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Siemens stimmt auf Hannover Messe ein

3500 Quadratmeter im Zeichen der Digitalisierung

| Redakteur: Jörg Kempf

„Wir erwarten, dass rund die Hälfte aller Besucher der Hannover Messe bei uns vorbeischauen wird“, freut sich Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation bei Siemens und in diesem Jahr zum Leiter des größten Standes in Hannover erkoren. Quasi jeder der 3500 Quadratmeter wird dabei ganz im Zeichen der Digitalisierung stehen. Traditionsgemäß gab das Unternehmen auf seiner Vorpressekonferenz Einblick, was die Besucher erwartet.

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„Discover the Value of the Digital Enterprise“, lautet das Motto des Siemens-Auftritts auf der diesjährigen Hannover Messe, das sich entsprechend auch als roter Faden durch die Statements der Führungsriege zog. Who is who? – siehe Bildergalerie.
„Discover the Value of the Digital Enterprise“, lautet das Motto des Siemens-Auftritts auf der diesjährigen Hannover Messe, das sich entsprechend auch als roter Faden durch die Statements der Führungsriege zog. Who is who? – siehe Bildergalerie.
(Bild: Kempf/PROCESS)

Karlsruhe – Industriebetriebe jeder Größe können vom digitalen Wandel profitieren, lautet die Kernbotschaft von Siemens, die anhand zahlreicher Praxisbeispiele, Anwendungen und Innovationen in Hannover erlebbar werden soll. Eberle zählt die vier Hauptwettbewerbsvorteile auf, die das Verschmelzen von virtueller und realer Welt ermöglicht: höhere Flexibilität, Effizienz, Qualität und kürzere Markteinführungszeiten. Um Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen, baut Siemens sein Angebot für das Digital Enterprise in den vier Kernelementen Industrielle Software und Automatisierung, Industrielle Kommunikation, Industrielle Sicherheit und Industrielle Services konsequent aus.

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Die Beispiele, die Siemens in Hannover zeigen wird, reichen von intelligenten Energiemanagementsystemen über die individualisierte Lebensmittel- und Pharmaproduktion bis hin zum industrietauglichen Additive Manufacturing auf Basis innovativer Automatisierungs- und Antriebstechnologie. Unter anderem wird am Beispiel der Milchproduktion gezeigt, wie Unternehmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie mit Digitalisierungslösungen flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen wie die wachsende Vielfalt an Geschmacksrichtungen reagieren können. Dies reicht von der Milchverarbeitung bis hin zur Abfüllung, Verpackung und Etikettierung.

„Nur Unternehmen, die ihre Prozesse ganzheitlich digitalisieren, werden wettbewerbsfähig bleiben“, betont auch Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory. Die Integration von Product Lifecycle Management (PLM), Manufacturing Operations Management (MOM) und Totally Integrated Automation (TIA) in die gemeinsame Kollaborationsplattform Teamcenter ermögliche einen nahtlosen Datenfluss zwischen allen Schritten der Wertschöpfungskette: vom Produktdesign über Produktionsplanung, Engineering und Produktion bis zum Service – und wieder zurück.

Branchenspezifische Lösungen für die Prozessindustrie

Was erwartet Anwender aus der Prozessindustrie in Hannover? Hier spielen Bestandsanlagen mit langen Laufzeiten sowie unterschiedlichen Systemen und Komponenten eine wesentliche Rolle. „Um die Chancen der Digitalisierung für bestehende Anlagen zu nutzen, sind offene Standards, leistungsfähige Kommunikationsnetze und integrierte Automatisierungs- und Antriebstechnologien von großer Bedeutung“, erklärt Jürgen Brandes, CEO der Process Industries and Drives Division. Zudem sei es wichtig, den digitalen Zwilling einer Anlage oder ihrer Teilgewerke effizient aufbauen zu können und aktuell zu halten, so Brandes.

Hier setzt Siemens unter anderem auch auf Partnerschaften. Ein Beispiel ist die Kooperation mit Bentley Systems, die es den Kunden ermöglicht, realitätsgetreue 3D-Modelle in das Engineering-System Comos zu integrieren – auch bei bestehenden Anlagen. „Betreiber können so durch Simulation und virtuelle Inbetriebnahme Produktivität, Effizienz und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen deutlich verbessern,“ betont Brandes.

Tipp der Redaktion: Lesen Sie hierzu auch unser Exklusiv-Interview mit Dr. Jürgen Brandes

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