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Servicedienstleistungen

Standortbetreiber vs. externe Dienstleister – Kampf um die Kunden

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im Wettbewerb um Industriedienstleistungen für die Chemie- und Pharmaindustrie geht es um die stolze Summe von 7 Milliarden Euro.
Im Wettbewerb um Industriedienstleistungen für die Chemie- und Pharmaindustrie geht es um die stolze Summe von 7 Milliarden Euro. (Quelle: Lünedonk & Verband WVIS; Illustration: PROCESS)

Wer macht das Rennen? In Chemieparks steigt der Wettbewerb um die Gunst der Produzenten. Dabei drängen externe Servicedienstleister in einen Markt, der seit der Wende überwiegend von Standortbetreibern bedient worden ist. Eine Outsourcing-Studie prognostiziert einen Wandel des Dienstleistungsmarktes bis zum Jahr 2030.

Der deutsche Markt für Industriedienstleistungen liegt bei 20 Milliarden Euro und wächst weiter. Rekordverdächtige sieben Milliarden Euro davon entfallen auf Dienstleistungen für das umsatzstärkste Segment – die Chemie- und Pharmaindustrie. Wie die Prozessindustrie ist auch der Markt für Dienstleistungen im Wandel. Viele Leistungen werden an Drittanbieter ausgelagert.

Grundsätzlich ist Outsourcing von technischen Dienstleistungen in den allermeisten Fällen ein geeigneter Weg, um Kosten zu senken. „Allerdings ist es für Anlagenbetreiber essentiell nicht die Beurteilungskompetenz zu verlieren, denn nur so kann der Servicepartner gezielt gesteuert werden. Wer Leistungen nicht einschätzen kann, verliert am Ende Geld“, erklärt Markus Treiber, Co-CEO und Managing Partner der Unternehmensberatung T.A. Cook.

Wo möglich, fassen neben Standortbetreibern zunehmend Industriedienstleister in den Bereichen Beratung, Engineering, Anlagenbau und Instandhaltung Fuß. Andere Dienstleistungen wie z.B. die Stromversorgung und die Wasserentsorgung, sind oft durch lokale Gegebenheiten langfristig an Standortbetreiber gekoppelt.

Industriedienstleister holen auf

Eine Studie der Unternehmensberatung Bearingpoint zeigt, dass bis 2030 besonders Drittanbieter mit einem breiten Kundenspektrum verstärkt in den Dienstleistungsmarkt an Chemie- und Pharmastandorten drängen. Vor allem im Bereich integrierte Dienstleistungen wollen sie aufholen: Rund 80 % der befragten Industriedienstleister werden nach eigener Aussage bis 2030 in der Lage sein, einen Standort vollständig zu betreiben und den kompletten Produktionsablauf sicherzustellen.

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