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Pharmabranche Aktuelle Branchenzahlen des VFA und des Statistischen Bundesamtes

Redakteur: Marion Henig

25 000 Besucher kamen vom 18. bis 21. September zur Internationalen Pharmazeutischen Fachmesse Expopharm. Anlässlich der Messe wurden auch die aktuellen Exportzahlen und Forschungsinvestitionen der Pharmabranche bekannt gegeben: Die Forschungsinvestitionen steigen weiter, ebenso die Bedeutung des Export-Geschäfts.

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Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA: „Der überragende Erfolg im Export kommt der deutschen Außenhandelsbilanz zugute.“
Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA: „Der überragende Erfolg im Export kommt der deutschen Außenhandelsbilanz zugute.“
( Bild: VFA )

München – Die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland haben 2007 mit 4,52 Milliarden Euro eine neue Rekordsumme in Forschung und Entwicklung investiert. Dies geht aus dem Branchenbericht „Statistics 2008“ hervor, den der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) zur Expopharm veröffentlicht hat. Die Zahl der Mitarbeiter im Bereich F&E stieg auf 17 000. 31 neue Zulassungen hat der VFA 2007 verzeichnet. Und die Pipelines der Unternehmen sind gut gefüllt: Über 350 neue Produkte, die Chancen haben, bis 2011 zugelassen zu werden, befinden sich zurzeit in der Forschung und Entwicklung.

Pharmazeutische Erzeugnisse: Export steigt, Import sinkt

Die Produktion pharmazeutischer Erzeugnisse in Deutschland wurde 2007 um über zehn Prozent gesteigert. 56,5 Prozent der in Deutschland produzierten Arzneimittel werden exportiert – 1995 waren es noch 35 Prozent. „Der überragende Erfolg im Export kommt der deutschen Außenhandelsbilanz zugute. Er hat jedoch die Kehrseite, dass der deutsche Arzneimittelmarkt relativ an Bedeutung verliert“, kommentierte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA, die Entwicklung, die auch durch die Halbjahreszahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) bestätigt wird. Nach vorläufigen Ergebnissen wurden im ersten Halbjahr 2008 pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 20,7 Milliarden Euro aus Deutschland in andere Staaten exportiert. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 bedeutete das eine Steigerung um 11,2 Prozent.

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Die meisten exportierten pharmazeutischen Erzeugnisse gingen in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (69 Prozent). Die im ersten Halbjahr 2008 in diese Länder ausgeführten pharmazeutischen Produkte hatten einen Wert von 14,3 Milliarden Euro. Wichtigste Handelspartner innerhalb der Europäischen Union waren Belgien (5,4 Milliarden Euro) gefolgt von den Niederlanden (zwei Milliarden Euro) und Frankreich (1,1 Milliarden Euro). In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden pharmazeutische Waren im Wert von 6,3 Milliarden Euro geliefert. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 war das ein Plus von 13 Prozent. Die wichtigsten Zielländer: die Vereinigten Staaten mit 1,6 Milliarden Euro und die Schweiz mit 1,1 Milliarden Euro.

Nach Deutschland importiert wurden dagegen im ersten Halbjahr 2008 pharmazeutische Produkte im Wert von 14,4 Milliarden Euro. Das waren 1,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den Einfuhren kamen 29 Prozent aus Irland (4,2 Milliarden Euro). Mit einem Anteil von 21 Prozent folgten die Vereinigten Staaten (drei Milliarden Euro) und die Schweiz (1,5 Milliarden Euro; Anteil: zehn Prozent).

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