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20 Milliarden Dollar für Indonesiens Petrochemie

| Redakteur: Marion Henig

In Indonesien stehen mehrere Großprojekte in der Pipeline. (Bild: Wikipedia)
In Indonesien stehen mehrere Großprojekte in der Pipeline. (Bild: Wikipedia)

Indonesiens Unternehmen der Petrochemie-Branche setzen auf Wachstum. Nach Schätzungen von Experten beläuft sich der Wert der erforderlichen Investitionen auf rund 20 Milliarden Dollar. Details zur aktuellen Nachfragesituation und zu geplanten Projekten lesen Sie hier.

Jakarta/Indonesien – Indonesiens petrochemische Industrie verfolgt umfangreiche Expansionspläne, die zu einer intensiven Projekttätigkeit führen werden. Nach Angaben der Indonesian Aromatics, Olefins and Plastics Industry Association (INAplas) besteht im Petrochemie-Sektor ein Investitionsbedarf von etwa 20 Milliarden Dollar. In den bevorstehenden Jahren soll vor allem in Projekte zur Produktion von petrochemischen Grundstoffen investiert werden, welche die Basis in der Kunststoffindustrie darstellen.

Angesichts der mit einer jährlichen Rate von rund sechs Prozent steigenden Nachfrage nach Kunststoffprodukten steigt der Bedarf an Olefinen und aromatischen Kohlenwasserstoffen. Insbesondere in den Bereichen Textil, Verpackung, Kfz-Teile und -Zubehör sowie Elektronik finden Kunststoffe eine zunehmende Verwendung. Die wachsende Bevölkerung von derzeit mehr als 230 Millionen Einwohnern und die steigende Kaufkraft bilden eine solide Grundlage für eine günstige Konjunkturentwicklung.

Auch andere, bisher wenig beachtete Bereiche treten als Bedarfsträger auf. In Büros werden zum Beispiel bei der Archivierung von Originaldokumenten und ähnlichen Papieren zunehmend Klarsichthüllen, Schutzfolien und Mappen aus Kunststoff anstelle von Papier und Pappe verwendet. Auch Schachteln und Umschläge aus Kunststoffen, die beim sicheren Transport von wertvollen Dokumenten und Gegenständen eingesetzt werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die PT Kharisma Interplast Pratama (KIP), erfolgreicher Produzent von Büroartikeln, meldet einen kräftigen Anstieg der Nachfrage und berichtet über Schwierigkeiten bei der Beschaffung des für die Produktion benötigten Polypropylens (PP). Ein Teil des Bedarfs von 14.400 jato PP müsse über Importe gedeckt werden. Die im Produktionsprozess eingesetzten Maschinen für die Kunststoffverarbeitung bezieht die Firma größtenteils aus Taiwan.

Entsprechend dem expansiven Markttrend erscheinen Investitionen in den Auf- und Ausbau neuer Kapazitäten besonders gewinnträchtig und attraktiv. Mehrere Unternehmen verfolgen größere Projekte im Upstream-, Midstream- und Downstream-Bereich, die in den bevorstehenden Jahren eine rege Nachfrage nach entsprechenden Anlagen, Ausrüstungen und Maschinen nach sich ziehen werden.

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