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Neue Aerogel-Anlage

TU Hamburg testet Aerogel-Prototypen für die Industrie

| Redakteur: Tobias Hüser

„NanoHybrids“-Koordinatorin Prof. Irina Smirnova und TUHH-Präsident Garabed Antranikian bei der Besichtigung des Technikums.
„NanoHybrids“-Koordinatorin Prof. Irina Smirnova und TUHH-Präsident Garabed Antranikian bei der Besichtigung des Technikums. (Bild: Tutech / Remmert-Rieper)

Die Technische Universität Hamburg hat in ihrem Technikum eine neue Anlage zur Herstellung von Aerogelen errichtet. Durch das EU-Projekt „Nano Hybrids“ und aus Industriemitteln gefördert, ermöglicht die Anlage die Herstellung von Aerogel-Prototypen für direkte Tests in der Industrie.

Hamburg – Im Institut für Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) wurde eine neue Anlage zur Herstellung von hochporösen Nanomaterialien – Aerogelen – errichtet. Damit ist die TUHH in der Lage die Trocknung der Aerogele unter erhöhtem Druck im Maßstab von bis zu 50 l durchzuführen. Die Anlage ermöglicht erstmalig die Herstellung von Aerogel-Prototypen für direkte Tests in der Industrie. Eine Besonderheit dabei ist, dass die Aerogele auf der Basis von natürlichen Polymeren hergestellt werden und damit auch für die Anwendung im Bereich Life Science geeignet sind. Langfristig wird es mit Hilfe der Anlage möglich sein, ein Scale-Up von der Herstellung organischer Aerogele zu untersuchen und Empfehlungen für spätere industrielle Prozesse zu geben.

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Der Aufbau, die elektrische und lüftungstechnische Versorgung sowie die Steuerung der Anlage wurden in enger Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen und technischen Angestellten des Institutes für Thermische Verfahrenstechnik, den Forschungswerkstätten Maschinenbau und Elektrotechnik und des technischen Betriebsdienstes der TUHH sowie der Firma Eurotechnica durchgeführt. „Die Rolle der Werkstätten der TUHH war besonders wichtig. Sie haben das spezialisierte Know-how, um solche maßgefertigte Anlagen vor Ort zu bauen. Dazu kommt, dass während des späteren Betriebs Anpassungen an den Forschungsanlagen unumgänglich sind und schnell und flexibel vor Ort durchgeführt werden müssen. So einen Auftrag kann man nicht einfach extern vergeben“, sagt Prof. Irina Smirnova, Leiterin des Instituts und Koordinatorin von „Nano Hybrids“.

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Das EU-Projekt hat das Ziel, neuartige Aerogele im Pilotmaßstab herzustellen und mögliche industrielle Anwendungen zu testen. Es wird mit Mitteln des größten europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 gefördert als eines aus einer Reihe von Projekten mit dem Auftrag, den Übergang von der Forschung in die Pilotproduktion nanotechnologischer Materialien und den Markt zu überbrücken. Das Institut für thermische Verfahrenstechnik unter Prof. Smirnova koordiniert das Projekt, unterstützt wird sie durch Tutech Innovation, eine TUHH-Tochter. Am Projekt beteiligt sind neben der Technischen Universität Hamburg namhafte Industriepartner und Forschungsinstitutionen, insbesondere BASF Polyurethanes, Dräger Safety, Nestlé sowie das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR Köln). Insgesamt engagieren sich zwölf internationale Partner.

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