Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie zusammengefasst.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

30.04.2021

Mainz (dpa/lrs) *16:29 Uhr – Rheinland-Pfalz will Biotechnologiestandort Nummer eins werden

Die neue Ampel-Koalition will Rheinland-Pfalz zu einem führenden Biotechnologiestandort in Deutschland ausbauen, klimaneutral machen und die Zukunft der Innenstädte gestalten.

Reinbek (dpa) *14:09 Uhr – Produktion von Biontech-Impfstoff in Schleswig-Holstein gestartet

Das Pharmaunternehmen Biontech lässt ab sofort einen wichtigen Schritt in der Produktion seines Corona-Impfstoffs auch in Schleswig-Holstein vornehmen. Bei Allergopharma in Reinbek (Kreis Stormarn) begann am Freitag mit einem Besuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (beide CDU) und Landesgesundheitsminister Heiner Garg (FDP) die Produktion.

Ohne den neuen Standort würde es nicht gelingen, die Impfkampagne wie geplant weiter zu beschleunigen, sagte Spahn. Von den 80 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal kämen 50 Millionen von Biontech. «Da hat Reinbek seinen Anteil.»

In Reinbek wird nicht der komplette Impfstoff hergestellt. Beim Unternehmen Allergopharma, das zur Dermapharm Holding mit Sitz im bayerischen Grünwald gehört, wird der dritte von vier Schritten der Produktion vorgenommen, wie der Dermapharm-Chef Hans-Georg Feldmeier sagte. Zur Zahl der Impfdosen machte er keine Angaben.

San Ramon (dpa) *14:01 Uhr – US-Ölmulti Chevron erleidet Gewinneinbruch

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron hat zu Jahresbeginn trotz höherer Rohstoffpreise deutlich weniger verdient. Im ersten Quartal brach der Gewinn im Jahresvergleich um über 60 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) ein, wie Chevron am Freitag mitteilte. Ein Wintersturm in Nordamerika verursachte starke Produktionsausfälle. Insgesamt fiel Chevrons Ölproduktion um vier Prozent auf 3,1 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag.

Erschwerend hinzu kam, dass die Gewinnspannen im Raffineriegeschäft deutlich zurückgingen. Außerdem musste der Konzern hohe Sonderbelastungen durch Pensionskosten und Rückstellungen für rechtliche Auseinandersetzungen verkraften. So blieb am Ende trotz einer leichten Umsatzsteigerung auf 32,0 Milliarden Dollar wesentlich weniger Gewinn übrig als vor einem Jahr. Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an. Die Aktie geriet vorbörslich deutlich ins Minus.

Mainz (dpa) *13:04 Uhr – Biontech stellt Antrag auf Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Sobald die EMA die Änderung genehmige, werde die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU gültig sein.

Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA bislang erst für Menschen ab 16 Jahren bedingt zugelassen. In den USA haben die beiden Partner bereits bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) einen Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff auf die Gruppe der 12- bis 15-Jährigen eingereicht.

Biontech und Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen.

Für die Prüfung von Zulassungsanträgen für Corona-Impfstoffe braucht die EMA in der Regel wenige Wochen. Das heißt, dass die EU-Zulassung im günstigen Fall bei einer Bearbeitungsdauer von vier bis sechs Wochen Anfang bis Mitte Juni erfolgen könnte. Anschließend könnte es mit den Impfungen der 12- bis 15-Jährigen losgehen, sofern ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Mit Blick auf das kommende Schuljahr und die angestrebte Erweiterung der geimpften Bevölkerungsgruppen mit dem Ziel einer Herdenimmunität wäre dies ein wichtiger Schritt.

Parallel dazu läuft die klinische Studie von Biontech und Pfizer zur Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten bis einschließlich elf Jahren weiter. Biontech geht nach eigenen Angaben davon aus, dass belastbare Daten daraus bis September verfügbar sein werden. Bis die ersten Kinder aus dieser Altersgruppe mit dem Vakzin geimpft werden können, wird es folglich noch dauern, da Biontech/Pfizer erst nach diesem Zwischenschritt einen Zulassungsantrag bei der EMA stellen werden. Dessen Prüfung wird dann voraussichtlich erneut wenige Woche dauern.

Cambridge (dpa) *10:14 Uhr – Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat mit seinem Corona-Impfstoff im ersten Quartal fast 300 Millionen Dollar eingenommen – nimmt aber einen geringeren Gewinn hin. In den ersten drei Monaten lag der Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff weltweit bei rund 275 Millionen Dollar (226,8 Mio Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Cambridge mitteilte. Der Kerngewinn je Aktie lag bei 1,63 Dollar und sei wegen des Pandemie-Impfstoffs 3 Cent geringer ausgefallen. Astrazeneca hatte angekündigt, dass der Covid-19-Impfstoff während der Pandemie zum Selbstkostenpreis geliefert werde – also dass damit kein Gewinn angestrebt wird.

Zwischen Januar und März kletterten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Dollar, wobei sich auch Währungseffekte wie der schwache Dollar günstig auswirkten. Die Corona-Impfung herausgerechnet, betrug der Zuwachs noch elf Prozent.

29.04.2021

Planegg (dpa/lby) *13:56 Uhr – Bayern investiert 500 Millionen Euro in Forschungscampus Martinsried

Mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Bayern den weiteren Ausbau des Forschungscampus Martinsried in Planegg bei München. Mit dem Geld soll die Ansiedelung der Max-Planck-Institute für Neurobiologie, Ornithologie und Biochemie unterstützt werden. Am Donnerstag unterzeichneten Ministerpräsident Markus Söder, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) mit dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, die dazugehörige Absichtserklärung.

Söder bezeichnete das Projekt beim Kurznachrichtendienst Twitter als «Bio Boost Bayern». Das europaweite Zentrum für Life-Science im Raum München biete Perspektiven für moderne und junge Arbeitsplätze.

Die modernen Biowissenschaften liefern unter anderem die Grundlagen für neue Entwicklungen in der Biotechnologie, Bioökonomie, Biomedizin oder dem Naturschutz. Sibler sprach von einem «kräftigen Schub für die Life Science-Forschung» und einem klaren Bekenntnis zur großen Bedeutung der des Campus.

Auf dem Campus Martinsried/Großhadern befinden sich neben den Max-Planck-Instituten für Biochemie und Neurobiologie auch hochkarätige Einrichtungen der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) wie etwa das Biozentrum, das Biomedizinische Zentrum, das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung, die Fakultät für Chemie und Pharmazie mit dem Genzentrum und das Universitätsklinikum sowie weltweit agierende Biotechunternehmen.

Brüssel/Cambridge (dpa) *9:19 Uhr – Moderna will 2021 bis zu einer Milliarde Corona-Impfdosen liefern

Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern. Im kommenden Jahr sollen es bis zu drei Milliarden Impfdosen sein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es verwies zudem auf Studienergebnisse, wonach der Impfstoff länger im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad haltbar sei als bisher angenommen, nämlich drei Monate statt einem. Das würde die Handhabe des ansonsten bei minus 20 Grad gelagerten Vakzins erleichtern.

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Produktionskapazitäten unter anderem in der Schweiz und in Spanien stark ausgebaut werden. An beiden Standorten soll jeweils doppelt so viel Wirkstoff hergestellt werden wie bisher. Moderna gehe davon aus, dass sowohl für Auffrischungen von bereits Geimpften als auch für die Impfung von Kindern und Jugendlichen auch in den nächsten Jahren große Mengen Corona-Impfstoff benötigt werden. Der mRNA-Impfstoff könne auch an Varianten schnell angepasst werden

Darmstadt (dpa) *5:30 Uhr – Neue Merck-Chefin: Haben Lieferungen an Biontech aufgestockt

- Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat seine Produktion von Lipiden für den Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech ausgedehnt. «Wir haben bereits im zweiten Quartal Aufträge vorgezogen und werden in der zweiten Jahreshälfte unsere Lieferungen weiter ausbauen, um den hohen Bedarf an dringend benötigten Lipiden für Biontech und unsere anderen Kunden zu decken», sagte die neue Merck-Chefin Bélen Garijo der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir haben das Haus dafür auf den Kopf gestellt», sagte die Spanierin (60), die ab 1. Mai an der Spitze des Darmstädter Unternehmens steht und damit die erste alleinige Chefin eines Dax-Konzerns wird. Merck habe seine Lipide-Produktion am Stammsitz Darmstadt und in Schaffhausen (Schweiz) erheblich ausgebaut. Teams aus Experten beider Unternehmen stünden in ständigem Kontakt. Merck und Biontech hatten die vertiefte Partnerschaft im Februar bekannt gegeben.

Corona wird die Welt nach Einschätzung von Garijo noch lange beschäftigen. «Wir müssen lernen, mit der Pandemie umzugehen», sagte die Managerin. «Das Virus zeigt die Verwundbarkeit unserer Welt.» Deutschland sei aber mit der höchsten Zahl an Intensivbetten in Europa gut vorbereitet. Sie sei optimistisch, dass die Pandemie mit fortlaufenden Impfungen eingedämmt werden kann. «Wer hätte gedacht, dass wir schon nach einem Jahr einen Impfstoff haben?»

In ihrer Zeit an der Spitze werde Merck ein «sehr aktives Portfoliomanagement» betreiben, kündigte Garijo an. «Wir schließen große, transformative Zukäufe ab 2022 nicht aus, werden uns aber wahrscheinlicher auf kleinere bis mittelgroße ergänzende Akquisitionen von innovativen Technologien konzentrieren.» Seit 2007 hat das Unternehmen, das zu gut 70 Prozent in Besitz der Merck-Familie liegt, fast 50 Milliarden Euro bei Käufen und Verkäufen von Geschäften bewegt und den Börsenwert stark gesteigert.

28.04.2021

Dresden (dpa/sn) *15:52 Uhr – Sachsen investierte eine Milliarde Euro in Biotechnologie

Sachsen hat in den vergangenen 20 Jahren rund eine Milliarde Euro in seine Biotechnologieoffensive gesteckt. Investiert wurde in Forschungsinfrastruktur, neue Professuren, Bio-Innovationszentren und zahlreiche Forschungs- und Investitionsprojekte, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch nach einer Online-Konferenz mit der Pharmaindustrie mitteilte. «Das zahlt sich heute aus».

Das Ministerium sieht «enormes Innovations- und Zukunftspotenzial» in der Gesundheitswirtschaft mit einem Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Euro. Die Pandemie zeige deren Bedeutung für die Bekämpfung und Überwindung einer globalen Gesundheitsbedrohung. Der Freistaat will Forschung und Produktion neuer Medikamente gegen Krankheiten wie etwa den Erreger Sars-CoV-2 weiter unterstützten, die bestehenden

Forschungs- und Produktionsstandorte der Pharmaindustrie stärken sowie die Gründung und Ansiedlung von Unternehmen fördern.

Philadelphia (ots/PRNewswire) *14:02 Uhr – ERT und Bioclinica schließen Fusion ab

ERT gab heute den Abschluss seiner Fusion mit Bioclinica bekannt. Durch diesen Zusammenschluss entsteht der weltweit führende Anbieter von Endpunkttechnologie für klinische Studien und ein Partner für Pharma- und Biotechnologieunternehmen, der Technologie, wissenschaftliches und therapeutisches Fachwissen sowie digitale Innovation mit Fokus auf Kundenservice biete, so die Unternehmen.

26.04.2021

Leverkusen (dpa) *13:59 Uhr – Aktionäre gehen mit Bayer erneut hart ins Gericht

Fast drei Jahre sind seit dem ersten Urteil im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Düngemittel vergangen – abgehakt ist das Thema für Bayer noch immer nicht. Wegen Milliarden-Rückstellungen für die Streitigkeiten und hoher Abschreibungen im Agrargeschäft fiel 2020 ein Verlust von mehr als zehn Milliarden Euro an. Mit einem Minus von rund einem Drittel war die Bayer-Aktie 2020 Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax. Entsprechend harsch fiel die Kritik der Aktionäre des Agrarchemie- und Pharmakonzerns auf der Online-Hauptversammlung am Dienstag aus.

Bayer-Chef Werner Baumann versprach Besserung: «Wir wollen Ihr Vertrauen wieder zurückgewinnen. Und wir werden liefern.» Angesichts des teuren Glyphosat-Erbes, das Baumann sich 2018 mit der Übernahme des US-Saatgut-Konzerns Monsanto ins Haus geholt hatte, haben er und Bayer viel Vertrauen bei den Anlegern verspielt.

Mit Blick auf das Tagesgeschäft setzt Baumann auf Erholung nach einem schwierigen Jahr, in dem widriges Wetter in den USA und ein schwacher brasilianischer Real auf dem Agrargeschäft lasteten und die Corona-Pandemie für Gegenwind im Pharmageschäft sorgte.

Während die Viruskrise noch nicht ausgestanden ist, hellten sich in den vergangenen Monaten zumindest die Perspektiven für die Landwirtschaft auf. Preise für Mais und Soja zogen kräftig an, Landwirte dürften also bereit sein, mehr Geld für Saatgut etwa von Bayer auszugeben.

Frankfurt/Main (dpa) *13:00 Uhr – Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln geht weiter zurück

Der Markt für Pflanzenschutzmittel ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die im Industrieverband Agrar (IVA) organisierten Unternehmen verzeichneten einen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent auf knapp 1,15 Milliarden Euro, wie der Verband am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend setzte sich damit fort. Die Umsätze mit Insektiziden brachen um 16,4 Prozent ein. Kräftige Zuwächse gab es hingegen bei den Pflanzenschutzmitteln für Haus und Garten.

Der Düngemittelmarkt legte erstmals seit Jahren wieder leicht zu. So sei der Absatz des Hauptnährstoffs Stickstoff in der vergangenen Düngesaison um 2,2 Prozent auf rund 1,37 Millionen Tonnen gestiegen, hieß es. Der Düngereinsatz sei in den vergangenen Jahren unter anderem wegen der verschärften Düngeverordnung immer weiter zurückgegangen, sagte der IVA-Vorsitzende für Pflanzenernährung, Marco Fleischmann. Im vergangenen und im aktuellen Düngejahr schienen sich die Zahlen aber zu stabilisieren.

Frankfurt/Main (dpa) *12:00 Uhr – Nestlé-Chef: Gesundheitsbewusstsein bleibt auch nach Corona Trend

Auch nach der Corona-Krise werden nach Einschätzung von Nestlé-Chef Mark Schneider viele Menschen Wert auf gesunde Ernährung legen. Das Gesundheitsbewusstsein in aller Welt habe mit der Pandemie zugenommen, sagte der Manager vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). «Die Themen Immunität und Gewichtskontrolle werden sich auch nach der Pandemie halten.» Auch werde in Zeiten von Homeoffice der Konsum zu Hause, etwa von Kaffee, wachsen.

Nestlé richtet sein Portfolio an Getränken, Snacks und Lebensmitteln seit längerem auf den Gesundheitstrend aus. Auch das Geschäft mit Wasser richtet Nestlé neu aus: Während der Konzern preiswerte Marken in Nordamerika abstieß, will sich Nestlé auf Premium-Marken und Wasser mit Zusatzstoffen wie Mineralien oder Koffein konzentrieren.

Der Nahrungsmittelkonzern, der für Kaffee, Snacks, Tiefkühlpizzen, Eissorten und Maggi-Fertiggerichte bekannt ist, steht unter dem Druck neuer Ernährungsgewohnheiten. Nachhaltigkeit und Nahrung mit weniger Salz, Zucker und Fett spielten bei gerade bei jüngeren, gut ausgebildeten Konsumenten eine große Rolle, sagte Schneider. «Den Kontakt zur jüngeren Generation dürfen wir nicht verlieren.»

Nestle hatte im ersten Quartal ein starkes Umsatzwachstum von 7,7 Prozent aus eigener Kraft berichtet. Treiber war vor allem Kaffee. Aber auch Backmischungen, Fertiggerichte und Tierfutter waren gefragt. Das hohe Wachstum werde Nestlé nicht halten können, sagte Schneider. Er rechne mit einer Normalisierung im Jahresverlauf.

Frankfurt (ots/PRNewswire) *09:18 Uhr – Deutscher Image Award 2021 geht an BASF

In diesem Jahr verleiht die internationale Jury den renommierten "Deutschen Image Award" an den Vorstandsvorsitzenden der BASF Dr. Martin Brudermüller und seine Kommunikationschefin Dr. Nina Schwab-Hautzinger. Die äußerst erfolgreiche und professionelle Arbeit der beiden Manager sowie ihres Kommunikationsteams spiegele sich in dem hohen Ansehen von BASF und Martin Brudermüller in den Medien wider.

Brudermüller übernahm 2018 den Chefsessel bei BASF, nachdem er zuvor seit 2006 bereits Mitglied des Vorstands war. Die F.A.Z. lobt sein gefestigtes Vorgehen in strategischer Hinsicht und hebt dabei sein - aller Krisenzeiten zum Trotz - unerschütterlich positives Auftreten hervor. Der Focus lobt ihn für sein soziales Engagement und seine Hilfsbereitschaft. Mitarbeitende und Kollegen achten sein Empathievermögen und innovatives Denken, sowie die Sicherheit, die Brudermüller in Zeiten der Krise erfolgreich im Unternehmen aufrechterhalten konnte.

In der strategischen Ausrichtung des Unternehmens lege Brudermüller den Fokus erfolgreich auf Innovation, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung. Er führt die Tradition der BASF fort, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Zugleich gelang es ihm, durch seine Bodenständigkeit und Kontaktfreudigkeit das Vertrauen in seine Fähigkeiten zu vertiefen.

Verantwortlich für die mediale Positionierung von Brudermüller sei seine Kommunikationschefin Nina Schwab-Hautzinger. Sie kam zum 1. November 2020 zur BASF. Im Laufe ihrer Karriere hatte Schwab-Hautzinger unterschiedliche Positionen bei Roche inne, unter anderem als Unternehmenssprecherin, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Roche Pharma Deutschland sowie als Global Head of Corporate Brand & Communications am Hauptsitz in der Schweiz. Zudem war sie als Kommunikations- und Strategieberaterin bei Hill + Knowlton Strategies in Singapur tätig. Die herausragenden Leistungen seien Ergebnis der professionellen Arbeit des gesamten BASF Kommunikationsteams.

Frankfurt/Main (ots) *06:02 Uhr – Agrarchemie: Trotz Corona-Pandemie keine großen Einbrüche

Der Nettoinlandsumsatz (NIU) mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 1,146 Milliarden Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr (1,193 Mrd. Euro) ein Minus von 3,9 Prozent im Direktgeschäft zwischen der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Industrie und dem Pflanzenschutz-Großhandel. Der Absatz von Mineraldüngern in Deutschland hat sich stabilisiert: 1,372 Millionen Tonnen Stickstoffdünger wurden in der Düngesaison 2019/20 nachgefragt, was einer Zunahme von gut 2,2 Prozent entspricht (2018/19: 1,342 Mio. Tonnen).

Leverkusen (dpa) *03:30 Uhr –Bayer-Hauptversammlung im Netz: Aktionäre äußern im Vorfeld Kritik

Zwei Jahre nach einer herben Schlappe stellt sich Bayer-Chef Werner Baumann abermals bei der Hauptversammlung seines Unternehmens den Fragen der Aktionäre. Wegen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung ab 10.00 Uhr nur online statt, Anteilseigner können der Chefetage also nicht am Rednerpult die Leviten lesen. Sie mussten schon vorher ihre Fragen einschicken, die der Bayer-Vorstand vor der Kamera beantwortet. Danach sind schriftliche Nachfragen noch während der Hauptversammlung möglich. 2019 verweigerten die Aktionäre Baumann als erstem amtierenden Vorstandsvorsitzenden eines Dax-Konzerns die Zustimmung - die Übernahme des US-Rivalen Monsanto hatte sich als Ballast entpuppt, der den Aktienkurs in den Keller stürzte.

Zwei Jahre später hat sich der Kurs noch immer nicht erholt, im vergangenen Jahr verbuchten die Leverkusener mit minus 10,5 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer Firmengeschichte. Die tiefroten Zahlen lagen vor allem an Rückstellungen für die US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Glyphosat. «Das einst so stolze Unternehmen Bayer ist nur noch ein Schatten seiner selbst», sagte Ingo Speich vom Bayer-Aktionär Deka Investment im Vorfeld der Hauptversammlung. Der Kauf von Monsanto sei eine Fehlentscheidung gewesen, die Bayer teuer zu stehen komme. «Monsanto hat Bayer nicht krisenfester gemacht, sondern tiefer in die Krise gestürzt.»

Bereits Ende vergangener Woche wurde die Rede von Bayer-Boss Baumann online publiziert. Dem Redetext zufolge zeichnete sich ein positiver Jahresauftakt besonders im Agrargeschäft ab. Neben der Agrarchemie hat Bayer noch Sparten für Pharma und für rezeptfreie Arzneimittel (Consumer Health). Wie es in der Pharmasparte lief, die bereits im vergangenen Jahr unter der Corona-Krise litt, dürfte die Investoren ebenso interessieren. Hier müssen sie sich aber wohl bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 12. Mai gedulden.

Peking (ots/PRNewswire) *2:48 Uhr – Sinopec-Vorsitzender Zhang Yuzhuo spricht über Wasserstoffentwicklung

Zhang Yuzhuo, der Vorsitzende der China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec), hat in einem Interview mit bekannten Medien über Kohlenstoffneutralität, die Entwicklungsperspektiven der CO2-Neutralität und das strategische Gesamtkonzept der Wasserstoffenergie gesprochen.

"Unser Ziel ist es, zum führenden Wasserstoffunternehmen in China zu werden und ein systematisches Layout der gesamten Industriekette für Wasserstoff-Energie zu erreichen, damit das Betanken mit Wasserstoff genauso bequem wird wie das Betanken mit Benzin", so Zhang. Sinopec wird in Zukunft sein Wasserstoff-Energiegeschäft sowie andere erneuerbare Energiequellen schrittweise ausbauen, um die Entwicklung eines kombinierten Erdöl-, Benzin-, Wasserstoff-, Elektro- und Nicht-Erdöl-Dienstes voranzutreiben."

Derzeit hat Sinopec eine jährliche Wasserstoffproduktionskapazität von mehr als 3,5 Millionen Tonnen, was 14 Prozent der Gesamtmenge in China ausmacht. Das Unternehmen plant den Bau und Betrieb von 100 Wasserstoff-Tankstellen im Jahr 2021 und weiterer 1.000 in den nächsten fünf Jahren, um sich als Branchenführer im Bereich der industriellen Entwicklung der hochwertigen Wasserstoffenergie zu etablieren.

26.04.2021

Vevey (dpa) *10:02 Uhr – Nestlé will amerikanischen Vitaminhersteller The Bountiful kaufen

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé will den amerikanischen Vitaminhersteller The Bountiful übernehmen. Das Unternehmen aus Vevey am Genfersee bestätigte am Montag bereits kursierende Gerüchte. Einzelheiten wurden in der Mitteilung nicht genannt. Medien hatten vergangene Woche unter Bezug auf Insider berichtet, es gehe um einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag.

Das New Yorker Unternehmen handelt mit Vitaminen, Mineralien und anderen pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Es gehört der Beteiligungsgesellschaft KKR, die es unter dem Namen Nature's Bounty von der Carlyle Group gekauft hatte. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete im Januar, dass das Unternehmen an die Börse gebracht und dabei mit etwa sechs Milliarden Dollar bewertet werden sollte. Der Ausbau des Geschäfts mit Gesundheitsprodukten gehört zur Strategie Nestlés.

24.04.2021

Oxford (dpa) *2:00 Uhr – Erstmals Malaria-Impfstoff mit wohl hoher Wirksamkeit entwickelt

Ein von der Universität Oxford entwickelter Malaria-Impfstoff hat erstmals in einer klinischen Studie die von der Weltgesundheitsorganisation ausgegebene Marke von 75 Prozent Wirksamkeit erreicht. Das Präparat mit dem Namen «R21/Matrix-M» habe in einer Phase-II-Studie das Risiko einer Erkrankung um 77 Prozent verringert, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Die Studie war allerdings recht klein: Einbezogen wurden insgesamt 450 Kinder von 5 bis 17 Monaten in Burkina Faso.

Bei der bisher nur als noch nicht von unabhängigen Experten geprüfter Preprint vorliegenden Analyse wurden keine schweren Nebenwirkungen bekannt. Eine größer angelegte Phase-III-Studie in mehreren afrikanischen Ländern soll nun folgen.

Die von der weiblichen Anopheles-Mücke übertragene Krankheit gilt als eine der wichtigsten Ursachen für Kindersterblichkeit in Afrika. Jedes Jahr sterben daran nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 400 000 Menschen, davon 270 000 Kinder. Allein im Jahr 2019 wurden 229 Millionen Fälle registriert.

Der Leiter des Jenner-Instituts der Universität Oxford, Professor Adrian Hill, hofft auf eine Notfallzulassung des Präparats durch die WHO. «Was wir uns erhoffen, ist die 400 000 (Todesfälle) in den nächsten fünf Jahren auf Zehntausende zu reduzieren», sagte er dem «Guardian». Bereits Ende kommenden Jahres könnte der Impfstoff seiner Meinung nach zugelassen sein.

23.04.2021

Genf (dpa) *15:29 Uhr – Pharma-Verbände fordern Aufhebung von Exportschranken für Impfstoffe

Die Pharmaindustrie drängt auf die sofortige Streichung von Exportbeschränkungen für Impfstoff-Bestandteile. Besonders die restriktive Politik der USA sei eine der größten Hürden für die globale Versorgung mit Corona-Vakzinen, sagten hochrangige Branchenvertreter am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz. Dieses Problem sei dringlicher als der Transfer von Patenten und technischem Wissen für zusätzliche Hersteller.

«Die Lieferketten für Impfstoffe sind global. Exportkontrollen bedrohen diese Lieferketten», sagte Thomas Cueni, Chef des Weltpharmaverbandes IFPMA in Genf. Die meisten der zurzeit knappen Materialien für die Vakzin-Herstellung, wie Schläuche, Filter oder Nährstoffe für Zellkulturen, werden in den USA hergestellt. Die US-Regierung hat im Februar angekündigt, heimische Impfstoffhersteller im Rahmen des Defense Production Act zu unterstützen. Dieses Gesetz erlaubt US-Präsidenten, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft einzugreifen.

Dies könne die globalen Produktion bedrohen, warnte Rajinder Suri, der dem Netzwerk von Impfherstellern in Entwicklungsländern (DCVMN) vorsteht. «Wenn nur eine Komponente fehlt, kommt es zu einem völligen Stillstand der Produktionskette», sagte er.

Die befristete Aufhebung von Patenten auf Impfstoffe, die von Entwicklungsländern gefordert wird, sehen die Pharmaverbände skeptisch. Sie argumentierten, dass es bis nächstes Jahr dauern würde, bis weitere Firmen Produktionsanlagen aufbauen, Mitarbeiter schulen und zusätzliche Covid-Impfdosen liefern könnten.

Brüssel (dpa) *14:18 Uhr – EU-Vertrag für 1,8 Milliarden Dosen von Biontech fast fertig

Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von weiteren 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist nach den Worten von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen fast fertig. Von der Leyen hatte am 14. April bestätigt, dass mit dem deutschen Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer über die Lieferung der Riesenmenge verhandelt wird. Sie soll bis 2023 geliefert werden. Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden.

Schon jetzt hat die EU zwei Rahmenverträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen, die seit Ende 2020 nach und nach ausgeliefert werden. Allein im zweiten Quartal – also von Anfang April bis Ende Juni – erwartet die EU 250 Millionen Impfdosen der Hersteller.

Leverkusen (dpa) *13:42 Uhr – Bayer profitiert von Agrargeschäft

Die stark steigenden Preise für Agrargüter haben dem Leverkusener Bayer-Konzern zum Jahresstart wohl Rückenwind verliehen. Es zeichne sich ein erfolgreicher Auftakt ab, gerade im Agrargeschäft stimme das Marktumfeld zunehmend positiv, sagte Bayer-Chef Werner Baumann in seiner am Freitag vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung des Dax-Konzerns in der kommenden Woche.

Wie es in der Pharmasparte lief, die bereits im vergangenen Jahr unter der Corona-Krise litt, dürfte die Investoren aber ebenso interessieren. Hier müssen sie sich wohl bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 12. Mai gedulden.

New York (dpa) *0:23 Uhr – New York verklagt Exxon, Shell und BP wegen angeblicher Klimalügen

Die Stadt New York City hat die Ölmultis Exxon Mobil, Shell und BP sowie den Lobbyverband American Petroleum Institute wegen irreführender Werbung und betrügerischer Geschäftspraktiken verklagt. Die Konzerne würden durch PR-Kampagnen systematisch über ihre Rolle bei der Klimaverschmutzung hinwegtäuschen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Die Unternehmen zählten zu den größten Umweltverpestern, würden ihre Produkte aber als «grüner» und «sauberer» bewerben, beklagte Lorelei Salas von der Abteilung für Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die Ölkonzerne von diesem Schwindel profitieren. Die Stadt fordert, dass das angeblich illegale «Greenwashing» untersagt wird und die Unternehmen Strafen zahlen.

Der Leiter der Rechtsabteilung des American Petroleum Institutes, Paul Afonso, bezeichnete die Klage in US-Medien als «haltlos». Ein Exxon-Sprecher verwies auf einen früheren New Yorker Rechtsstreit um angebliche Falschaussagen zum Klimawandel, bei dem der Ölkonzern im Jahr 2019 freigesprochen worden war. Solche Klagen würden nichts Sinnvolles dazu beitragen, Umweltprobleme zu lösen, sagte der Sprecher. Stellungnahmen von BP und Shell lagen zunächst nicht.

Umweltschützer fordern von den Unternehmen der Branche schon lange striktere Klimaziele. Exxon etwa kam dem laut eigenen Angaben Ende 2020 nach und sieht sich im Einklang mit dem Klimaabkommen von Paris. Die Ziele beziehen sich aber auf die Emissionsintensität, bei der es nicht um eine absolute Senkung von Treibhausgasen geht. Somit könnte der Ausstoß an umweltschädlichen Emissionen bei einer steigenden Ölproduktion in Zukunft zunächst durchaus weiter zunehmen.

22.04.2021

London (ots/PRNewswire) *14:51 Uhr – Eli Lilly ist zum ersten Mal das innovativste Unternehmen

Die zehnte Ausgabe des jährlichen Pharmaceutical Invention Index (pharmazeutischer Innovationsindex), die heute veröffentlicht wurde, setzt Eli Lilly zum ersten Mal an die Spitze der Branche. Der pharmazeutische Erfindungsindex, ein Ranking der besten Pipelines der Branche, setzt Bristol-Myers Squibb auf Platz 1.

Mit einem Fokus auf Wertschöpfung definiert der Index die Innovation als eine "Rendite auf Erfindungen" und misst, bewertet und feiert die Fähigkeit eines Unternehmens, Patienten Innovationen bereitzustellen, indem er die Leistung auf der Grundlage eines fortlaufenden Fünfjahreszeitraums

(2015-2020) objektiv bewertet und unter dieser einfachen Prämisse agiert: Wenn man zwei verschiedenen Unternehmen dasselbe Molekül in einer frühen Phase geben würden, welches würde das Beste daraus machen?

Der pharmazeutische Erfindungsindex führt eine Rangliste der besten Pipelines der Branche ein und bewertet Neuheiten und sinnvolle Entwicklungen in erstklassiger Entwicklung, bei bahnbrechenden Medikamenten und vielem mehr.

Der stetige und signifikante Anstieg von Lilly zur Nummer 1 des Innovationsindexes kann auf mehrere Erfolge bei klinischen Daten und bemerkenswerte neue FDA-Zulassungen sowie auf eine starke Leistung von kürzlich eingeführten Medikamenten zurückgeführt werden. Die Top 10 des Innovationsindexes umfassen neue Akteure - Seagen und Incyte - und zeigen einen signifikanten Anstieg für Regeneron, was darauf hindeutet, dass kleinere Unternehmen mehr denn je in der Lage sind, ihre Produkte ohne einen traditionellen großen Pharmapartner Patienten zur Verfügung zu stellen. Der erste Platz von BMS in der Rangliste der Erfindungen belegt den Wert der Übernahme von Celgene für die Pipeline von BMS.

Pharmazeutischer Innovationsindex 2021

2021 / UNTERNEHMEN / ÄNDERUNG / 2020

1 / Eli Lilly / +4 / 5

2 / Roche / -1 / 1

3 / Regeneron / +7 / 10

4 / Seagen / - / NR

5 / Incyte / - / NR

6 / GlaxoSmithKline / +5 / 11

7 / Sanofi / +10 / 17

8 / AstraZeneca / +1 / 9

8 / Pfizer / +7 / 15

10 / Gilead Sciences / +5 / 15

10 / Novartis / -7 / 3

Pharmazeutischer Erfindungsindex 2021

2021 / UNTERNEHMEN / ÄNDERUNG / 2020

1 / Bristol-Myers Squibb / +1 / 2

2 / Incyte / - / NR

3 / Pfizer / +8 / 11

4 / Eli Lilly / -1 / 3

5 / Beigene / - / NR

6 / AstraZeneca / -5 / 1

6 / Regeneron / 0 / 6

8 / Johnson & Johnson / +5 / 13

9 / Novartis / -5 / 4

10 / Merck & Co / -2 / 8

Essen/Hanau/Mainz (dpa) *10:33 Uhr – Evonik produziert früher Lipide für Biontech-Impfstoff als erwartet

Der Spezialchemiekonzern Evonik ist mit dem Ausbau der Lipid-Produktion für den Corona-Impfstoff von Biontech schneller vorangekommen als geplant. Die Anlagen am Standort Hanau seien aufgebaut, und erste Lipide würden ausgeliefert, teilte der Essener Konzern am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Herstellung größerer Mengen erst für das zweite Halbjahr avisiert worden. Bei den Arbeiten am Standort in Dossenheim in Baden-Württemberg kommt der Konzern laut einer Sprecherin gut voran, hier soll die Produktion weiterhin im zweiten Halbjahr starten.

Evonik stellt zwei verschiedene Lipide her, die zusammen mit anderen dieser fettartigen Moleküle den Botenstoff des mRNA-Vakzins mit dem Markennamen Comirnaty in eine Nanohülle einschließen. Erst das ermöglicht es, den Wirkstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer an der richtigen Stelle im Körper freizusetzen. Nur so kann die Impfung ihre Wirkung entfalten.

In Deutschland können aktuell nur wenige Unternehmen die benötigten Lipide herstellen. Auch der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA versorgt Biontech mit diesen Stoffen und will die Liefermengen steigern.

21.04.2021

Frankfurt/Main (dpa) *12:30 Uhr – Chemiebranche dringt auf schnellere Impfungen durch Betriebsärzte

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie dringt auf schnellere Corona-Impfungen in den Unternehmen durch Betriebsärzte. «Wir wollen früher impfen als im Juni», sagte Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Hessen-Chemie, am Mittwoch in Frankfurt. «Jeder Tag zählt.» Es fehlten aber die Zustimmung der Landespolitik sowie Impfstofflieferungen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, Betriebsärzte ab Juni in die Impfkampagne einzubinden. Aus Sicht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Hessen geht es schneller. «Eine ganze Reihe von Firmen ist einsatzbereit und will impfen», sagte der Vorstandsvorsitzende Jochen Reutter. Er verwies auf den Industriepark Höchst in Frankfurt, den Chemiekonzern Evonik in Hanau und den Pharma- und Medizinbedarfshersteller B. Braun in Melsungen. Die Unternehmen hätten Erfahrung bei Grippeimpfungen. «Das große Netz an Betriebsärzten in unseren Unternehmen steht bereit, um das Tempo der Impfkampagne zu beschleunigen», meinte auch Marcus Kuhnert, Vize-Vorsitzender des VCI Hessen und Finanzvorstand bei Merck.

Die hessische Chemie- und Pharmabranche erholt sich inzwischen von der Corona-Krise. Die Produktion in der Chemieindustrie habe im Januar um 2,3 Prozent und in der Pharmaindustrie um 2,9 Prozent über Vorjahr gelegen, sagte Reutter. Während die Umsätze in der Chemiebranche nur leicht stiegen, wuchsen sie in die Pharmabranche um mehr als 9 Prozent.

Frankfurt (VCI) *8:37 Uhr – VCI warnt: Höheres Klimaziel muss mit Schutz vor Wettbewerbsnachteilen einhergehen

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) unterstütze eine ambitionierte Klimapolitik der EU. Der VCI erwarte aber gleichzeitig, dass die notwendigen Folgeregelungen aus Brüssel für die Realisierung des höheren Zwischenzieles konkrete Maßnahmen enthalten, um die Industrie vor internationalen Wettbewerbsnachteilen ausreichend zu schützen. Ziele allein schützen noch kein Klima, jetzt komme es auf die konkreten Maßnahmen und auf eine faire Lastenteilung an. Klimaschutz und Industrie brauchen einander, Transformation geht nicht auf Knopfdruck, so der Chemieverband.

Aus Sicht des VCI müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein, um sowohl das Etappenziel einer Reduktion von 55 Prozent bis 2030 als auch die Treibhausgasneutralität bis 2050 in der EU zu erreichen:

- Massiver Ausbau der erneuerbaren Energie und der dazugehörigen Infrastruktur EU-weit. Nur die Verfügbarkeit von günstigem Grünstrom ermöglicht die Transformation der Chemie und der Wirtschaft insgesamt. Die Elektrifizierung technischer Prozesse wird zu einer erheblich höheren Nachfrage an Grünstrom führen.

- Verwirklichung des Wasserstoff-Binnenmarktes und seine internationale Einbettung. Wasserstoff ist ein zentraler Rohstoff für die Transformation der chemisch-pharmazeutischen Industrie in eine treibhausgasneutrale Zukunft.

- Förderung von Innovationen und Investitionen in transformative Technologien sowohl auf Ebene der Mitgliedstaaten wie auch der EU-Ebene. Neue Produkte und Prozesse müssen schnell zur Verfügung stehen, marktreif und wettbewerbsfähig werden. Hierzu sind mehr öffentliche und private Aufwendungen und Investitionen nötig sowie gemeinsame Projekte.

- Innovationen technologieoffen unterstützen, Freiräume erhalten und Übergangstechnologien pragmatisch ermöglichen. Technischer Fortschritt ist ein offener, evolutiver Prozess. Dies gilt zum Beispiel für kohlenstoffarm erzeugten Wasserstoff (als Brücke) oder chemisches Recycling.

20.04.2021

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) *14:58 Uhr – Anlage zur Lithiumhydroxid-Produktion in Bitterfeld-Wolfen geplant

In Bitterfeld-Wolfen soll im Jahr 2023 eine Anlage zur Produktion von Lithiumhydroxid in Betrieb gehen. AMG Lithium habe dafür ein Grundstück erworben, teilte die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen am Dienstag mit. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Zunächst soll laut Mitteilung eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 20 000 Tonnen Lithiumhydroxid errichtet werden. Die Grundstücksgröße sei so bemessen, dass in den Folgejahren durch weitere Module die jährliche Kapazität auf bis zu 100 000 Tonnen gesteigert werden könne, hieß es weiter.

Lithiumhydroxid wird den Angaben zufolge zur Herstellung von Kathodenmaterialien verwendet, die in Zellen für Lithiumionen-Batterien verbaut werden. «Mittelfristig wollen wir die gesamte Wertschöpfungskette für Batteriematerialien an unseren Standort holen - und durch ein echtes Recycling der Batterien diese in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft überführen», erklärte Chemiepark-Geschäftsführer Patrice Heine.

New Brunswick (dpa) *14:17 Uhr – Johnson & Johnson startet mit mehr Umsatz und Gewinn ins neue Jahr

Besser laufende Geschäfte in der Arzneimittel- und Medizintechniksparte haben dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson im Auftaktquartal Auftrieb gegeben. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 22,3 Milliarden US-Dollar (rund 18,6 Mrd Euro), wie der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern am Dienstag in New Brunswick (US-Bundesstaat New Jersey) mitteilte. Analysten hatten etwas weniger erwartet. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund 6,2 Milliarden Dollar hängen und damit fast sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn um 12,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zu. Die Quartalsdividende will der Pharmakonzern um fünf Prozent auf 1,06 Dollar je Aktie anheben.

Kassel (dpa) *10:40 Uhr – K+S bei US-Spartenverkauf kurz vor dem Ziel

Der Düngerkonzern K+S hat beim Schuldenabbau eine entscheidende Hürde genommen. Die US-Justizbehörde genehmigte den milliardenschweren Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts an Stone Canyon Industries, wie K+S am Montagabend in Kassel mitteilte.

«Wir freuen uns, dass die Genehmigung der US-Behörde zeitnah erfolgt ist. Damit kommen wir jetzt auf die Zielgerade zum Closing der Transaktion», sagte Konzernchef Burkhard Lohr. Er sieht keine weiteren kartellrechtlichen Hürden und hält einen Abschluss des Verkaufs um den 30. April für wahrscheinlich. Dann dürften zeitnah auch die 2,5 Milliarden Euro in bar fließen, die sich K+S schon vor einer Weile durch eine Absicherung gegen Währungsschwankungen gesichert hatte.

Die Kasseler brauchen das Geld dringend für den Schuldenabbau nach einem teuren Neubau eines Kaliwerks in Kanada. Zudem hatten Produktionsprobleme in Deutschland wegen mangelnder Entsorgungsmöglichkeiten für Abwässer sowie eine Flaute des globalen Düngermarktes dem Konzern in den vergangenen Jahren immer wieder zu schaffen gemacht.

Berlin (dpa/lby) *9:10 Uhr – Knapp 1,6 Milliarden Euro für Corona-Forschung

Das Bundesforschungsministerium investiert in den Jahren 2020 und 2021 nach eigenen Angaben fast 1,6 Milliarden Euro in die Forschung zu Covid-19. Davon gehen rund 627 Millionen Euro an die Impfstoff-Hersteller Biontech in Mainz und Curevac in Tübingen. Im Jahr 2020 gab der Bund fast 2,9 Milliarden Euro für die Bereiche Gesundheitsforschung und -wirtschaft aus, davon 2,6 Milliarden Euro über das Forschungsministerium. Das Geld für die Corona-Forschung stellt der Bund einem Ministeriumssprecher zufolge zusätzlich zu diesen laufenden Ausgaben zur Verfügung.

Zu den Hauptakteuren der institutionellen Corona-Forschung zählen demnach das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Das HZI, in dem zurzeit 33 Gruppen an der Erforschung von Covid-19 arbeiten, erhielt demnach gut 32 Millionen Euro. Im DZIF befassten und befassen sich seit Beginn der Pandemie 17 Projekte mit SARS-CoV-2, wofür das DZIF

5,8 Millionen Euro bereitstellte. In zehn weiteren Projekten arbeitet das DZIF seit einigen Jahren an der Coronaforschung. Zwischen 2016 und 2025 stehen hierfür knapp 27,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch der Biotech-Verband Bio Deutschland verzeichnet steigende Zahlen: 2020 warb die Branche drei Milliarden Euro Eigenkapital ein. Auch hier ging der Großteil - etwa die Hälfte - an Biontech und Curevac. Die Branche setzt auf einen positiven Effekt aus der Corona-Krise, insbesondere bei Finanzierungen. Corona habe deutlich gemacht, wie konkret jeder einzelne auf Medizinforschung angewiesen sei, sagt die Geschäftsführerin von Bio Deutschland, Viola Bronsema.

19.04.2021

Amsterdam (dpa) *17:30 Uhr – EU-Arzneibehörde legt Gutachten zu Johnson & Johnson-Impfstoff vor

Nach Prüfung seltener Fälle von Hirnthrombosen will die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Dienstag ihr Gutachten zum Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson vorlegen. Die Experten der Amsterdamer Behörde haben den Impfstoff erneut geprüft, nachdem in den USA sechs Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen aufgetreten waren. Johnson & Johnson hatte erst vor einer Woche mit der Lieferung seines Präparats in die EU-Staaten begonnen. Der Hersteller rief dazu auf, bis zur Klärung den Impfstoff nicht anzuwenden.

Die EMA hatte aber erklärt, dass der Impfstoff uneingeschränkt eingesetzt werden könne. Die «Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern», seien höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen. Vor einer Woche hatten die US-Behörden die Verabreichung des Impfstoffs ausgesetzt. In den USA wurden bisher rund 6,8 Millionen Personen damit geimpft.

Düsseldorf (dpa) *14:35 Uhr – NRW will den Impfstoff von Johnson & Johnson zuerst Obdachlosen anbieten

Den vorerst noch nicht ausgelieferten Impfstoff von Johnson & Johnson will das NRW-Gesundheitsministerium zuerst für Impfangebote in der Wohn- und Obdachlosenhilfe einsetzen. «Hier bestehen die größten Unsicherheiten, die Zweitimpfungen nach sechs beziehungsweise zwölf Wochen sicherzustellen», heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen an den Gesundheitsausschuss. Konkret wurde bei Johnson & Johnson nach einer besonderen Strategie gefragt, da hier offenkundig eine Impfung ausreichend sei.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson wäre der vierte, der im Kampf gegen Corona in Deutschland auf den Markt kommt - nach denen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Der US-Pharmakonzern hatte vor rund einer Woche mitgeteilt, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält den Auslieferungsstopp des Unternehmens nach Meldungen über Thrombose-Fälle für eine «nachvollziehbare Maßnahme». Es habe alarmierend gewirkt, dass das Problem eine sehr große Ähnlichkeit mit dem Problem habe, das im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff aufgetreten sei, sagte er am Montag dem Bayerischen Rundfunk.

17.04.2021

Basel (dpa) *17:44 Uhr – Protest gegen Pestizid-Hersteller in Basel

Dutzende Demonstranten haben in Basel gegen die dort ansässigen Agroindustriekonzerne Bayer und Syngenta protestiert. Die Polizei griff nicht ein, weil der Marsch in Form einer Schnitzeljagd genehmigt war und die Teilnehmer sich an die Corona-Schutzmaßnahmen mit Abstand und Gesichtsmasken hielten. Der Marsch fand bereits zum siebten Mal statt. In früheren Jahren hatten rund 2000 Menschen daran teilgenommen. Der der Abschlusskundgebung warfen Sprecher den Unternehmen vor, mit ihren giftigen Pestiziden Profit über die Gesundheit der Menschen zu stellen.

Basel ist der Sitz der Syngenta Group, die vor allem Saatgut und Pflanzenschutzmittel anbietet. Die China National Chemical Corporation (Chemchina) hatte sie 2015 übernommen. Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat sein europäisches Pestizidgeschäft in Basel konsolidiert.

Syngenta bedauerte in einer Stellungnahme, dass die Veranstalter nicht direkten Kontakt gesucht haben. Das Unternehmen suche den Austausch mit Nichtregierungs- und anderen Organisationen, die ein Interesse daran hätten, die Herausforderungen der Landwirtschaft gemeinsam zu meistern. Dazu gehöre, dass genügend Nahrung für eine steigende Weltbevölkerung bereitgestellt und gleichzeitig Klima und Biodiversität geschützt werden.

Rio de Janeiro (dpa) *5:05 Uhr – Ex-General wird Chef des brasilianischen Ölriesen Petrobras

Trotz scharfer Kritik hat der brasilianische Präsident und Ex-Militär Jair Bolsonaro einen ehemaligen General an der Spitze des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras installiert. Wie erwartet wählte der Aufsichtsrat des Unternehmens den früheren Verteidigungsminister Joaquim Silva e Luna zum neuen Chef, wie der Konzern mit Sitz in Rio de Janeiro am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

Silva e Luna folgt auf den marktfreundlichen Ökonomen Roberto Castello Branco, der seit Antritt der Bolsonaro-Regierung im Januar 2019 bis März 2021 Chef von Petrobras gewesen war.

Bei internationalen Investoren hatte die Personalie schlimme Befürchtungen vor staatlichen Interventionen wie im Krisenstaat Venezuela ausgelöst, dem rechtspopulistischen Staatschef Bolsonaro schlug heftige Kritik entgegen. Der ehemalige Chef der Banco Central, Gustavo Franco, fasste seine Empörung mit den Worten «Guten Abend, Venezuela!» zusammen. Als der geplante Personalwechsel an der Spitze des größten Öl- und Energiekonzerns Lateinamerikas im Februar publik wurde, brachen die Petrobras-Aktien an der Börse in New York um 20 Prozent ein.

16.04.2021

Dessau-Roßlau (dpa) *17:02 Uhr – IDT Biologika füllt ab sofort Astrazeneca ab – Gespräche zu Sputnik V

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca soll in Sachsen-Anhalt früher als geplant abgefüllt werden: Ab sofort steige das Pharmaunternehmen IDT Biologika in die Produktion ein, teilte Firmenchef Jürgen Betzing am Freitag mit. Grund dafür seien kurzfristig frei gewordene Kapazitäten, die das Pharmaunternehmen Merz Pharma freigegeben hatte. Ursprünglich war der Beginn der Produktion für Anfang 2023 geplant.

In den kommenden drei Monaten sollen in Dessau-Roßlau nun mindestens zehn Millionen Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers abgefüllt werden. Danach laufen die vertraglich vereinbarten Rechte für Astrazeneca zunächst aus. Der Bund entschädigt Merz Pharma für das Entgegenkommen durch die freigegebenen Kapazitäten. Das deutete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Rande eines Besuches der Abfüllanlagen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) am Freitag an.

Die abgefüllten Astrazeneca-Impfdosen verblieben nicht zwingend in Deutschland, sagte Firmenchef Betzing. Die Verteilung werde zwischen der EU und Astrazeneca geregelt. Bereits seit Mitte März füllt IDT Biologika auch den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen seien bereits ausgeliefert worden, sagte Betzing.

Längerfristig wird IDT Biologika dann ab Anfang 2023 den Impfstoff von Astrazeneca abfüllen. Dafür werden aktuell die Anlagen des Standortes für rund 100 Millionen Euro ausgebaut.

Laut IDT-Biologika-Chef Betzing führt das Unternehmen zudem Gespräche um eine mögliche Abfüllung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V.

Berlin (ots) *11:05 Uhr – Eckert & Ziegler erwirbt direkte Mehrheitsbeteiligung an Medikamentenentwickler Pentixapharm

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik hat heute von den Gründern des Medikamentenentwicklers Pentixapharm mehrere Anteilspakete erworben. Zusammen mit einer internen Übertragung hält Eckert & Ziegler nach Vollzug der Transaktionen direkt rund 83 % der Anteile an dem Würzburger Unternehmen. Der Gesamtaufwand für die drei Anteilspakete beläuft sich auf etwa 30 Millionen Euro Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt zu etwa einem Viertel in bar, im Übrigen in Form von Aktien der Eckert & Ziegler, die die Verkäufer mindestens bis zu dem Zeitpunkt halten werden, an dem eine Genehmigung zur Durchführung einer fortgeschrittenen klinischen Prüfung der Phase III für das Diagnostikum und Leitprodukt Pentixafor erwartet wird. Das Management der Pentixapharm, das die restlichen 17 % der Anteile hält, erhielt im Rahmen des Anteilsverkaufs zusätzlich Verkaufsoptionen auf die verbleibenden Anteile.

Dessau-Roßlau (dpa) *4:30 Uhr – Spahn besichtigt Ausbau der Impfproduktion in Sachsen-Anhalt

In Dessau-Roßlau soll mittelfristig der Astrazeneca-Impfstoff abgefüllt werden. Eine Woche nach der Grundsteinlegung einer neuen Produktionsanlage besucht Gesundheitsminister Jens Spahn den Standort. Dabei geht es auch um die Frage, wann es losgeht. Der Sprecher von IDT Biologika kündigte auch Neuigkeiten zur Impfstoffproduktion am Standort an.

Insgesamt investiert das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Sachsen-Anhalt. Bereits seit Mitte März füllt das Unternehmen auch den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen sind bereits ausgeliefert worden. Der US-Hersteller hatte seine Auslieferung an die EU-Staaten am Dienstag nach Berichten über Sinusvenenthrombosen verschoben.

15.04.2021

Waltham (dpa) *17:52 Uhr – Milliardendeal: Thermo Fisher will US-Biotechfirma PPD kaufen

Der US-Technologiekonzern Thermo Fisher will das Pharma- und Biotech-Forschungsunternehmen PPD übernehmen. Bei einem Gebot von 47,50 Dollar je PPD-Aktie summiere sich der Kaufpreis auf 17,4 Milliarden Dollar (14,5 Mrd Euro), plus 3,5 Milliarden Dollar Schulden, teilte Thermo Fisher am Donnerstag in Waltham mit.

Behördliche Genehmigungen vorausgesetzt wird erwartet, dass der Deal bis Ende 2021 abgeschlossen sein wird. Thermo Fisher verspricht sich von dem Zukauf eine Ergänzung seiner Angebotspalette. «Pharma und Biotech ist unser größter und am schnellsten wachsender Endmarkt», hieß es in der Mitteilung. Der Markt für klinische Forschung sei rund 50 Milliarden Dollar schwer und werde voraussichtlich langfristig wachsen.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *14:48 Uhr – BASF-Impfzentrum startet mit 400 Impfungen

Das Impfzentrum auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen ist am ersten Tag nach Angaben des Chemiekonzerns am Mittwoch mit rund 400 Impfungen gestartet. «Für die nächsten beiden Tage sind jeweils 600 Erstimpfungen eingeplant», sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Donnerstag. «Das ist unsere derzeitige maximale Tages-Kapazität - immer vorausgesetzt, dass wir dafür ausreichend Impfstoff zur Verfügung haben.» BASF wolle die Zahl auf 1200 pro Tag erhöhen, wenn die nötigen Zweitimpfungen anstehen.

Maximal 4000 Mitarbeitende könnten der Impfgruppe 2 angehören. «Realistisch erwarten wir rund 2000 Mitarbeiter, die sich zur Impfung anmelden, da man auch extern einen Impftermin - beispielsweise bei einem kommunalen Impfzentrum oder Hausarzt - erhalten kann», sagte die Sprecherin. «Darüber hinaus müssen wir auch berücksichtigen, dass sich nicht jeder impfen lassen möchte.» Das Unternehmen wolle im weiteren Verlauf ebenso ein Impfangebot für Angehörige prüfen.

«Wir haben mehr als 100 Mitarbeiter, die für den Betrieb des Impfzentrums sorgen. 30 Mitarbeiter brauchen wir, um den täglichen Betrieb am Laufen zu halten», sagte die Sprecherin. Es sei also «insgesamt ein großes Team, das im Hintergrund den Betrieb stemmt».

Tübingen (dpa) *14:19 Uhr – Curevac erwartet Zulassung im zweiten Quartal und hat hohe Verluste

Das Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, noch im zweiten Quartal des Jahres eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu erhalten. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das rollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, gab das Unternehmen am Donnerstag in Tübingen bekannt.

Zugleich habe eine zusätzliche Studie einen vollständigen Schutz vor der zuerst in Südafrika aufgetauchte Virusvariante B.1.351 durch den Corona-Impfstoff CnCoV nachgewiesen, hieß es.

Das Unternehmen hat für das Geschäftsjahr 2020 erneut hohe Verluste verzeichnet. Vor Steuern lag das Minus bei 129,8 Millionen Euro nach 100,1 Millionen Euro 2019, wie Curevac mitteilte. Zum Ergebnis nach Steuern wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Verluste seien vor allem durch die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung des Corona-Impfstoffs begründet. Zum Teil seien diese durch Fördergelder etwa des Bundes ausgeglichen worden.

Der Umsatz stieg 2020 von 17,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 48,9 Millionen Euro. Den hohen Anstieg begründete das Unternehmen unter anderem mit der Zusammenarbeit mit dem Pharmaunternehmen Glaxo Smith Kline. Beide Firmen kooperieren bei Entwicklung und Vermarktung des Corona-Impfstoffs CnCoV.

Berlin (ots) *14:15 Uhr – BPI fordert stärkere Förderungfür Forschung an Arzneimitteln gegen COVID-19

„Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie haben wir immer noch zu wenige Arzneimittel, um

COVID-19 zu behandeln“, sagt Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Dabei gebe es vielversprechende Therapieansätze bei den Herstellern. Heute stellte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Erfolge der bisher geförderten Projekte und neue Förderkandidaten vor. Der Förderansatz des BMBF sei gut, aber das Volumen reiche nicht ansatzweise aus. „Wir brauchen mindestens das Zehnfache, um die Entwicklungsansätze von dringend benötigten Arzneimitteln zum Patienten zu bringen.“

Genf (dpa) *10:59 Uhr – Antibiotikaresistenzen: WHO fordert neue Mittel gegen Bakterien

Die Welt braucht im Kampf gegen resistente Bakterien dringend neue Antibiotika, aber die Entwicklung kommt nicht voran. Deshalb beleuchtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem jährlichen Bericht über den Forschungsstand zur Überwindung der Antibiotikaresistenz erstmals auch mögliche alternative Lösungen zum Kampf gegen bakterielle Infektionen, wie sie am Donnerstag in Genf berichtete.

Einige der gefährlichsten Bakterien der Welt hätten Resistenzen gegen die bekannten Mittel entwickelt. Aber keines der 43 Antibiotika, die in der klinischen Entwicklung seien, verspreche Abhilfe, warnt die WHO. Praktisch alle wirkten kaum besser als die existierenden Mittel. Es sei zu erwarten, dass die Bakterien auch gegen sie schnell resistent werden. 82 Prozent der in jüngster Zeit zugelassenen Antibiotika seien nur Varianten der bereits bekannten Mittel.

Als Alternativen beleuchtet die WHO nun 27 neue Therapieformen. Dazu gehören Versuche mit Antikörpern und mit Bakteriophagen, also Viren, die Bakterien als Wirtszelle nutzen. Forscher versuchen auch, das Immunsystem für einen besseren Kampf gegen Bakterien zu stimulieren.

Große Investoren und Pharmafirmen hätten aber geringes Interesse, weil solche Mittel keine große Rendite versprechen, wie die WHO schreibt. Sie unterstützt die Erforschung alternativer Therapien ebenso wie die Entwicklung neuartiger Antibiotika in verschiedenen Partnerschaften mit Geldgebern, Wissenschaftlern und Pharmafirmen.

14.04.2021

Amsterdam (dpa) *18:44 Uhr – EMA macht Risiko-Analyse zu Astrazenca-Impfstoff

Im Zusammenhang mit seltenen Fällen von Hirnthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung plant die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Corona-Impfstoffs. Dies teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. Überprüft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser, Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit.

Die Analyse soll dann Entscheidungshilfe für nationale Gesundheitsbehörden sein. Auf diese Weise könnten sie die Risiken des Präparats im Vergleich zu den Vorzügen für das Impfprogramm einschätzen, hieß es. Trotz einiger seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschränkt grünes Licht für den Wirkstoff. Die Vorteile des Schutzes vor Covid-19 seien höher zu bewerten als die möglichen Risiken.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *09:18 Uhr – Impfzentrum auf BASF-Firmengelände in Ludwigshafen einsatzbereit

Das Impfzentrum auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen ist nach Angaben des Chemiekonzerns einsatzbereit. Bereits am (heutigen) Mittwoch sollte mit der Corona-Schutzimpfung der Belegschaft begonnen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Die rheinland-pfälzische Landesregierung habe wöchentliche Lieferungen von Impfstoff zugesichert. Die Impfreihenfolge werde genauso eingehalten wie die Auswahl des Impfstoffs, sagte Vorstandsmitglied Michael Heinz.

Geimpft werden zunächst Mitarbeitende der BASF und von BASF-Töchtern in Ludwigshafen, die zur Impfgruppe 2 gehören, zum Beispiel aufgrund schwerer Vorerkrankungen.

Für das Impfzentrum wurde dem Unternehmen zufolge eine Multifunktionshalle umgebaut. Impfkabinen wurden eingerichtet, Laufwege gekennzeichnet, Warte- und Ruheräume definiert - alles nach Vorgaben aus Mainz. Erste Impfdosen waren am Montag eingetroffen.

Düsseldorf (dpa/lnw) *08:33 Uhr – Produktion von Desinfektionsmitteln in NRW verdreifacht

In Nordrhein-Westfalen sind im Corona-Jahr 2020 rund 26 820 Tonnen Desinfektionsmittel hergestellt worden. Das ist etwa drei Mal so viel wie im Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2010 (4100 Tonnen) habe sich die Menge mehr als versechsfacht. Grund für den starken Anstieg ist laut einer Sprecherin die Corona-Pandemie.

Schon im ersten Halbjahr 2020 sei die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den 21 nordrhein-westfälischen Betrieben ausgeweitet worden. Von Januar bis Juni 2020 seien 15 107 Tonnen hergestellt worden - fast viermal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2019: 4156 Tonnen).

13.04.2021

Leverkusen (dpa) *20:10 Uhr – Covestro hebt Gewinnprognose an

Der Kunststoffkonzern Covestro traut sich 2021 eine noch stärkere Gewinnerholung als bislang zu. Konzernchef Markus Steilemann kalkuliert laut einer Mitteilung vom Dienstagabend für das laufende Jahr mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen

(Ebitda) von 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro. Bislang hatte der Manager zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der auch für die Dividende wichtige freie operative Mittelzufluss wird nun zwischen 1,3 und 1,8 Milliarden Euro erwartet nach bislang angepeilten bis zu 1,4 Milliarden Euro.

New Brunswick (dpa) *18:22 Uhr – Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson verschiebt Europa-Start

Ein neuer Rückschlag bei den Impfungen gegen Corona droht. Wie beim Impfstoff von Astrazeneca wurden auch beim Vakzin von Johnson & Johnson spezielle Thrombosen erfasst. Die USA stoppen die Verwendung vorübergehend. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte bereits eine Untersuchung einiger Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson eingeleitet.

Der US-Pharmakonzern verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der Konzern am Dienstag mit - nur einen Tag nachdem mit der Auslieferung begonnen worden war. In der EU war der Impfstoff von Johnson & Johnson am 11. März zugelassen worden. Am Montag hatte Johnson & Johnson mit der Lieferung in die EU-Staaten begonnen. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

Wiesbaden (dpa) *12:11 Uhr – Chemie-Arbeitgeber halten Pflicht zu Testangebot für überflüssig

Die Chemie-Arbeitgeber halten die angekündigte Pflicht zum Angebot von Corona-Tests in den Betrieben für überflüssig. «Die Wirtschaft testet seit Monaten, wenn es für den Schutz unserer Mitarbeiter und die Abläufe in der Produktion nötig ist, und zwar ohne jeden gesetzlichen Zwang», erklärte der Präsident des Arbeitgeberverbandes BAVC, Kai Beckmann, am Dienstag in Wiesbaden. Er fügte hinzu: «Den Kampf gegen die Pandemie gewinnen wir nur, wenn wir dauerhaft schneller impfen. Wir gewinnen ihn nicht mit neuer Bürokratie für die Betriebe.»

Das Bundeskabinett hatte beschlossen, dass Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten verpflichtend Corona-Tests anbieten müssen, wenn sie nicht im Homeoffice arbeiten. Es handelt sich bei dem Beschluss lediglich um eine Angebotspflicht, eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Auch eine Dokumentationspflicht für die Betriebe soll es nicht geben.

Berlin/Wien (dpa) *09:16 Uhr – Impfstoffe können schnell auf Mutanten angepasst werden

Corona-Impfstoffe können nach Angaben einer Expertin recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. «Für die Entwicklung müssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen», erklärte die Präsidentin des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Renée Gallo-Daniel, der dpa. Zunächst prüften die Hersteller aber, ob die vorliegenden Impfstoffe gegen die Mutanten wirksam oder zumindest teilweise wirksam sind.

Muss ein Impfstoff adaptiert werden, handle es sich um einen neuen Impfstoff, der wieder zugelassen werden müsse, erläuterte Gallo-Daniel. «Nach der Zulassung muss dann die Produktion umgerüstet werden.» Hier stelle sich die Frage, ob die gesamte Produktion auf die neuen, angepassten Impfstoffe umgestellt werden muss oder nur ein Teil. Zu klären sei auch, ob beide Impfstoffe gespritzt werden müssen oder man komplett auf den neuen «umswitcht». Die Umstellung der Produktion dauere ebenfalls einige Wochen.

12.04.2021

Sanaa (dpa) *14:45 Uhr – Jemens Huthi-Rebellen greifen erneut Ölanlagen in Saudi-Arabien an

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben eigenen Angaben zufolge mit Drohnen und ballistischen Raketen erneut Ölanlagen und militärische Einrichtungen in Saudi-Arabien angegriffen. Die Rebellen hätten die saudischen Küstenstädte Dschidda und Dschubail mit zehn Drohnen attackiert und zudem im Süden des Landes mit fünf weiteren Drohnen und zwei ballistischen Raketen angegriffen. Das teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari am Montag mit. Sie hätten die Angriffswelle Sonntagabend begonnen und Montagfrüh beendet.

Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen. Saudi-Arabien hatte vor sechs Jahren gemeinsam mit Verbündeten einen Militäreinsatz gegen die Huthi-Rebellen begonnen. Das sunnitische Königreich sieht in ihnen einen Verbündeten seines schiitischen Erzfeindes Iran. Die Rebellen beherrschen heute große Teile des Bürgerkriegslandes, vor allem den Norden und die Hauptstadt Sanaa.

Saudi-Arabien hatte in dem Konflikt zuletzt eine sofortige Waffenruhe als Teil einer neuen politischen Initiative vorgeschlagen. Die Huthis reagierten ablehnend und forderten, Saudi-Arabien müsse sofort seine Angriffe auf das Land sowie die Blockade der See- und Luftwege beenden. Sie hatten ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien in vergangenen Wochen erneut verstärkt.

Aachen (ots) *08:28 Uhr – Grünenthal erwirbt die Mestex AG und ihren Arzneimittelkandidaten MTX-071 zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit Kniearthrose

Grünenthal hat heute die Akquisition der Mestex AG durch die Übernahme aller Aktien und Aktienoptionen bekannt gegeben. Die Mestex AG ist ein Schweizer Biotech-Unternehmen, das den innovativen Arzneimittelkandidaten MTX-071 (Resiniferatoxin) für die intraartikuläre Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Kniearthrose entwickelt. Der Arzneimittelkandidat schließt derzeit die Phase II der klinischen Entwicklung ab und steht kurz vor dem Eintritt in Phase-III-Studien. Erste Daten zeigten eine lang anhaltende und signifikante analgetische Wirkung und funktionelle Verbesserungen im Vergleich zu Placebo (Kochsalzinjektion), sowie ein günstiges Sicherheitsprofil.

Grünenthal bereitet derzeit zwei zulassungsrelevante Phase-III-Studien vor, in denen die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von MTX-071 bei Patienten mit Schmerzen im Zusammenhang mit Kniearthrose untersucht werden. Die Studien werden 2021 beginnen und sind Teil eines globalen Entwicklungsprogramms, das darauf abzielt, die Voraussetzungen für eine Zulassung in der EU, den USA, Japan und China zu schaffen. Der Wirkmechanismus des Arzneimittelkandidaten ist durch klinische Studien mit anderen TRPV1-Agonisten gut validiert.

09.04.2021

Washington (dpa) *20:10 Uhr – Biontech und Pfizer wollen Impfstoff ab 12 Jahren einsetzen

Die Hersteller Pfizer und Biontech wollen ihren Corona-Impfstoff in den USA künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer am Freitag. Ähnliche Anträge sollen «in den kommenden Tagen» weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, hieß es weiter. Bislang ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen.

Eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, hieß es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen. Die Gesundheit der knapp 2300 Teilnehmer der Studie in den USA würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet, hieß es weiter. Bei den Jugendlichen, die im Rahmen der Studie eine Placebo-Impfung erhielten, wurden demnach 18 Corona-Erkrankungen festgestellt, aber keine einzige bei den 1131 mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpften Personen.

Die Hersteller haben auch bereits eine klinische Studie für Babys ab sechs Monaten und jüngere Kinder begonnen. US-Experten rechnen jedoch nicht vor Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung eines Impfstoffs für diese Altersgruppe. Die in den USA ebenfalls eingesetzten Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson sind bislang nur für Erwachsene zugelassen. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern sind inzwischen gut 25 Prozent der rund 260 Millionen Erwachsenen vollständig geimpft. US-Präsident Joe Biden hat versprochen, dass bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land ist.

07.04.2021

Hamburg (dpa) *15:29 Uhr – Beiersdorf startet mit Wachstum ins neue Geschäftsjahr

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf ist im ersten Quartal stärker gewachsen als erwartet. Dabei profitierten die Hamburger von einem deutlichen Plus bei ihrem Klebstoffgeschäft Tesa, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Vorläufigen Zahlen zufolge stiegen die Umsätze in den ersten drei Monaten organisch um 6,3 Prozent auf 1,945 Milliarden Euro. Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe sind dabei herausgerechnet. Im Vorjahr hatten die Umsätze bei 1,91 Milliarden Euro gelegen.

Während das Hautpflegegeschäft des Nivea-Herstellers um 2,7 Prozent zulegte, verbesserte sich das Klebstoffgeschäft dank einer robusten Nachfrage der Elektronik- und der Autoindustrie um 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liege die Entwicklung über den Erwartungen des Kapitalmarktes, so Beiersdorf.

Die Jahresprognose behielt Beiersdorf bei und begründete dies mit den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Für 2021 erwartet der Konzern unter anderem ein positives Umsatzwachstum in beiden Unternehmensbereichen sowie auf Konzernebene. Am 28. April will Beiersdorf die detaillierten Zahlen vorlegen.

Vor Beiersdorf hatte bereits der Düsseldorfer Konkurrent Henkel dank des starken Klebstoffgeschäfts von einem robusten Umsatzwachstum berichtet. Bei Beiersdorf trägt allerdings das Konsumentengeschäft den Löwenanteil zum Umsatz bei, das Klebstoffgeschäft ist vergleichsweise klein.

Pointe-à-Pierre (dpa) *15:03 Uhr – Explosion in Raffinerie in Trinidad und Tobago

Im Westen von Trinidad hat sich eine Explosion in einer Raffinerie ereignet. Eine große Rauchwolke stieg über der Anlage des Unternehmens Niquan Energy nahe Pointe-à-Pierre auf, wie die Zeitung «Daily Express» am Mittwoch berichtete. Die Druckwelle sei auch in den umliegenden Ortschaften zu spüren gewesen.

Verletzte habe es nicht gegeben, teilte das Sicherheitsministerium des Karibikstaats mit. Feuerwehrleute brachten den Brand demnach unter Kontrolle. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Energieminister Franklin Khan kündigte eine Untersuchung an.

Erst Anfang März hatte Premierminister Keith Rowley die Raffinerie von Niquan Energy eröffnet. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um die erste kommerzielle Anlage dieser Art in der westlichen Hemisphäre. Über ein spezielles Verfahren wird aus Erdgas synthetischer Diesel und synthetisches Benzin gewonnen. Sie verfügen über bessere Abgaswerte als herkömmliche Kraftstoffe.

04.04.2021

Washington (dpa) *14:39 Uhr – Rückschlag für Astrazeneca: US-Produktionsstätte geht an Konkurrenz

Astrazeneca hat in den USA eine Produktionsstätte für seinen Corona-Impfstoff an den Konkurrenten Johnson & Johnson verloren. Der US-Pharmakonzern teilte mit, Johnson & Johnson werde nun die «volle Verantwortung» für die Produktionsstätte des Auftragsherstellers Emergent Biosolutions im Bundesstaat Maryland übernehmen. Dort wurde bislang auch der Corona-Impfstoff von Astrazeneca hergestellt, der in den USA noch nicht zugelassen ist. Die Firma erklärte, man werde mit der US-Regierung kooperieren, um eine alternative Produktionsstätte für den US-Markt zu finden.

Die Zeitungen «New York Times» und «Washington Post» berichteten am Wochenende, dass die Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt hatte, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort jüngst Millionen Impfdosen des Herstellers entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren. Johnson & Johnson hatte am Mittwoch nur mitgeteilt, dass ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden habe.

Das Unternehmen betonte nun, es werde weiter am Ziel festgehalten, der US-Regierung bis Ende Mai 100 Millionen Dosen des Impfstoffs zu liefern. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der schon nach einer Spritze seine volle Wirksamkeit entfaltet, spielt eine wichtige Rolle für US-Präsident Joe Bidens Versprechen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle erwachsenen Amerikaner zu haben. Das Präparat von Astrazeneca hingegen ist noch nicht zugelassen und dürfte daher für die rasch fortschreitende Impfkampagne zunächst keine Rolle spielen. Die USA haben rund vier Millionen bereits produzierte Dosen von Astrazeneca an die Nachbarländer Mexiko und Kanada weitergegeben.

Die Produktionsstätte von Emergent Biosolutions in Baltimore ist noch nicht von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den Corona-Impfstoff zugelassen worden. Johnson & Johnson erklärte, man werde sich nun weiter bei der FDA um die Zulassung bemühen. Es blieb zunächst unklar, über welche Produktionskapazität der Standort verfügt. Anfragen zu dem Vorgang bei Emergent Biosolutions und dem US-Gesundheitsministerium blieben am Sonntag zunächst unbeantwortet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Donnerstag erklärt, die Produktionsprobleme in dem Werk dürften nach bisherigem Kenntnisstand keine Auswirkung auf Astrazeneca-Lieferungen nach Europa haben. Nach einer Auflistung des Gesundheitsministeriums vom 22. März erwartet Deutschland im nun laufenden zweiten Quartal rund

10 Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson.

01.04.2021

Hamburg (dpa/lno) *16:20 Uhr – Beiersdorf hofft nach seinem Abstieg aus der Topliga der Deutschen Börse auf einen raschen Wiederaufstieg. Die Chancen stehen nicht schlecht, schließlich wird der Dax von 30 auf 40 Werte erweitert.

Der Hamburger Konsumgüter- und Kosmetikhersteller Beiersdorf hofft nach seinem Abstieg aus der Topliga der Deutschen Börse auf eine rasche Rückkehr in den Ende des Jahres auf 40 Werte erweiterten Dax.

Beiersdorf war im März nach gut zwölf Jahren im Deutschen Aktienindex Dax durch das Energietechnik-Unternehmen Siemens Energy ersetzt worden und ist nun im MDax der mittelgroßen Börsenwerte. Der Konzern sieht sich selbst mit einem Unternehmenswert von rund 20 Milliarden Euro im sicheren Mittelfeld der Dax-30-Skala. Er sei aber dennoch ausgeschieden, weil der Gesamtwert der frei handelbaren Aktien – 39 Prozent des Aktienbestands – nicht mehr unter den Top 30 liege, sagte Finanzvorstand Astrid Hermann.

Bereits Mitte Februar hatte Beiersdorf seine Geschäftszahlen für das Corona-Jahr 2020 vorgelegt. Danach schrumpfte der Umsatz im Vergleich zu 2019 um 8,2 Prozent auf 7,025 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn brach um 19,3 Prozent auf 636 Millionen Euro ein.

Zürich/Schweiz; Moskau/Russland (ots/PRNewswire) *13:16 Uhr – Acino schließt die Übernahme eines ausgewählten Portfolios von verschreibungspflichtigen pharmazeutischen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln der Ilmix Group Unternehmensgruppe in Russland ab

Acino gab heute den Abschluss der Übernahme eines ausgewählten Markenportfolios von der Ilmix Group Unternehmensgruppe in Russland bekannt. Die Transaktion umfasst acht verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel in den Bereichen Gynäkologie, gynäkologische Onkologie, Urologie und Dermatologie. Die Parteien schlossen zudem Herstellungs- und Liefervereinbarungen ab, wonach Mirax Bio Pharma, ein Unternehmen der Ilmix Group, die Produkte in Russland weiterhin im Auftrag von Acino herstellen wird, was einen ununterbrochenen Zugang zu den Patienten gewährleistet. Mit dieser Akquisition erhöht Acino seinen Marktanteil in Russland weiter und erreicht über 10 % in den adressierbaren Marktsegmenten und schafft es in die Top-65-Liste der Pharmaunternehmen.

Marburg (dpa) *12:17 Uhr – Spahn: Marburger Biontech-Werk „Meilenstein“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Impfstoff-Produktion im neuen Werk des Mainzer Unternehmens Biontech als „Meilenstein“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. Das Präparat von Biontech und seines US-Partners Pfizer spiele eine wichtige Rolle: „75 Prozent unseres bisherigen Impferfolges ist auch Biontech zu verdanken“, sagte Spahn am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting. Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Impfdosen stammten demnach 10,3 Millionen von Biontech, weitere um die 40 Millionen Dosen würden nach bisheriger Planung im zweiten Quartal erwartet.

Der Minister sah in der Inbetriebnahme des Werkes auch einen Startpunkt für Deutschland als „Impfstoff-Hub“: „Wir wollen gerne mRNA-Hub werden auch für die Welt und für Europa.“ Da sei die Produktionsstätte in Marburg ein wichtiger Schritt.

Biontech hatte vor wenigen Monaten die Marburger Betriebsstätte vom Pharmakonzern Novartis übernommen und für die Herstellung des mRNA-Impfstoffes umgerüstet. Rund zwei Monate nach dem Produktionsbeginn sollen in diesen Tagen die ersten Lieferungen das Gelände verlassen und zum Abfüllen und Etikettieren ins Werk von Partner Pfizer im belgischen Puurs gebracht werden.

Bouffier sagte mit Blick auf das Tempo beim Umbau und der behördlichen Zulassung: Marburg sei ein gutes Beispiel dafür, „dass es auch in Deutschland gelingen kann und muss, schneller zu werden, ohne dass man bei der Qualität Abstriche macht“.

Spahn betonte, es sei wichtig, auch im kommenden Jahr ausreichend Impfstoffe zur Verfügung zu haben – falls Dosen zur Auffrischung nötig werden oder Impfstoffe an Coronavirus-Varianten angepasst werden müssen. „Wir wollen und werden uns auch über 2021 hinaus entsprechende Kapazitäten sichern“, sagte er.

Tübingen (dpa) *08:26 –Curevac: Zu Beginn der Impfstoff-Entwicklung fehlte uns das Geld

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat das lange Warten auf die EU-Zulassung des eigenen Corona-Impfstoffs auch mit Finanzierungsproblemen beim Entwicklungsstart begründet. Die mangelnden finanziellen Möglichkeiten zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 seien für Curevac ein Problem gewesen, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas der Stuttgarter Zeitung. „Wir hatten am Anfang nicht die Möglichkeit, Zulieferer vorweg zu bezahlen und erforderliche Geräte sowie Materialien zu reservieren, das heißt große Investitionen zu tätigen.“ Erst mit Verspätung sei Geld in die Kasse gekommen – etwa durch Finanzierungsrunden, einen dreistelligen Millionen-Zuschuss des Bundesforschungsministeriums und den Börsengang.

Haas betonte, man hätte „schneller sein können, wenn wir die Mittel früher gehabt hätten“. Als Gegenbeispiel führte er das US-Biotech-Unternehmen Moderna an, das mit seinem Corona-Impfstoff schon lange auf dem Markt ist. Moderna habe in den USA bereits früh eine Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt bekommen. „Die US-Regierung hat Moderna große Freiheiten gelassen nach dem Motto: Fangt an, den Impfstoff zu entwickeln, wir wissen, es kann auch scheitern, aber wir müssen anfangen. Bei Curevac mussten wir erst einmal Finanzierungsrunden durchführen, um dahin zu kommen“, sagte Haas. „Da geht es um hohe dreistellige Millionenbeträge, die eine Biotech-Firma wie wir nicht so einfach zur Verfügung hatte.“

Curevac geht inzwischen davon aus, Anfang Juni die EU-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu bekommen. „Es ist aber schwer, das genau zu terminieren, weil es von unterschiedlichen Kriterien abhängt“, sagte Haas. Momentan läuft eine bereits fortgeschrittene Studie in Europa und Lateinamerika mit rund 35 000 Teilnehmern zur Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten.

London/UK; Belgrad/Serbien (ots/PRNewswire) *07:03 Uhr –Frontier Pharma und Baystone Group schließen die Übernahme von Zdravlje, einem Hersteller hochwertiger Arzneimittel in Serbien, ab.

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