Compoundieranlage Allergenfreie Produkte dank moderner Compoundieranlage

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Gabriele Ilg

Vitaminisierte Joghurt-Shakes, saure Milchgetränke mit Mineralstoffzusatz oder Milchprodukte mit Omega-3-Fettsäuren sind beim Verbraucher gefragt. Die sensiblen Produkte benötigen jedoch eine besondere Behandlung. Daher kommen zunehmend Anlagen aus der Pharmaindustrie zum Einsatz.

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Anspruchsvolle Technik für sensible Produkte – in diesem Mischer in Pharmaausführung werden Rohstoffe für Babynahrung oder Diäten zusammengestellt.
Anspruchsvolle Technik für sensible Produkte – in diesem Mischer in Pharmaausführung werden Rohstoffe für Babynahrung oder Diäten zusammengestellt.
( Bild: SternVitamin )

Baby-Nahrung, OTC-Rohstoffe oder bilanzierte Diäten sind besonders anspruchsvoll, dies schlägt sich auch in der Herstellung der Produkte nieder. Die essentiellen Mikronährstoffe müssen unter maximaler Produktschonung, Reinheit, Rezepturtreue und Prozesssicherheit gemischt und abgefüllt werden. Aus diesem Grund compoundiert SternVitamin seine Rohstoffe seit kurzem auf einer Containermischanlage, die Pharma-Niveau aufweist und optimal auf das Veredeln und Abfüllen von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ausgerichtet ist. Vier Millionen Euro hat die Firmengruppe in den autarken Betriebsbereich investiert. „Mit der neuen Anlage begegnen wir höchsten Contract-Manufacturing-Anforderungen, wie sie beispielsweise an Nahrungsergänzungsmittel, Grundstoffe für freiverkäufliche Medikamente oder auch angereicherte Säuglings- und Kleinkindnahrung gestellt werden“, erklärt Geschäftsführer Lennart Kutschinski.

Aufgeteilt in drei verschiedene Hygienebereiche, erfüllt die neue Anlage durch ihre bauliche und technische Ausstattung hohe Reinheitsansprüche. Die Chargenverfolgung ist exakt trennbar und der gesamte Prozess voll validierfähig. Zudem schließt die neue Anlage Cross-Kontaminationen vollständig aus – eine Grundvoraussetzung u.a. für die Produktion allergenfreier oder trägerstofffreier Compounds. „Beispielsweise wird so in der Fruchtsaftindustrie die Gefahr einer unerwünschten Trübung durch kleinste Mengen des Trägerstoffs Stärke in klarlöslichen Getränken vermieden“, erläutert Kutschinski. Gemischt wird im schonenden Freifall-Verfahren, der Luftausschluss während des gesamten Herstellungsprozesses macht die Premixe besonders stabil und gut löslich.

Premixe in flüssiger Form

Zusätzlich hält SternVitamin für seine Kunden ein weiteres Compoundierungs-Angebot bereit. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K sowie Beta-Carotin werden seit Kurzem auch als Premix in öliger Form offeriert. Dafür hat die Unternehmensgruppe in eine neue Flüssigkeits-Mischanlage investiert, auf der Vitamin-Öl-Gemische z.B. in 5-Liter-Einheiten abgefüllt werden können. Einsatz finden derartige „oily blends“ nicht nur in Margarine und Speiseöl, sondern zunehmend auch in Milcherzeugnissen. Beide Investititonen sollen dafür dienen, neue Konzepte für Mikronährstoffe zu entwickeln und weitere Anwendungsbereiche zu erschließen.

Die Autorin ist redaktionelle Mitarbeiterin bei PROCESS.

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