Worldwide China Indien

Interview: Serialisierungsprojekte für KMU

Auch kleinere Betriebe können Serialisierungsprojekte stemmen

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern* / Anke Geipel-Kern

Laetus-Vertriebsspezialist Roland Leise: „Ob man nur eine Linie oder 40 Linien weltweit umrüsten muss, ist im Grunde lediglich eine Variable.“
Laetus-Vertriebsspezialist Roland Leise: „Ob man nur eine Linie oder 40 Linien weltweit umrüsten muss, ist im Grunde lediglich eine Variable.“ (Bild: Awikon)

Fakt ist, die Serialisierung wird bald Pflicht. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sehen hierin zumeist nur einen weiteren Kostenfaktor. Doch Laetus-Vertriebsrepräsentant für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz Roland Leise ist überzeugt, dass richtig umgesetzte Serialisierungslösungen Chancen bieten, transparente Prozesse zu schaffen und die Wertschöpfungskette zu optimieren. Das Interview führte Anke Geipel-Kern, stellv. Chefredakteurin PharmaTEC.

? Die Deadline für die Umsetzung der EU-Richtlinie 2011/62 rückt immer näher. Inwieweit ist das Thema mittlerweile in kleinen und mittelständischen Pharma-Unternehmen angekommen?

Leise: Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind nach wie vor schlecht vorbereitet. Trotz des zunehmenden Zeitdrucks verhalten sie sich abwartend, in der Hoffnung, dass alles doch nicht so aufwändig wird. Sie sehen nur den Einfluss, den ein solches Projekt auf den Maschinenbau-Bereich, also die Hardware, hat und denken, mit einer zusätzlichen Kamera wird es schon klappen. Die Auswirkungen auf die IT werden meist übersehen. Oft ist die IT auch ausgelagert, sodass sich im Unternehmen selbst keine Kompetenz für diesen Bereich befindet. Und nicht alle dienstleistenden IT-Unternehmen überblicken das Ausmaß an notwendigen Änderungen.

? Welche technischen Herausforderungen hält die Serialisierungspflicht für KMUs bereit?

Leise: KMUs stehen vor den gleichen Herausforderungen wie große Unternehmen. Ob man nur eine Linie oder 40 Linien weltweit umrüsten muss, ist im Grunde lediglich eine Variable. In beiden Fällen muss die reale Welt der Linien, bestehend aus Hardware, mit der virtuellen Welt der IT, bestehend aus den dazugehörenden Datenflüssen, in Einklang gebracht werden. Manche KMUs befürchten auch, dass Serialisierungslösungen komplett aus der Hand eines einzelnen Dienstleisters stammen müssen. Sie haben daher Angst, dass Anbieter vor allem darauf aus sind, ihre Produkte zu verkaufen. Dabei können in die Umsetzung von Serialisierungsprojekten verschiedene Dienstleister eingebunden werden.

? Wie wickelt Laetus ein typisches Serialisierungprojekt ab?

Leise: Das typische Serialisierungsprojekt gibt es nicht. Abgesehen von den national unterschiedlichen Regularien sind die Voraussetzungen bei jedem Kunden andere, einen Standard gibt es nicht. Selbst bei gleichem Maschinenpark kann die Konfiguration der Prozesse ganz unterschiedlich sein. Es gilt, genau zu analysieren, was der Bedarf ist. Man kann nicht oft genug betonen, je besser und früher die Planung läuft, umso unkomplizierter ist die Umsetzung.

Ergänzendes zum Thema
 
Stada startet Serialisierungsprojekt

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44622993 / Serialisierung)