Worldwide China Indien

Engineering

Alles aus einer Hand: Anlagenbau ohne störende Schnittstellen „Made in Germany“

| Autor: Dr. Jörg Kempf

Rundum-sorglos-Paket

Tim Henkel weiß: „Mit der Kombination aus ingenieurtechnischen Dienstleistungen und Technologie-Kompetenz können wir ganz anders auftreten und uns von anderen Anbietern abgrenzen.“ Entsprechend sehe man sich auch nicht im Wettbewerb mit großen asiatischen oder amerikanischen Turnkey-Anlagenbauern. Im Gegenteil – als Technologie-Provider sei man hier als Partner gefragt. Jens Henkel ergänzt: „Uns zeichnet aus, dass wir Technologie mit Engineering verkaufen, das Engineering aber nicht soweit ausarbeiten, dass wir unwirtschaftlich werden. Das ist der Unterschied!“

Im Rahmen des Pre-Engineering, Basic-Engineering und Detail-Engineering bietet EPC als Generalplaner oder mit der kompletten Anlagenlieferung als Generalunternehmer die Realisierung des Gesamtprojektes an. Tim Henkel beschreibt den Anspruch als „Rundum-Sorglos-Paket“-Anbieter wie folgt: „Wir wollen nicht nur das Process-Design-Package abliefern und den Kunden dann alleine im Regen stehen lassen.“

So werden alle Vor-Ort-Leistungen für die nötige Infrastruktur in das Gesamtprojekt integriert. EPC übernimmt neben der Planung und Lieferung der technologischen Hauptausrüstungen auch die Planungsleistungen für die Infrastruktur, Medienversorgung, die Bauplanung, die Nebenanlagen, Leitsysteme sowie Rohrleitungen, Energieoptimierung/-management, die Finanzierungsplanung und überwacht die lokalen Auftragnehmer.

Dieses „Functional Turnkey“, wie man den erweiterten EPCM- Ansatz bei der EPC Group nennt, habe sich vor allem im Auslandsgeschäft als besonders vorteilhaft hinsichtlich der Projektkosten erwiesen, erklärt Tim Henkel. „Wir merken das z.B. bei chinesischen Design-Instituten. Wenn diese Ansprechpartner haben, die Engineering verstehen, verkürzt dies u.a. enorm die Prozesse, Reibungsverluste werden minimiert.“

In Zeiten, in denen die Banken zunehmend vorsichtig geworden sind, sei zudem eine gute Investitionsplanung, die die Rohstoff- und Energiepreise, Personalkosten und Anlagenkosten berücksichtigt, ganz entscheidend, betont Nadine Henkel. Solch eine seriöse konzeptionelle Ausarbeitung, die bei Projekten von 50 Millionen Euro aufwärts drei bis vier Monate in Anspruch nimmt, würde in bis zu 70 Prozent der Fälle auch zum Erfolg führen. „Und die Banken akzeptieren diese Vorprojekte als Entscheidungsgrundlage“, so Nadine Henkel.

„Made in Germany“

Wenn es um Key Equipment, also prozesskritische Ausrüstung für Projekte geht, setzt EPC übrigens ganz auf „Made in Germany“. „Das muss so sein“, ist Jens Henkel überzeugt und hält in diesem Zusammenhang nichts vom Trend zum Global Sourcing. „Schließlich handelt es sich um Ausrüstungen, die zehn, zwanzig Jahre ununterbrochen ohne Ausfall arbeiten sollen.“ Und die Nachfrage gibt ihm recht: „Wir beobachten bei vielen Kunden eine Umkehr vom reinen Preis-Denken hin zum Qualitätsbewusstsein.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44954528 / Engineering)