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Ölförderung in der Nordsee

Welche Unternehmen profitieren von Statoils Prestigeprojekt in der Nordsee?

| Autor: Anke Geipel-Kern

Zukunftsmusik in 3D: Fördertürme im Johan Svedrup-Feld.
Zukunftsmusik in 3D: Fördertürme im Johan Svedrup-Feld. (Statoil - Statoil)

Es ist ein Projekt der Superlative: Die Erschließung des in der Nordsee entdeckten Ölfeldes Johan Sverdrup. Wir haben recherchiert, wer bei Statoils Prestigeprojekt dabei ist.

Der Erdölfund in der Nordsee vor Stavanger war vor fünf Jahren der Fund des Jahrzehnts. 2011 stießen Fördertrupps bei Probebohrungen auf ein riesiges Ölfeld und tauften es auf den Namen Johan Sverdrup. Seit letztem Jahr macht der norwegische Erdölkonzern Statoil Nägel mit Köpfen und vergibt Aufträge zur Erschließung des Vorkommens.

Wer ist bei dem Superprojekt mit im Boot?

  • Schon im Februar 2015 hat Statoil Aibel mit einem EPC-Contract für die Ölbohrplattform betraut, die in der ersten Phase der Erschließung entstehen soll.
  • Jetzt profitiert auch Technip Norwegen davon. Bei dem Auftrag handelt es sich um Bau und Verlegung einer unterseeischen Pipeline mit einer Länge von 29 Kilometern.
  • Einen weiteren Auftrag, den für drei unterseeische Plattformen zur Injektion von Wasser hat Ocean Installer erhalten.
  • Aker Solutions wurde mit der Erstellung einer Conceptstudie beauftragt. Dabei geht es um eine Arbeitsplattform und die Frage, wie die Anbindung an weitere Plattformen aussehen könnte. Im Sommer diesen Jahres soll das Design stehen.
  • Mitsui liefert 220 000 Tonnen Stahl für de n Bau der des 430 Kilometer umfassende Öl und Gaspipelinenetzes, das zum Abtransport des Öl und Gases benötigt wird. Die Produktion der Unterseepipelines soll noch in diesem Jahr bei Nippon Steel & Sumitomo Metal (NSSMC) in Japan starten.
  • Korrosionsschutz für das Pipelinenetz kommt von Wasco Coatings Malaysia, die ebenfalls für die Innenbeschichtung der Rohre verantwortlich sind.
  • Mit der für Frühjahr 2018 geplanten Verlegung der Pipelines wurde Saipem beauftragt.
  • Ventile im Wert von 60 bis 70 Millionen norwegische Kronen liefert die norwegische Flux Gruppe.
  • PG Flow Solutions und die Tochter Calder konnten sich für die Lieferung von Skids für die MEG (Methanol and Glycol) und CIP- (Chemical Injection Package)Injektionssysteme qualifizieren. Dazu gehören u.a. Hochdruckpumpen und für das Projekt neu entwickelte Durchflussmesser.

Die norwegische Regierung will Johan Sverdrup in zwei Phasen erschließen. Gestartet wird mit der Verlegung des Pipelinenetzes. Die Förderung soll 2019 beginnen.

Bisher profitieren hauptsächlich norwegische oder in Norwegen ansässige Unternehmen von den erteilten Aufträgen, die sich insgesamt auf einen Wert von 50 Milliarden norwegischer Kronen summieren.

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