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Mehrmarkenstrategie

Atlas Copco will Oerlikon Leybold Vacuum übernehmen

| Redakteur: Jörg Kempf

Nach Edwards vor knapp zwei Jahren will Atlas Copco nun den nächsten Vakuumspezialisten schlucken. Auf der Einkaufsliste steht die Vakuumsparte der OC Oerlikon. Eine entsprechende Kaufabsicht wurde jetzt unterschrieben.

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Eine Vakuum-Installation von Atlas Copco
Eine Vakuum-Installation von Atlas Copco
(Bild: Atlas Copco)

Stockholm/Schweden, Köln – Atlas Copco will die Vakuumsparte der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon/Schweiz, mit weltweit über 1600 Mitarbeitern für 486 Millionen Euro übernehmen. Damit will der Konzern das Thema Vakuumlösungen im Sinne einer Mehrmarkenstrategie weiter stärken. Erst Anfang 2014 war der Vakuumspezialist Edwards mit rund 1 Milliarde Euro Umsatz übernommen worden.

Das Vakuumsegment des 1850 gegründeten Oerlikon-Konzerns, Oerlikon Leybold Vacuum, hat seinen Hauptsitz in Köln und erwirtschaftete 2014 rund 358 Millionen Euro. Mit den Vakuumlösungen von Oerlikon Leybold werden saubere, partikelfreie Umgebungen erzeugt, wie sie beispielsweise für Anwendungen in der Automobilindustrie, der Metallurgie, für die Beschichtung von Mikrochips oder die Fertigung von analytischen Instrumenten erforderlich sind.

Atlas Copco will die Übernahme aus flüssigen Mitteln finanzieren. Die Akquisition muss noch von den Wettbewerbsbehörden in mehreren Ländern geprüft werden und soll im ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden. Das erworbene Geschäft wird Teil der Division Vakuumlösungen von Atlas Copco im Konzernbereich Kompressortechnik

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