Süd-Süd-Partnerschaft zwischen Äthiopien und Marokko Äthiopien wird Düngemittelexporteur

Redakteur: Alexander Stark

Die marokkanische OCP-Gruppe und das äthiopische Ministerium für staatliche Unternehmen haben ein Abkommen über den Bau einer Düngemittelfabrik unterzeichnet. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 2,4 Mrd. Dollar.

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Die Fabrik mit dem Namen Dire Dawa stell nach Inbetriebnahme Düngemittel aus äthiopischer Pottasche und Ammoniakgas her.
Die Fabrik mit dem Namen Dire Dawa stell nach Inbetriebnahme Düngemittel aus äthiopischer Pottasche und Ammoniakgas her.
(Quelle: OCP)

Addis Abeba/Äthiopien — Nach Abschluss der ersten Phase des Projekts soll die Anlage bis einschließlich 2022 2,5 Millionen Tonnen Düngemittel jährlich produzieren. Dadurch soll Äthiopien seinen Bedarf an Dünger selbst decken und sogar zum Exporteur werden können. Die Anlage mit dem Namen Dire Dawa verwendet für die Herstellung des Düngemittels äthiopische Pottasche und Ammoniakgas sowie die von OCP bereit gestellte Phosphorsäure. Die Partner beabsichtigen somit ihre jeweiligen Rohstoffvorkommen optimal miteinander zu verknüpfen.

Das vollintegrierte Konzept der Anlage bündelt Logistik, Produktion, Rostoffzugang, Lagerung sowie den Transport und soll den Düngemittelbedarf des Landes komplett decken. Das afrikanische Land beabsichtigt die Überschusskapazität der Fabrik in regionale Märkte zu exportieren. Eine neue Gleisanbindung sowie die strategisch günstige Lage sollen hierfür optimale Voraussetzungen bieten.

Mit einer weiteren Investition von 1,3 Mrd. Dollar wollen die Partner die Kapazitäten bis 2025 auf 3,8 Millionen Tonnen steigern. Nach Abschluss der zweiten Projektphase besteht der Komplex voraussichtlich aus neun Anlagen.  

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