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Effizienzpotenziale in der Pharmaindustrie heben

Step by Step zur Digitalisierung in der Pharmaindustrie

| Autor / Redakteur: Thomas Praska, Christoph Piller* / Wolfgang Ernhofer

(Bild: © fotomek/Fotolia.com;)

Wie für beinahe jede andere Branche bietet die Digitalisierung auch für die Pharmaindustrie neue Chancen – im Hinblick auf höhere Effizienz, den Aufbau neuer Geschäftsmodelle und das effektive Management der Regulierungsanforderungen. Ein besonderer Fokus richtet sich dabei auf die Digitalisierung in der pharmazeutischen Produktion.

Die zentrale Aufgabe der produktionsnahen IT in der Pharmaindustrie besteht darin, die Fertigungsprozesse effizient, kostengünstig und zuverlässig zu unterstützen und, soweit wie möglich, zu automatisieren. Im ersten Schritt bedeutet das fast immer, dass die überwiegend dezentralen und häufig veralteten Applikationen, die an den einzelnen Standorten oder in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen eines Konzerns betrieben werden, konsolidiert und gegebenenfalls durch innovative und integrierte System abgelöst werden müssen.

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Woran scheitern Digitalisierungsprojekte?

Nicht wenige Projekte scheitern gerade daran, dass diese Konsolidierung unvollständig und halbherzig angegangen wird. Technische und prozessuale Komplexität, das Fehlen von Leadership und einer gesamthaften Strategie sind dafür die wichtigsten Gründe. Oftmals entwickeln die einzelnen Standorte zudem durchaus wertvolle „Best Practices“, tauschen diese jedoch nicht miteinander aus.

Als weiterer Grundsatz gilt auch für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen: Garbage in – Garbage out. Wird keine angemessene Basis für den Einsatz neuer Prozesse und Systeme geschaffen, sind die Erfolgsaussichten von Digitalisierungsprojekten gering. Also ist vor der Einführung von neuen technischen Lösungen der zu unterstützende Prozess detailliert zu analysieren und das Zielbild eines voll digitalisierten Ablaufs muss erarbeitet werden.

Wichtig sind außerdem klare Orientierungspunkte, so genannte „Core Solutions“, die langfristig den Digitalisierungsprozess begleiten. Diese sollte man erarbeiten und unternehmensweit ausrollen, sobald die Konsolidierung auf den Weg gebracht ist.

Ergänzendes zum Thema
 
In fünf Schritten zu Standardisierung und Digitalisierung

Die Core Solutions bilden die Grundlage für Initiativen zur Steigerung operationaler Exzellenz; hierbei spielen wiederum die Automatisierung sowie ein gut geplanter Einsatz von MES- und ERP-Systemen eine ganz entscheidende Rolle. In der Pharmaindustrie bedeutet das zum Beispiel, einen unternehmensweit einheitlichen MES-Standard zu definieren und dessen Implementierung eng mit dem Rollout des eigenen SAP-Templates zu verzahnen.

So kann für jeden Produktions-Standort auf Standardprozesse und -Schnittstellen zurückgegriffen werden.

Prozesskontrollen als Effizienzkiller

Doch wo sollen Optimierungsinitiativen ansetzen, wenn nun die systemtechnischen Grundlagen geschaffen sind? Gerade in den in der Pharmaindustrie üblichen komplexen und heterogenen Umfeldern erweisen sich die historisch gewachsenen Prozesskontrollen, entstanden als Folge früherer Audits und Capa-Maßnahmen (Corrective and Preventive Actions), als Effizienzbremsen. Ein erheblicher Teil von ihnen ist bereits vor Jahren implementiert worden und bietet heute keine erkennbaren Vorteile mehr im Hinblick auf Qualität und Risikomanagement.

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