Kalibrierung

Analysesysteme richtig kalibrieren

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Automatische Kalibrierung

Die beste Art der Kalibrierung ist diejenige, bei der ein automatisches System regelmäßiger Überprüfungen mit statistischer Prozesskontrolle verwendet wird. Als Überprüfung wird der Prozess bezeichnet, bei dem in regelmäßigen Zeitabständen geprüft wird, ob sich das Analysesystem innerhalb oder außerhalb der Zielwerte befindet. Bei einer Überprüfung wird eine Messung vorgenommen und diese aufgezeichnet. Es handelt sich um den gleichen Prozess wie bei der Kalibrierung, mit dem Unterschied, dass keine Korrektur vorgenommen wird. Bei einem automatisierten System wird die Überprüfung in regelmäßigen Zeitintervallen vorgenommen, in der Regel einmal täglich. Anschließend wird das Ergebnis auf Probleme untersucht, die eine Anpassung oder Neukalibrierung erfordern.

Das System ist tolerant gegenüber unvermeidlichen Schwankungen nach oben oder unten, wenn jedoch ein sich nicht selbst korrigierender gleich bleibender Trend festgestellt wird, wird der Anwender gewarnt, dass das System fundamental falsche Werte liefern könnte. Dies ist auch der große Vorteil einer automatisierten Kalibration gegenüber der nicht-automatisierten Variante. Hier ist die Gefahr gegeben, dass der Anwender zu häufig eingreift, selbst wenn die Abweichung des Systems lediglich ein Prozent beträgt.

Schlussfolgerung

Die Kalibrierung ist ein wichtiger Prozess und eine unabdingbare Voraussetzung für analytische Systeme. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass dieser Prozess ordnungsgemäß ausgeführt wird. Der Anwender muss wissen, dass das Kalibriergas am besten mithilfe einer Ablassventilkonfiguration in das System geleitet wird, sodass mögliche Kreuzkontaminationen weitgehend ausgeschlossen werden. Außerdem sollten atmosphärische Schwankungen in den Gasanalysesystemen durch Regler für den absoluten Druck kontrolliert werden. Darüber hinaus müssen sich Anwender der Einschränkungen der Kalibrierung bewusst sein: Sie müssen wissen, welche Probleme durch die Kalibrierung behoben werden können und welche nicht. Außerdem müssen auch Konfigurationsänderungen des Analysesystems beachtet werden, da durch unvollständige Daten zusätzliche Fehler entstehen können. Wenn das Analysesystem regelmäßig durch ein automatisiertes System überprüft und immer dann ordnungsgemäß kalibriert wird, wenn dies durch eine statistische Analyse gerechtfertigt ist, wird die Kalibrierung ihre Aufgabe erfüllen. Somit ist gewährleistet, dass das Analysesystem genaue Messungen liefert.

*D. Nordstrom und T. Waters, Swagelok Co., Solon/USA

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