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Chemieunfälle 36 Tote bei Raffinerie-Explosionen in Mexiko und Saudi-Arabien

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Am vergangenen Mittwoch sind bei einer Raffinerie-Explosion in der mexikanischen Stadt Coatzacoalcos 24 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich bei der Chlor-Produktion auf dem Werksgelände der Firma PMV. Nur wenige Tage zuvor kostete ein Brand in einer Petrochemie-Anlage in Saudi-Arabien zwölf Menschen das Leben.

Noch einen Tag nach dem Chemieunfall in der mexikanischen Stadt Coatzacoalcos strömte grauer Rauch aus der Anlage
Noch einen Tag nach dem Chemieunfall in der mexikanischen Stadt Coatzacoalcos strömte grauer Rauch aus der Anlage
(Bild: Lizbeth Diaz)

Coatzacoalcos/Mexico, Riyadh/Saudi-Arabien – Neben den 24 Todesopfern wurden 136 Menschen bei der Explosion in dem PMV-Werk verletzt. Bei der Firma handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen des staatlichen Erdölkonzerns Pemex und der petrochemischen Firma Mexichem. PMV produziert Vinylchlorid an dem Standort in Coatzacoalcos. Pemex-CEO Jose Antonio Gonzalez Anaya sprach von einem Leck, dass den Chemieunfall in der Chlor-Produktion auslöste. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. In der Anlage produzierte das mexikanische Unternehmen jeden Tag 900 t Vinylchlorid-Monomere.

Bereits am vergangenen Wochenende sind bei einem Brand in einer petrochemischen Anlage in Saudi-Arabien zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach bei Wartungsarbeiten in einem Werk von Jubail United Petrochemical aus. Die Raffinerie gehört zu 75 % dem saudi-arabischen Chemie-Konzern Sabic.

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