Forschungsprojekt Abwasserreinigung durch Pflanzen

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Das französiche Institut national de recherche en sciences et technologies pour l'environnement et l'agriculture (Irstea) hat in Bordeaux eine neue Plattform zur Erforschung der Abwasserreinigung durch Pflanzen in Betrieb genommen.

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Ansicht der neuen Plattform Biotrytis (zum Vergrößern siehe Bildergalerie)
Ansicht der neuen Plattform Biotrytis (zum Vergrößern siehe Bildergalerie)
(Bild: Irstea/J-M. Choubert)

Bordeaux/Frankreich – Die Biostation wurde neben dem existierenden Klärwerk „Clos-de-Hilde“ errichtet. Dort werden auf einem Gelände von 6000 m2 mehrere Projekte zur Reinigung von Abwasser getestet: Sechs Becken wurden ausgebaggert, um drei Arten von pflanzlichen Abwasserbehandlungszonen kombiniert mit zwei Arten von verunreinigtem Wasser zu untersuchen. In einem Teil der Becken wurde der vor Ort natürlich vorkommende Boden genutzt, bei den anderen gemischte Böden aus importierten Rohstoffen.

In diesen Becken sollen Phänomene wie Evaporation, Evapotranspiration, Bodeninfiltration usw. nachgestellt und optimiert werden. Ziel ist der biologische Abbau der Schadstoffe u.a. durch Ansammlungen in den Wurzeln der Pflanzen. Solche biologischen Kläranlagen existieren bereits. An dem neuen Standort sollen nun mehrere Methoden gleichzeitig verglichen werden, um die besten Lösungen auszuwählen und sie anschließend an das zu behandelnde Wasser anzupassen.

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Die erste Testphase geht über drei Jahre – bis 2018. Dann sollen Becken in industrieller Größe für die kommunale Abwasserbehandlung gebaut werden.

Das Projekt Biotrytis wurde 2013 unter der Leitung des Irstea gestartet. Die Kosten von zwei Millionen Euro werden von der Stadt Bordeaux, der Wasserbehörde Adour-Garonne und dem nationalen Amt zum Schutz der Gewässer (ONEMA) getragen.

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