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Elektromotorischen Prozessregelventile

Auch ohne Druckluft schnell und präzise regeln

| Redakteur: Manja Wühr

Dampfregelung in einer CIP-Anlage
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Dampfregelung in einer CIP-Anlage (Bild: Bürkert)

Keine Produktion von Lebensmitteln und Getränken kommt ohne Ventiltechnik aus. Doch wenn Druckluft nicht zur Verfügung steht, wird's oft kniffelig. Bürkert bietet mit elektromagnetisch betätigten Ventilen eine präzise und energieeffiziente Alternative zu pneumatischen, federbalancierten Ventilen.

Was tun, wenn es bei der Prozessautomatisierung auf schnelle und exakte Regelung ankommt, aber Druckluft nicht vorhanden, erwünscht oder nicht wirtschaftlich ist. Für diese Fälle wirft Bürkert seine elektromotorischen Prozessregelventile in den Ring. Ausgelegt als Sitz- oder Membranventile regeln sie Prozessmedien ohne Druckluft schnell, genau und energieeffizient. Dies umfasst u.a. neutrale Gase, Wasser, Alkohole, Öle, Salzlösungen, Laugen, organische Lösungsmittel oder auch Dampf.

Wie der Hersteller betont, fahren elektromotorische Prozessregelventile nahezu verzögerungsfrei die gewünschte Position an – ohne Überschwingen. Sie halten die Position unabhängig vom Mediendruck stabil und erreichen dadurch eine hohe Regelgenauigkeit. Zudem lassen sich Ventile über Bürkerts Geräte-Plattform EDIP (Efficient Device Integration Platform) vernetzen.

Präzise Regeln mit hoher Geschwindigkeit

Mit den elektromotorischen Sitzventiltypen gibt es jetzt Prozessregelventile, die neue Maßstäbe hinsichtlich Leistung, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit setzen. Die elektromotorischen Schrägsitz- und Geradsitz-Ventile vom Typ 3360 und 3361 arbeiten mit einer Stellgeschwindigkeit von 6 mm/s und lediglich drei bis vier Sekunden Schließzeit. Damit liegen sie im selben Bereich wie pneumatische Ventile. Je nach Anforderung lässt sich die Stellgeschwindigkeit anwendungsspezifisch einstellen, eine elektrische Hub- und Schließbegrenzung definieren sowie Endpositionen sanft anfahren. Bei einem Energieausfall kann die Sicherheitsstellung über den optionalen Energiespeicher angefahren werden. Eine zusätzliche Handnotverstellung ist ebenfalls vorhanden.

Die Antriebsoberfläche ist besonders hygienisch gestaltet und entspricht der EHEDG-Richtlinie (European Hygienic Engineering and Design Group). Das Anwendungsspektrum reicht vom Bedampfen von Backwaren, über die Heißwasserregelung in Molkereien, bis hin zu mobilen Temperieranlagen in Kühlkreisläufen.

Für anspruchsvolle Regelungsaufgaben

Wenn es um anspruchsvolle Regelungsaufgaben in Bereichen mit Medienkontakt geht, z.B. in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie Wasseraufbereitung, bieten sich die Bürkert-Membranventile vom Typ 3363 an. Sie werden entweder im Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse angeboten. Ihr elektrischer Antrieb mit Kugelumlaufspindel positioniert die Membran quasi verzögerungsfrei, genau und mit ungewöhnlich hoher Stellgeschwindigkeit von bis zu 4 mm/s, die je nach Anlagendesign variiert werden kann. Druckschwankungen oder -stöße im Medium übertragen sich nicht auf die Ventilstellung. Die Antriebskraft kann genau auf die Betriebsbedingungen abgestimmt und damit die Membranlebensdauer maximiert werden. Falls erforderlich, lässt sich die Sicherheitsposition bei Energieausfall über einen optionalen Energiespeicher anfahren. Weiterhin stehen hilfreiche Funktionen zur Prozessregelung, Ventildiagnose und vorbeugender Wartung zur Verfügung.

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