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Software-Entwicklung

Auf dem Weg zum risikobasierten Management der Pharmalogistik

| Redakteur: Tobias Hüser

Forschungsprojekt der Frankfurt UAS sorgt für mehr Transparenz und Sicherheit in der Pharma Supply Chain.
Forschungsprojekt der Frankfurt UAS sorgt für mehr Transparenz und Sicherheit in der Pharma Supply Chain. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Prof. Yvonne Ziegler von der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) will gemeinsam mit Unternehmen im Rahmen eines Forschungsprojektes ein IT-Tool entwickeln, das Pharmaherstellern helfen soll, ihre Supply Chain risikobasiert zu managen. Die Software-Lösung wird die Unternehmen bei der Netzwerkgestaltung auf der strategischen Ebene und im Monitoring von Einzelsendungen auf der taktischen Ebene unterstützen.

Frankfurt am Main – Die zunehmende Globalisierung von Produktion und Vertrieb und die sich stets verändernden Rahmenbedingungen stellen alle Beteiligten der Pharma Supply Chain vor große Herausforderungen. Die Rechtslage hat sich hier in den letzten Jahren verschärft: Die Verantwortung für die Qualität der Produkte in der Supply Chain wurde durch die Good Distribution Practice (GDP)-Richtlinien der Europäischen Kommission allen an der Prozesskette involvierten Parteien bewusst gemacht.

Die Richtlinien fordern ein entsprechendes Qualitätsrisikomanagement von den Pharmaunternehmen ein, mit dem Ziel, mehr Sicherheit und Transparenz entlang der Supply Chain zu erreichen. Sie legen fest, dass die Planung der Transporte für Pharmaprodukte mit dem Bewusstsein für mögliche Risiken vorgenommen werden muss, um diese möglichst zu vermeiden. Als Konsequenz steigt bei Produzierenden und Logistikdienstleistenden der Wunsch, auf ein zu entwickelndes, intelligentes IT-System zurückgreifen zu können, das unter dem Aspekt erhöhter Sicherheit die Transportkette umfassend visualisiert.

Neuland im Pharmabereich

Erstmalig werden daher unter Leitung der Frankfurt UAS die Pharmaunternehmen mit den an der Logistikkette beteiligten Partnerunternehmen kooperierend an einem Tisch sitzen, um ab sofort an einer gemeinsamen Lösung für ein Qualitätsrisikomanagement zu arbeiten. Das IT-Tool wird von der Cynatics Consulting in Kooperation mit der Frankfurt UAS, der Hochschule Rhein Main, der Hochschule Fulda, Bayer, Boehringer Ingelheim Pharma, Frigo-Trans und Gefco Forwarding Germany entwickelt und anschließend zur Marktreife geführt.

„Wir werden die Supply Chain mit ihrem komplexen Netz aus unternehmensinternen und externen Schnittstellen zwischen Herstellern, Lieferanten und Kunden gemeinsam mit unseren Projektpartnern im Rahmen eines ganzheitlichen Supply Chain Risk Managements identifizieren, digitalisieren und dabei Risiken minimieren. Ähnliche Risikomodelle gibt es bisher nur im Finanzsektor. Im Pharmabereich betreten wir hier Neuland“, so Ziegler. Mit der entstehenden digitalen Lösung wird der Weg des temperaturgeführten Pharmaproduktes von der Produktion bis zum Kunden nachvollziehbar und langfristig vorausblickend unter den Aspekten Sicherheit, Wachstum und Umsatzsteigerung planbar. „Das fördert die Sicherheit der pharmazeutischen Produkte und schützt damit den Endverbraucher“, schlussfolgert Ziegler.

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