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Unternehmens-Neuausrichtung

ABB beschleunigt Neuausrichtung

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Division Elektrifizierungsprodukte führt Nieder- und Mittelspannungsprodukte zusammen

Mit „Energieversorgung und Automation für Verbrauchspunkte“ („power and automation for the site“) sollen die anderen drei Divisionen künftig Kunden aus den Bereichen Industrie, Transport und Infrastruktur beliefern. Die ebenfalls neue Division Elektrifizierungsprodukte kombiniert die führenden Nieder- und Mittelspannungsprodukte von ABB. Wie Spiesshofer erklärte, soll sie eines der umfangreichsten Angebote an Nieder- und Mittelspannungsprodukten bieten und basierend auf dem weltweit wachsenden Netzwerk von Vertriebspartnern den Unternehmenswert vorantreiben. Die Divisionen Industrieautomation und Antriebe sowie Prozessautomation werden angepasst, um die Bedürfnisse der Kunden besser abzudecken und ihre Effizienz zu steigern.

Die neu geschaffene Division Stromnetze soll laut Spiesshofer weltweit die Nummer 1 sein, wenn es darum geht, Versorgungsunternehmen sowohl für die Übertragung als auch die Verteilung mit Energie- und Automatisierungslösungen aus einer Hand zu bedienen. Spiesshofer weiter: „Gleichzeitig haben wir damit begonnen, das Portfolio der Division Stromnetze einer strategischen Überprüfung zu unterziehen. Auf diese Weise wollen wir den langfristigen Erfolg der Division steigern und Wert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen.“

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Bis Ende 2017 Kosteneinsparungen von rund 1 Mrd. US-Dollar

Um sowohl die Produktivität von Angestellten als auch das Umlaufvermögen weiter zu steigern, wird ABB außerdem die Umsetzung der bereits angekündigten 1000-Tage-Programme beschleunigen. Die Verbesserung der Produktivität beinhaltet die schnelle Expansion der regionalen Shared Services sowie die Verschlankung globaler Abläufe und Funktionen der Konzernzentrale. Dazu werden die Business Units näher an die Schlüsselmärkte heranrücken. Das Unternehmen will auf diese Weise Einsparungen in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr bis Ende 2017 erreichen. Dies gilt zusätzlich zum bereits laufenden Kostensenkungsprogramm, bei dem Einsparungen in Höhe von 3 bis 5 % der Umsatzkosten pro Jahr geplant sind.

Die Verbesserung des Umlaufvermögen soll darüber hinaus mindestens 2 Mrd. US-Dollar Barmittel freisetzen, die dann in hochrentable Investitionen oder in Forschung und Entwicklung beziehungsweise in gezielte Akquisitionen oder Gewinnausschüttungen an die Aktionäre fließen können.

Finanzziele für 2015-2020 an makroökonomischen Erwartungen angepasst

Das Unternehmen passt seine Umsatzziele für 2015-2020 an die geringeren makroökonomischen Erwartungen an. Relativ zum Markt bleiben jedoch die Ambitionen unverändert. Für den Zeitraum von 2015 bis 2020 beträgt die durchschnittlich erwartete Wachstumsrate beim Ergebnis nun 3 bis 6 Prozent (vorher 4 bis 7 Prozent) pro Jahr. Treibende Faktoren für diese Veränderung sind die wie erwartet weiter tiefen Ölpreise, Anzeichen für ein insgesamt verlangsamtes Wachstum der industriellen Produktion sowie eine schwächer als noch 2014 prognostizierte Entwicklung der Wachstumsmärkte.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

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