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Szenarien für die Dekarbonisierung der Chemie

Abschied vom Ölzeitalter? Das Milliardenspiel um die Zukunft der Chemie

| Autor: Dominik Stephan

Besonders die Produktionskosten bei Basischemikalien stimmen nachdenklich:. Ob mit biobasierten Rohstoffen oder sauberem Strom, die Produktion würde um den Faktor 2-5 teurer, warnen die Experten. Für einige Plattformchemikalien, besonders aromatische Verbindungen, steht noch kein wirtschaftlicher Syntheseweg aus alternativen Rohstoffen zur Verfügung. Entsprechend viel ist noch zu tun:

  • Ein ambitioniertes F&E-programm müsse die emmissionsarme Erzeugung von Wasserstoff, die stoffliche Nutzung von CO2, sowie die Potenziale der Ligno-Zellulose und der Wärmerückgewinnung untersuchen.
  • Öffentlich-private Partnerschaften könnten eine wesentliche Rolle für bei Forschung und Entwicklung, aber auch bei Technikumsversuchen oder Machbarkeitsstudien spielen. So sieht die Dechema einen hohen Bedarf an Demonstrationsanlagen im 5.000-Jahrestonnen Maßstab.
  • Bessere Voraussetzungen für Geschäftsmodelle, die die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren fördern, um nachhaltige Wege zu Nutzung von Kohlendioxid zu entwickeln
  • Der Dialog zwischen Industrie und Politik könne helfen, die Investitionshürden abzubauen. So fordern Branchenverbände ein Besteuerungsystem, das die Modernisierung überalterter Produktionsanlagen und industrieller Ausrüstung oder den Bau neuer Werke ermöglicht
  • Eine europäische Datenbank zu CO2 -Quellen und CO2 -Nutzung wäre nötig, um das Konzept der Kreislaufwirtschaft umzusetzen.
Energy Efficiency First: EEF 2017 macht Industriepark zum Energiepark

Energy Excellence Forum 2017

Energy Efficiency First: EEF 2017 macht Industriepark zum Energiepark

11.04.17 - Das Energy Excellence Forum 2017 zeigt neue Wege beim Energiemanagement auf – Die wertvollste Energie ist die, die man nicht verbraucht. Nachdem sich die energiepolitische Diskussion an der Frage der Stromerzeugung fest gebissen hat, rückt jetzt der Effizienzgedanke in den Mittelpunkt. Die Chemie ist schon weiter: Efficiency first – Impulse zwischen Abwärmenutzung und Energy 4.0. lesen

Das Potenzial ist jedenfalls gewaltig, bemerkt auch die Dechema: “Wenn die Technologien, die in dieser Studie untersucht wurden, zur Anwendung kämen, könnte der CO2-Ausstoß der chemischen Industrie selbst im konservativsten Szenario sehr signifikant verringert werden”, erklärte der Verbands-Geschäftsführer Kurt Wagemann.

Dann könnte die Branche nicht nur zum Vorreiter in Sachen Ressourceneffizienz werden, sondern zum großen Enabler für andere Industrien. Immerhin spart jede Tonne CO2 -Emission in der Chemie bis zu 2,6 Tonnen des Treibhausgases in anderen Branchen ein.

“Wenn die Technologien, die in dieser Studie untersucht wurden, zur Anwendung kämen, könnte der CO2-Ausstoß der chemischen Industrie selbst im konservativsten Szenario sehr signifikant verringert werden”, erklärte Dechema-Geschäftsführer Kurt Wagemann. Dann könnte die Branche nicht nur zum Vorreiter in Sachen Ressourceneffizienz werden, sondern zum großen Enabler für andere Industrien. Immerhin spart jede Tonne CO2-Emission in der Chemie bis zu 2,6 Tonnen des Treibhausgases in anderen Branchen ein.
“Wenn die Technologien, die in dieser Studie untersucht wurden, zur Anwendung kämen, könnte der CO2-Ausstoß der chemischen Industrie selbst im konservativsten Szenario sehr signifikant verringert werden”, erklärte Dechema-Geschäftsführer Kurt Wagemann. Dann könnte die Branche nicht nur zum Vorreiter in Sachen Ressourceneffizienz werden, sondern zum großen Enabler für andere Industrien. Immerhin spart jede Tonne CO2-Emission in der Chemie bis zu 2,6 Tonnen des Treibhausgases in anderen Branchen ein. (Bild: VCI)

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