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Anlagenbau wieder im Aufwind?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Kommt für den deutschen Anlagenbau nach einem schweren Jahr die Morgenröte? Aktuelle Berichte und Zahlen aus der Anlagenbau-Datenbank GROAB zeigen einen Aufwärtstrend.
Kommt für den deutschen Anlagenbau nach einem schweren Jahr die Morgenröte? Aktuelle Berichte und Zahlen aus der Anlagenbau-Datenbank GROAB zeigen einen Aufwärtstrend. (Bild: Photo by courtesy of AMEC)

2013, ein Jahr für Ausrüster und Anlagenbauer? Nach der reinen Projektanzahl in GROAB – unserer Datenbank für den weltweiten Großanlagenbau – war es ein erfolgreiches Jahr. Weltweit geschlossene Freihandelsabkommen erleichtern den internationalen Absatz. Und aus dem krisengeschwächten europäischen Markt kommen wieder mehr Aufträge.

Nach dem Krisenjahr 2012 scheint es für den deutschen Anlagenbau wieder bergauf zu gehen. Wo die Unternehmen im Vorjahr einen Auftragsrückgang um 18 % auf 20,5 Milliarden Euro verdauen mussten, lief das Geschäft 2013 langsam wieder an. Besonders der europäische Markt, der für den Einbruch verantwortlich war, konnte zulegen. Nach der Regierungsbildung erhoffen sich u.a. Kraftwerksbetreiber und energieintensive Unternehmen Planungssicherheit.

Montage und Turn-Key-Kompetenz werden immer wichtiger

Die Anlagenbau-Datenbank GROAB weist für das letzte Jahr 540 neue Bauprojekte aus. Ein Trend ist erkennbar, den die im VDMA organisierten Anlagenbauer bestätigen: Die Märkte in Asien und im pazifischen Raum können immer noch Goldgruben für deutsche Technologieführer sein. Nach wie vor wird fast jede zweite Anlage dort gebaut. Nutzer der Onlineplattform GROAB finden für das Jahr 2013 242 neue Projekte – also etwa 45 % aller Anlagen – auf dem asiatischen Kontinent.

Auf Europa entfallen gut ein Fünftel aller Bauprojekte. Australien und Ozeanien würden mit 2,4 % kaum eine Rolle spielen, wenn nicht die großen LNG-Anlagen wären. Ähnlich steht es um Afrika und Südamerika, die mit jeweils knapp 6 % aller Projekte von Großanlagen in Nordafrika und dem anhaltenden Industrieaufschwung in Brasilien profitieren.

In den Schwellenländern ist es laut VDMA besonders wichtig, mehr Leistungen wie Montage, Turn-Key-Kompetenz etc. erbringen zu können. Darauf müssen sich Unternehmen aus Deutschland einstellen, wenn sie im internationalen Wettbewerb bestehen wollen. Die neue Konkurrenz aus Asien drückt gehörig die Preise, dem gegenüber sind viele deutsche Anlagenbauer nach wie vor Technologieführer und in Marktsegmenten wie dem Chemie-Großanlagenbau erfahren.

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