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Vial-Linie

Neue Vial-Linie für die Lohnverpackung mit integrierter Gefriertrocknung

 

09.04.2009 | Redakteur: Anke Geipel-Kern

 

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Flexibilität ist Trumpf für Lohnabfüller, umso mehr, wenn er auch biophamazeutische Arzneimittel verpacken muss. Die neue Viallinie für einen Lohnabfüller in den Vereinigten Staaten kombiniert Isolatortechnik mit Gefriertrockung. Auf der Achema wird die Anlage zu sehen sein.


Isolatortechnik, wie hier auf einer Referenzanlage von Inova zu sehen, garantiert Produktschutz bei der Parentaralia-Abfüllung. (Bilder: Optima)
Isolatortechnik, wie hier auf einer Referenzanlage von Inova zu sehen, garantiert Produktschutz bei der Parentaralia-Abfüllung. (Bilder: Optima)
Lohnverpacker im pharmazeutischen Bereich sind für einen kompromisslos sicheren, sterilen Abfüll- und Verpackungsprozess verantwortlich. Im Interesse der Patienten – und aus Eigeninteresse, handelt es sich doch um die zentrale Geschäftsgrundlage. Der Verpackungsprozess muss zudem, wiederum ohne Abstriche in der Sicherheit, ökonomischen Aspekten genügen und zu Gewinnen führen. Die Arzneimittel selbst leisten keinen Deckungsbeitrag.
Die Vial-Linie aus der Optima Group Pharma weist einen besonders umfangreichen Isolator-geschützten Bereich auf, was die Sicherheit – insbesondere auch die der Maschinenbediener – weiter erhöht. Gleichzeitig wurde auf Flexibilität geachtet. Auf der Linie können zum Beispiel flüssige sowie zu gefriertrocknende Arzneimittel verarbeitet werden. Der voll integrierte Gefriertrocknungsprozess kann „auf Knopfdruck“ ohne weitere Umstellarbeiten angefahren werden. Das T-förmige Anlagenlayout spart zudem Platz, zugleich kann die Gesamtanlage damit von weniger Arbeitskräften unterhalten und bedient werden.

Komplexität beherrschen

Die gesamte Anlage besteht aus den Komponenten: Auspacker, Waschmaschine, Sterilisiertunnel, Füll- und Verschließmaschine, Be- und Entladesystem für den Gefriertrockner, Isolator, Verschließer sowie einer Codiermaschine.
In der Verarbeitung werden die Gebinde über eine Auspackhilfe zunächst manuell der Waschmaschine zugeführt. Nach dem Waschvorgang gelangen die Vials zum Sterilisiertunnel, der mit Heißluft entpyrogenisiert und die Vials anschließend wiederum auf Raumtemperatur abkühlt. Die sich anschließende Füll- und Verschließmaschine übernimmt die Behältnisse massenweise aus dem Tunnel und vereinzelt sie auf einem Drehteller.
Hier werden die Vials kontinuierlich abgenommen und über ein Segment-rad taktweise vierstellig in den Rechentransport der Füllmaschine übergeben. Sämtliche Behältnisse werden Tara verwogen und mit einem Zeit-Druck-Dosiersystem von Inova befüllt. An einer zweiten Wägestation wird das Bruttogewicht gemessen, sodass aus den Werten das Nettogewicht errechnet werden kann. Sollten sich Vials außerhalb definierter Toleranzgrenzen befinden, werden diese nicht verschlossen, sondern dem Schlechtausschub zugeführt.
Die korrekt befüllten Vials erhalten von einem Pick-and-Place-Modul einen Gummistopfen als Verschluss. Der Stopfen wird für Flüssigprodukte ganz eingedrückt, für Gefriertrocknungsprodukte jedoch nur teilweise: Ein Sensorsystem kontrolliert, ob ein Stopfen vorhanden ist, sowie die richtige Einsetztiefe. Nicht korrekt verschlossene Gebinde werden ausgeschleust.
Ein zweites Segmentrad am Ende des Füll- und Verschließprozesses führt die Gebinde aus dem getakteten Rechentransport zurück in die kontinuierliche Bewegung des nachfolgenden Transport- und Verteilersystems. Je nach gewähltem Format werden die Vials entweder der Be- und Entladeeinheit des Gefriertrockners zugeführt oder – bei flüssig in den Handel gebrachten Produkten – direkt zur Verschließmaschine transportiert.
Kommen Gefriertrocknungsprodukte zur Verarbeitung, werden die befüllten Vials in der Be- und Entladeeinheit zu Reihen formatiert und diese in hexagonaler Anordnung in den Gefriertrockner übergeschoben, sodass dieser unter größtmöglicher Ausnutzung der Kühlflächen beladen werden kann.
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Die Schemazeichnung vermittelt ein Bild von der Komplexität der kompletten Anlage. Das T-förmige Anlagenlayout spart Platz, zugleich kann die Gesamtanlage damit von weniger Arbeitskräften unterhalten und bedient werden. (Bilder: Optima)
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