Worldwide China Indien

ACHEMA-Trendbericht Pumpen/Kompressoren/Armaturen

Auf dem Weg zur Strömungsmaschine 4.0 – damit Sie Ihre Produktivität steigern

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Über 1000 Aussteller, verteilt auf drei Hallen: Pumpen/Kompressoren/Armaturen haben traditionell die Nase vorn im Ranking der Achema-Ausstellungsggruppen. Das wir auch 2015 wieder so sein.
Über 1000 Aussteller, verteilt auf drei Hallen: Pumpen/Kompressoren/Armaturen haben traditionell die Nase vorn im Ranking der Achema-Ausstellungsggruppen. Das wir auch 2015 wieder so sein. (Bild: Dechema)

Pumpen, Kompressoren und Armaturen: Auf der ACHEMA 2015 wird die größte Ausstellergruppe auf 34.000 Quadratmetern die Innovationskraft vor allem des Mittelstands präsentieren. Was erwartet den Besucher? Optimierte Systemlösungen und Wirkungsgrade, intelligente Steuer- und Regelungskonzepte, reduzierte Emissionen und umweltgerechte Konstruktionen sind Stichworte. Wir verraten vorab, welche Chancen die Strömungsmaschine 4.0 bietet, damit Sie Ihre Produktivität steigern.

Produzierende Unternehmen stehen vor der permanenten Herausforderung, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Dazu ist eine immer höhere Automatisierung erforderlich – aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Energie- und Personalkosten) ebenso wie unter den Aspekten der Qualität (Reproduzierbarkeit) und der Zuverlässigkeit (Arbeitssicherheit, Umweltschutz). Wachstum ist angesagt: Für 2014 meldet der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) weiteres Umsatzwachstum der Prozessautomatisierer, das sich 2015 fortsetzen werde. Áuch der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik meldet steigende Auftragseingänge.

Diese Entwicklung im verfahrenstechnischen Anlagenbau prägt auch die Anforderungen an Pumpen, Kompressoren und Armaturen: Sie müssen sich in Automatisierungskonzepte flexibel einbinden lassen, müssen kommunikativer werden.

Im Ergebnis bieten die Hersteller zunehmend Systemlösungen oder sogar Package-Units an, die mehr leisten, als das reine Produkt Prozesspumpe, Verdichter oder Regelventil bisher bot. Unverkennbar geht die Entwicklung – parallel zur Anbindung aller relevanten Technik in die zentrale Prozessleittechnik – zur dezentralen Intelligenz auf Komponentenebene. Das entlastet zum einen die zentrale Leittechnik und macht zum anderen die Anlagentechnik flexibel für Änderungen im Prozess.

Warum diese Flexibilität erforderlich ist? Auf der Namur-Tagung 2014 wurden dazu als Grund die Entwicklung zur Individualisierung der Produktion genannt, die immer kürzeren Produktlebenszyklen und schwankende Absatzmengen für Produkte, die immer schneller zur Marktreife gebracht werden müssen.

Intelligent, dezentral, vernetzungsfähig

Branchenbeobachter erwarten, dass in Zukunft wesentlich mehr Intelligenz und Funktionalität in die Feldebene wandern. Manche sprechen bereits von Modulen, die nach dem Lego-Prinzip miteinander verbunden werden.

Für den Komponenten-Hersteller bedeutet dies: Er muss seine Technik zur Einbindung in die zentrale Leittechnik zum einen kommunikativer machen (beispielsweise mithilfe der echtzeitfähigen Ethernet-Bus-Technologie), zum anderen muss die Komponente vor Ort per Mikroprozessor und hinterlegten Algorithmen in eigener Regie bestimmte Funktionalitäten ausführen können.

Der Datenaustausch muss dazu in beide Richtungen (bidirektional) möglich sein – das ist der Kern des Industrie 4.0-Konzepts: Der Fluss von Information von der zentralen Leittechnik zur dezentralen Feld-Komponente und zwischen den Komponenten (beispielsweise zwischen Pumpe und Armatur oder zwischen Kompressor und Armatur).

Ein zusätzlicher Punkt, der für diese Vorgehensweise spricht: Die gemäß Systemansatz ausgelegte und betriebene Komponente (Pumpe/Kompressor/Armatur) arbeitet in aller Regel zuverlässiger und neigt weniger zu Störungen. Das ist insbesondere für OEM im internationalen Geschäft ein wichtiger Aspekt – jede Störungsbeseitigung im fernen Ausland frisst schnell die Margen auf.

Am Thema Energieeffizienz kommt man nicht vorbei! Darum geht’s auf der nächsten Seite.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43190891 / Strömungstechnik)