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Spezialchemie Akzo Nobel lehnt Übernahmeangebot von PPG ab

| Redakteur: MA Alexander Stark

Akzo Nobel hat bestätigt, dass es vergangene Woche ein unaufgefordertes und unverbindliches Übernahmeangebot von PPG Industries aus den USA abgewiesen hat.

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Akzo Nobel ist ein weltweiter Hersteller von Beschichtungen und Spezialchemikalien.
Akzo Nobel ist ein weltweiter Hersteller von Beschichtungen und Spezialchemikalien.
(Bild: Akzo Nobel)

Amsterdam/Niederlande – PPG hatte angeboten, die ausgegebenen Aktien von Akzo Nobel für je 54 Euro in bar sowie 0,3 Aktien von PPG zum Stichtag am 28. Februar 2017 zu kaufen. Dies entspräche einem Wert von 83 Euro je Aktie und damit einem Kaufpreis von insgesamt etwa 20,6 Milliarden Euro.

Ton Büchner, CEO von Akzo Nobel erklärte dazu: „Das unaufgeforderte Kaufangebot von PPG stellt eine drastische Unterbewertung unseres Unternehmens dar und beinhaltet ernsthafte Risiken und Unsicherheiten. Das Angebot ist nicht im Interesse der Stakeholder, einschließlich unserer Aktionäre, Kunden und Angestellten. Deshalb habe wir das Angebot einstimmig abgelehnt. Gemeinsam mit meinen Kollegen in den Unternehmensgremien, unserem Führungsteam und tausenden Angestellten bin ich der Auffassung, dass sich das volle Potenzial am besten innerhalb des Unternehmens selbst entfalten kann. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wollen auch weiterhin die Möglichkeit haben vor Ort in Forschung und Entwicklung sowie in Innovationen und Nachhaltigkeit investieren zu können.“

Als Teil der strategischen Unternehmensentwicklung wägt der Spezialchemiekonzern nun stattdessen unterschiedliche Möglichkeiten für ein alternativen Eigentümerstruktur des Geschäftszweigs Speciality Chemicals ab. Dazu gehört auch die Option, Speciality Chemicals als eigenständiges Unternehmen an der Börse zu notieren.

Dieser Geschäftsbereich hatte 2016 einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro verbucht und verfügt über ein breit aufgestelltes Portfolio an Technologien und Chemieprodukten, die in zahlreichen Endverbrauchersegmenten wie dem Bau, der Industrie und bei Konsumgütern verwendet werden.

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