Dosierung schwieriger Schüttgüter

Aktivkohle exakt dosieren in der Abwasserbehandlung und Weinproduktion

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Bei der Herstellung von Wein wird Aktivkohle im Rahmen der sogenannten Schönung – neben anderen Mitteln, wie Mineralstoffen oder organischen Verbindungen – eingesetzt. Die Schönung dient der Klärung und biochemischen Stabilisierung des Weines. Es werden Trübungen, Fehltöne und unerwünschte Stoffe aus dem Wein entfernt. Aktivkohle kommt insbesondere zur Behandlung von bestimmten unerwünschten Fehlgeschmäcken, als auch bei der Reduktion der farbgebenden Stoffe in Weißweinen zum Einsatz.

Dazu wird die Aktivkohle dem noch unvergorenen Most oder dem Wein zugesetzt. Nach einer definierten Einwirkdauer wird der Wein abgegossen, bzw. die Aktivkohle ausgefiltert. Der Einsatz von Aktivkohle muss dabei kontrolliert und exakt dosiert erfolgen, so dass alle erwünschten Stoffe im Wein verbleiben. Andernfalls kann es zu einem Qualitätsverlust im Hinblick auf Aromen und Farbgebung des fertigen Weines kommen, da die Aktivkohle nicht selektiv auf unerwünschte Stoffe im Wein wirkt, sondern zahlreiche organische Verbindungen adsorbiert.

Neben der Erfahrung des Kellermeisters ist daher eine präzise und verlässliche Dosiereinrichtung erforderlich. Gericke als Spezialist für das kontinuierliche und genaue Dosieren hat bereits zahlreiche Dosiergeräte an namhafte Weinproduzenten geliefert. Die eingesetzten volumetrischen Dosiergeräte vom Typ Gericke GLD 77 decken einen Leistungsbereich von 2 bis 40 l/h, bezogen auf das Volumen der Aktivkohle, ab. Bei typischen Anwendungsmengen von wenigen Gramm bis hin zu den in Deutschland gesetzlich erlaubten 100 Gramm pro Hektoliter Most oder Wein, können somit in kurzer Zeit die erforderlichen Mengen dem zu schönenden Wein zudosiert werden.

* Der Autor ist Mitarbeiter von Gericke.

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