Forschung zur Erfüllung von Visionen ABB-Investitionen in F&E fließen in die Energieeffizienz

Redakteur: Frank Jablonski

Schwerpunkt der Forschung im ABB-Konzern liegt auf den Schnittstellen zwischen Energie- und Automatisierungstechnik, immer mit dem Ziel, beide Bereiche stärker miteinander zu verweben.

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Während in Deutschland der Ausstieg aus der Kernenergie vor der Bundestagswahl 2009 und die offene Frage des Atommüll-Endlagers heiß diskutiert wird, hat man im Forschungszentrum der ABB den Wandel bereits hinter sich. Unter dem Namen „Kernenergie“ im Jahre 1959 in Mannheim gegründet (damals noch von Brown, Boverie &Cie.), fokussiert das deutsche ABB-Forschungszentrum in Ladenburg mit den Bereichen „Technologien für Automatisierungsgeräte“ und „industrielle Informationstechnik“ vollständig auf die Automation für die Prozess- und Fertigungsindustrie sowie für Versorgungsbetriebe.

Peter Smits, Vorstandsvorsitzender ABB Deutschland und Leiter der Region Zentraleuropa, erläutert das Produktportfolio der heutigen ABB Aktiengesellschaft, die aus fünf Divisionen besteht. Hier stehen im Gleichgewicht die Prozessautomation (20% Anteil am Gesamtumsatz), Automationsprodukte (25%), Energietechnikprodukte (28%) und Energietechnik-Systeme (17%). Der Rest besteht aus dem Bereich Robotik (5%) und Nicht-Kerngeschäften. Dabei fokussiert sich die Forschung im Moment darauf, eine Verzahnung der einzelnen Divisionen herbeizuführen, wie Smits erklärt: „Der Mehrwert steckt in der Kombination einzelner Lösungen, quasi vom Bohrloch bis zur Produktion des Endproduktes. Selbstverständlich gab es auch schon vor über 100 Jahren eine „Integration von zwei Welten“.

Der Unterschied sei heute, dass die Komplexität deutlich größer und alle in einer Ebene (Prozessleitsystem) kumuliert und steuerbar seien. Der einheitliche Ansatz von ABB heutzutage, so Smits, umfasst dabei z.B. alle Spannungsbereiche einer Anlage, vom Feldbus-Framework (Instrumentierung) über die Niederspannungsgeräte bis hin zur Mittel- und Hochspannung.

LifeCycle-Kosten minimieren

Dabei ist die Erfahrung bei ABB, dass ganzheitlicher Ansatz, bzw. der frühe Wunsch zur Integration große Vorteile bringt, wie reduzierte Investitionskosten, verbessertes Systemdesign und weniger Planungsrisiken, aber auch geringere LifeCycle-Kosten. Nicht zuletzt profitiert die Energietechnik einer Anlage von höherer Produktivität der Stromnetze und die Automatisierung zum Beispiel von reduziertem Energiebedarf (wie beim Dauerbrenner-Thema des optimalen Einsatzes drehzahlgeregelter Antriebe).

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Auf diesem Weg lässt sich ABB scheinbar auch nicht durch die derzeitigen wirtschaftlichen Turbulenzen abbringen: „Klimaschutz ist für ABB auch in Zeiten der Finanzkrise ein wichtiges Forschungsthema: das gesamte ABB-Portfolio (90% der Produkte) trägt dazu bei, CO2 zu reduzieren! ABB ermöglicht Energieeffizient entlang der gesamten Energiekette und macht erst den Einsatz vieler erneuerbarer Energien möglich.“ unterstreicht Smits die Strategie. Ein weiteres Indiz nennt er beinahe beiläufig: ABB hat derzeit nicht vor, die offenen 280 Ingenieur-Stellen allein in Deutschland zu streichen.

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