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Stromversorgung

2012/13 drohen von Solarstürmen verursachte Stromausfälle mit enormen Folgekosten

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Nachhaltige Energien brauchen Smart Grids

„Um das Wachstum der erneuerbaren Energien zu stemmen, brauchen wir Smart Grids mit Mess-, Kommunikations- und Kontrollfunktionen und auch bessere Transport- und Speicherkapazitäten“, erklärt Michael Bruch, Risk Consultant bei AGCS. Zudem müssten die bestehenden Netze erweitert werden, um Strom aus dezentralen Erzeugungsquellen einzuspeisen und auch grenzüberschreitend ungehindert fließen zu lassen.

Verkettung mehrerer Unzulänglichkeiten als Blackout-Ursache

Größere überregionale Stromausfälle werden nicht durch einen einzigen Auslöser verursacht. „Es liegt eine Verkettung mehrerer Unzulänglichkeiten vor“, erklärt Markus Aichinger, Senior Risk Manager der Allianz SE.

Ein typisches Ausfallsszenario: Wird in den Sommermonaten durch den Einsatz von Klimaanlagen sehr viel Strom benötigt, wenn die Netze ohnehin bereits ausgelastet sind, dann kann es durch falsche Schalthandlungen sehr leicht zu einem Stromausfall kommen. Überalterte Netzinfrastrukturen begünstigen Dominoeffekte, die auch in benachbarten Stromnetzen Ausfälle verursachen können.

Alle 11 Jahre ist ein Sonnenfleckenmaximum

In den kommenden zwei Jahren könnten auch Weltraumwetterphänomene größere Stromausfälle auslösen: Geomagnetisch induzierte Sonnenstürme folgen einem 11-Jahres-Zyklus – eine nächste Spitze ist 2013 zu erwarten. Die ungewöhnliche hohe Strahlungsaktivität könnte vor allem in nördlichen Regionen Transformatoren durch Kurzschluss massiv schädigen; deren Wiederinstandsetzung würde Tage oder gar Wochen benötigen.

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