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Lacke und Klebstoffe Actega Rhenania investiert 10 Millionen Euro in Forschungsstandort

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bei der Actega Rhenania in Grevenbroich entsteht ein neues Laborgebäude. Das zum Spezialchemiekonzern Altana gehörende Unternehmen für Lacke und Klebstoffe wird rund 10 Millionen Euro in den Neubau investieren.

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Der Altana-Geschäftsbereich Actega verdoppelt seinen Platz für Forschung und Entwicklung.
Der Altana-Geschäftsbereich Actega verdoppelt seinen Platz für Forschung und Entwicklung.
(Bild: Altana)

Grevenbroich – Mit einer Fläche von 5700 m2 wird das neue Laborgebäude von Actega Rhenania doppelt so groß sein wie die jetzigen zwei Labore am Standort zusammengenommen. Die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Qualitätskontrolle und Service sollen hier unter einem Dach vereint werden. „Bisher sind diese Labore in getrennten Gebäuden untergebracht“, so Thomas Sawitowski, Geschäftsführer von Actega Rhenania. „Durch die Zusammenführung der Arbeitsbereiche in einem Gebäude optimieren wir unsere Abläufe und können unsere Kunden so noch effizienter mit neuen Entwicklungen unterstützen.“

Dabei entstehen Produkte, mit denen im Alltag fast jeder in Berührung kommt. Zu den bekanntesten Produkten von Actega Rhenania zählt zum Beispiel die Innenbeschichtung für Joghurtdeckel. Die hierfür verwendete Aluminiumfolie wird mit einem bei Actega Rhenania hergestellten, lebensmittelfreundlichen Lack beschichtet, der den Inhalt frisch hält und den Deckel vor Korrosion schützt.

Kundentechnikum wird in Laborgebäude integriert

Geplant wurde das entstehende Laborgebäude von Architekten und Ingenieuren der Vollack & Co., einem Spezialisten für die Konzeption, Planung und Realisierung von Büro- und Industriegebäuden. Dabei lautete eine Anforderung an die Planer, ein Kundentechnikum in das neue Gebäude zu integrieren. Dieses umfasst verschiedene Produktionsanlagen im Miniaturformat und ermöglicht es Actega, Produktionsabläufe und spezifische Anforderungen von Kunden in der Praxis besser nachzuvollziehen, als dies unter reinen Laborbedingungen möglich ist.

Bisher waren die entsprechenden Anlagen über den Standort verteilt. Mit dem geplanten Kundentechnikum kann das Unternehmen künftig neue Trends für Verpackungen, wie Kaffeekapseln oder Aluminiumschalen, an zentraler Stelle testen. „Einer unserer wichtigsten Wettbewerbsvorteile ist die Entwicklung innovativer Verpackungslösungen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden“, so Sawitowski. „Mit dem neuen repräsentativen Kundentechnikum werden wir diesem Anspruch jetzt auch räumlich gerecht.“

Nicht nur Actega Rhenania sondern auch weitere Gesellschaften des Geschäftsbereichs Actega werden künftig davon Gebrauch machen. Der Umzug in das neue Gebäude ist für Mitte 2017 geplant. Im Anschluss werden die alten Laborgebäude zurückgebaut

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