Energie-Management Aprol mit Energie-Monitoring-Tool und Controller-Redundanz erweitert

Autor / Redakteur: Gerd Kielburger / Wolfgang Ernhofer

Die mit den Folgen der Energiewende einhergehenden Herausforderungen an die Energieverteilung und Umwandlungen erfordern eine höchstmögliche Transparenz durch Energiemanagement und Energie-Monitoring. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat B&R sein Prozessleitsystem Aprol mit erweiterten Funktionen für die energieintensive Prozessindustrie ausgestattet und scheint auch aufgrund geeigneter Migrations-Werkzeuge auf einem guten Weg.

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Mit Energie-Monitoring-Tool und Controller-Redundanz erweitert B&R sein Prozessleitsystem Aprol.
Mit Energie-Monitoring-Tool und Controller-Redundanz erweitert B&R sein Prozessleitsystem Aprol.
(Bild: B&R)

Energie-Management-Systeme haben in Zeiten der Energiewende – spätestens aber seit Veröffentlichung der Energiemanagement-Norm ISO 50001 im Sommer dieses Jahres – Hochkonjunktur. Vor allem in der energieintensiven Prozessindustrie hat man längst erkannt, dass durch die Erhöhung der Energieeffizienz signifikante Einsparungen erzielt werden können, zumal die Energiepreise seriösen Schätzungen zufolge bis 2020 um mindestens 20 Prozent steigen werden.

Als Teil seines auf Linux basierten Aprol-Prozessleitsystems – oder alternativ auch als Stand-alone-Lösung nutzbar – hat B&R eine umfangreiche Energie-Monitoring-Lösung entwickelt, welche die Einhaltung der ISO 50001 unterstützt. Mit dem System lassen sich nach Aussage von Martin Reichinger, Business Manager Process Automation bei B&R, alle gängigen Energiearten wie Elektrizität, Heizgas, Heizöl, Dampf, Wärme, Druckluft, Wasser und andere Medien (einschließlich erneuerbarer Energien) erfassen und bewerten.

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Kritische Prozesse darstellen

Das Programm unter dem Namen EnMon ist Template-basierend und lässt sich leicht in Betrieb nehmen. Das Dashboard zeigt alle Reporte mit übersichtlichen Diagrammdarstellungen sowie einen Spitzenlast-/Bedarfsanalyse-Report als Worst-Case-Analyse, der transparent versteckte Gefahren darstellt, etwa dann, wenn alle Geräte gleichzeitig den höchsten Verbrauch abnehmen.

Bereits auf der diesjährigen Achema hat sich B&R als Vollanbieter von Prozess- und Steuerungstechnik mit diesen Neuheiten präsentiert. Mit neuen Funktionen auf der Leitebene hat das Unternehmen sein Portfolio im Bereich der Prozessautomatisierung ergänzt. So werden kritische Prozesse zukünftig auch durch eine leistungsfähige Controller-Redundanz innerhalb von Millisekunden sichergestellt. Zudem ermöglicht die erweiterte Prozess-Bibliothek „Advanced Process Control“ komplexe Regelalgorithmen durch Verwendung prädiktiver Regler. Die neu implementierte Programmiersprache „Sequental Function Charts“ erweitert zudem die Batch-Verarbeitungsmöglichkeiten der Aprol-Prozessleittechnik.

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