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Pumpenforum 2012: Der Pumpe Werdegang und Wert 10. Pumpenforum: Der erste Tag...

Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Bittermann / Wolfgang Ernhofer

...widmet sich traditionsgemäß der alles entscheidenden Frage: Welche Pumpe ist für meine (schwierige) Förderaufgabe am besten geeignet?

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Einmal im Jahr diskutieren die Experten der Branche auf dem Pumpenforum in Würzburg.
Einmal im Jahr diskutieren die Experten der Branche auf dem Pumpenforum in Würzburg.
(Bild: Ernhofer)

Würzburg – Der Eröffnungsvortrag von Professor Eberhard Schlücker von der Universität Erlangen-Nürnberg widmete sich dem Thema ‚Wie beeinflusst das Medium die Pumpen-Auswahl?‘ Als wesentliche Aspekte seien, so Schlücker, der Werkstoffaufwand, der fertigungstechnische Zusatzaufwand (beispielsweise hinsichtlich der Hygiene), die Verschleißanfälligkeit, thermische Limitierungen beispielsweise bei Kunststoffen sowie die Förder- und Kennlinien-Charakteristik der Pumpe zu beachten. Immer aber, so sein Credo, sei nicht von der Pumpe allein, sondern vom System auszugehen. Wer das nicht beachte, lege den Grundstein für spätere Probleme im Betrieb.

Kreiselpumpen: Die dominierende Spezies

Dr. Thomas Herbers von der Klaus Union ‚besang‘ die universellen Einsatzmöglichkeiten von Kreiselpumpen – sicher nicht zur allseitigen Freude der Verdrängerpumpen-Fraktion. Aber es ist nun mal so, dass der überwiegende Teil aller in Betrieb befindlichen Pumpensysteme mit Kreiselpumpen ausgerüstet ist. Weltweit wird dieser Anteil auf ca. 73 Prozent geschätzt, branchenspezifisch (z.B. in der chemischen Industrie) kann der Anteil durchaus auch bei 85 bis 90 Prozent liegen.

Kein Wunder also, dass die Kreiselpumpe auch auf dem PROCESS-Pumpen-Forum leicht dominiert. Herbers stellte die einfache und kompakte Bauweise von Kreiselpumpen heraus, das stetige Förderverhalten und die relativ hohe Drehzahl, die einen Direktantrieb durch einen Norm-Elektromotor gestattet.

Nach dem Schaden: Analyse beugt Wiederholungen vor!

Holger Döbert präsentierte mit einprägsamen Bildern Beispiele vorzeitiger Pumpenschäden und diskutierte die vermutlich ursächlichen Gründe für Ausfälle. Dass eine Antwort darauf alles andere als trivial ist, zeigt ein aktueller Betriebsunfall bei der BASF: Am Samstag, dem 20. Oktober 2012, traten im Werk Ludwigshafen aufgrund einer Pumpen-Leckage 3500 Liter Methansulfonsäure aus. Die BASF-Werkfeuerwehr war mit dem Turbolöscher im Einsatz und schlug die beim Austritt entstehenden Dämpfe mit Wasser nieder. Die Anlage wurde heruntergefahren. Die Ausfallursache war zunächst unbekannt.

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