanlagen betroffen waren.

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