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Gase für die Elektronikindustrie 110 Millionen Euro Investitionen – Linde rüstet in China auf

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Linde baut seine Aktivitäten in China und der Region Asien/Pazifik aus und investiert über 110 Millionen Euro. Das Unternehmen will neue Produktionsanlagen zur On-site-Gaseversorgung in den östlichen und zentralen Provinzen Chinas errichten.

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Die neuen Aufträge umfassen den Bau von mehreren Anlagen mit einer kumulierten Produktionskapazität von über 110.000 Nm3/hr (Normkubikmeter pro Stunde) gasförmigem Stickstoff sowie weitere Flüssiggaseversorgungssysteme.
Die neuen Aufträge umfassen den Bau von mehreren Anlagen mit einer kumulierten Produktionskapazität von über 110.000 Nm3/hr (Normkubikmeter pro Stunde) gasförmigem Stickstoff sowie weitere Flüssiggaseversorgungssysteme.
(Bild: Linde)

Shanghai/China – Das Münchner Unternehmen Linde plant neue Produktionsanlagen zur On-site-Gaseversorgung von Schlüsselkunden in großen Fertigungs-Clustern für Halbleiter und Flachbildschirme zu errichten. Dafür sollen über das Elektronikgase-Joint Venture in China, Linde Lienhwa, über 110 Millionen Euro investiert werden. Die Investitionen gehen mit zahlreichen langfristigen Verträgen zur Versorgung mit Elektronikgasen einher, die mit neuen und bestehenden Kunden geschlossen wurden.

Diese bedeutende Investition baue auf jüngste Projekte auf, wie die kürzlich erfolgte Eröffnung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums für Elektronik in Taichung, Taiwan, so Sanjiv Lamba, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das Gasegeschäft in der Region Asien/Pazifik.

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Linde Lienhwa wird die neuen On-site-Anlagen gemeinsam mit der Linde Engineering Division errichten. Die Linde Spectra-N-Stickstoffgeneratoren arbeiten effizient und weisen niedrige Betriebskosten auf, so das Unternehmen. Die neuen Aufträge umfassen den Bau von mehreren Anlagen mit einer kumulierten Produktionskapazität von über 110.000 Nm3/hr (Normkubikmeter pro Stunde) gasförmigem Stickstoff sowie weitere Flüssiggaseversorgungssysteme. Es ist geplant, dass alle Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen werden.

Große Investitionen in chinesische Halbleiterindustrie geplant

Der internationale Branchenverband führender Halbleiterhersteller Semi (Semiconductor Equipment and Materials International) schätzt, dass mehr als die Hälfte der neuen Investitionen in Halbleiterfabriken in den nächsten Jahren in China getätigt werden. Das Land fördert die Elektronikindustrie bereits erheblich über den National IC Industry Investment Fund. So wurden zwischen 2014 und 2017 rund 16,5 Milliarden Euro in den Ausbau der chinesischen Halbleiterindustrie investiert. Weitere 82 Milliarden Euro könnten über private Investoren und Lokalregierungen hinzukommen.

Elektronik-Spezialgase für den asiatischen Markt

Linde und seine Joint Venture-Partner in China versorgen derzeit mehr als ein Dutzend Elektronikproduzenten in den verschiedensten Bereichen wie Halbleiter, Solartechnologien, Displays und LEDs mit Gasen und dazugehörigen Versorgungssystemen. Das Unternehmen deckt auch den wachsenden Bedarf an Elektronik-Spezialgasen (ESG) in China ab. So produziert der Gasehersteller große Mengen an Ammoniak (NH3) und Lachgas (N2O) in China, Südkorea und Taiwan.

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