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Wertschöpfung in der Chemieindustrie

AMS sorgt für stärkeres Wachstum in der Chemieindustrie

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Advanced-Materials-Systeme (AMS) eröffnen Chemieunternehmen neue Perspektiven abseits der reinen Produktvermarktung.
Advanced-Materials-Systeme (AMS) eröffnen Chemieunternehmen neue Perspektiven abseits der reinen Produktvermarktung. (Bild: BASF)

Fokussierung auf marktgerechte Lösungen an Stelle von neuen Materialien als Trend. Hierbei sind die Marktanforderungen die vornehmlichen Treiber: Mit dem Advanced-Materials-System (AMS) wurde ein neuer Ansatz entwickelt, um den wertschöpfenderen und profitableren Weg als Lösungsanbieter und Systemintegrator zu erschließen.

Frankfurt/München – Existierende Materialien, entsprechende Prozesstechnologien und Geschäftsmodelle werden beim AMS intelligent zu neuen Systemen und Lösungen kombiniert, die zusätzlichen Wert generieren und von den Märkten nachgefragt werden. Dies erfordert auch eine gezielte Ausrichtung des Innovationsmanagements, das sich oft nicht mehr nur innerhalb der einzelnen Unternehmen abspielt.

Der aktuelle Deloitte-Report „Reigniting Growth – Advanced Materials System“, der rund 6000 Unternehmen der verarbeitenden Industrie analysiert, belegt, dass solche Lösungsanbieter und Systemintegratoren einen fast eineinhalbmal höheren Return on Net Assets (RONA) als reine Anbieter von Materialien vorweisen können.

System Level Design

„Gerade die Chemieindustrie schafft viel Wert durch neue Materialien; nur gibt die Branche aufgrund der traditionellen Limitierung auf diese einen wesentlichen Teil dessen an die nachfolgenden Verarbeitungsstufen ab. Eine Antwort kann das sogenannte ‚System Level Design‘ sein als Grundlage für Entwicklung und Vermarktung von funktionalen Lösungen, für die nicht erst ein entsprechender Markt gefunden und geschaffen werden muss“, erklärt Kai Göbel, Director Manufacturing bei Deloitte.

Material, Prozesse und Geschäftsmodelle

Die Marktanforderungen an die Chemieindustrie haben sich stark verändert: Kunden der nächsten Wertschöpfungsstufe bis hin zum Endkunden erwarten ein besseres Verständnis der echten Bedürfnisse, einen konkreten Lösungsbeitrag dazu oder gar komplette Lösungen. Die Zukunft der Chemieindustrie liegt nicht mehr nur in der Entwicklung neuer Materialien, sondern in der Entwicklung von Systemen und Lösungen durch die marktgerechte Kombination von Werkstoffen, Prozesstechnologien und Geschäftsmodellen – den Advanced-Materials-Systemen. Dies schafft bessere Voraussetzungen, um einen höheren Wertschöpfungsbeitrag vereinnahmen zu können.

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