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Ölpreisverfall Alles auf Stopp – Shell gibt kanadisches Milliardenprojekt auf

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

80.000 Barrel Öl pro Tag sollte das Ölsand-Projekt Carmon Creek in Kanada dem Ölriesen bescheren. Jetzt hat Shell das Projekt eingestellt. Das Vorhaben sei angesichts der niedrigen Ölpreise nicht mehr konkurrenzfähig, heißt es.

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The Hague, Niederlande – Shell hatte das Projekt im Oktober 2013 auf den Weg gebracht und erst im März dieses Jahres bekannt gegeben, dass es neu abgestimmt würde, um den Marktabschwung auszunutzen und Engineering und diverse Verträge zu optimieren.

Jetzt verkündete Vorstandschef Ben van Beurden das Ende des Projekts in der kanadischen Provinz Alberta. „Wir stellen alle unsere längerfristigen Upstream-Optionen weltweit auf den Prüfstand, was zu Änderungen in unserem Portfolio-Mix führt.“ Kosten und Risiken müssten angesichts der niedrigen Ölpreise bewältigt werden, dies führe zu harten Entscheidungen, so der Konzernchef.

Bereits Ende September hatte Shell Probebohrungen vor der Küste Alaskas eingestellt. Als Gründe nannte das Unternehmen mangelnden Erfolg und zu hohe Kosten.

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