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Schneckenwärmetauscher

So wird Staub innerhalb eines Zementwerkes sicher abtansportiert

| Autor / Redakteur: Jan Woltermann / Sabine Mühlenkamp

Schneckenförderer spielen in verfahrenstechnischen Prozessen eine wichtige Rolle, da diese auf einem kleinen Bauraum kontinuierlich in hohen Fördermengen verschiedenste Fördergüter transportieren.
Schneckenförderer spielen in verfahrenstechnischen Prozessen eine wichtige Rolle, da diese auf einem kleinen Bauraum kontinuierlich in hohen Fördermengen verschiedenste Fördergüter transportieren. (Bild: AMF-Bruns)

Betreiber von Zementwerken müssen sich zunehmend mit Bypass-Stäuben auseinandersetzen. Damit diese weiterverwertet werden können, müssen die Stäube innerhalb des Zementwerkes sicher transportiert werden. Kein einfaches Unterfangen, da diese Stäube die Förderanlagen stark belasten. AMF-Bruns-Schneckenwärmetauscher bewältigen diese Aufgabe jedoch spielend.

Mit dem vermehrten Einsatz von Sekundarbrennstoffen in der Zementindustrie hat der Anteil an Bypass-Staub-Mengen kontinuierlich zugenommen. Erst in jüngster Zeit gibt es nun Möglichkeiten, diese Bypass-Stäube sinnvoll weiter zu verwerten, entweder im Zement selbst oder in anderen Bauprodukten, wie der Verfüllung, aber auch als Düngemittel oder Tierfutter. Allerdings sind diese Stäube alles andere als einfach zu handhaben. In der Regel sind diese Produkte abrasiv, verbacken leicht und besitzen hohe Temperaturen, da sie direkt aus dem Verbrennungsprozess kommen.

Seit einigen Jahren bietet AMF-Bruns zahlreiche Lösungen für die Zementindustrie; so wurden seit 2012 sechs Werke in der Branche mit individuellen Förderlösungen ausgestattet. Jüngstes Beispiel ist ein Werk im Osten von Deutschland, zu dessen Schwerpunkt Zemente für Fertigteilwerke gehören. Dabei werden Normzemente, die zum Teil allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für Sonderanwendungen besitzen, ergänzt durch Spezialprodukte für den Straßenbau, für Hohlraumverfüllungen und für andere Sonderanwendungen.

Dieses Werk wurde nun erweitert, um die steigenden Kapazitäten abzudecken. Einher damit gingen neue Anforderungen an die Beförderung des heißen Bypass-Staubes innerhalb des Werkes. Diese Stäube entstehen bei dem Brennvorgang zur Zementherstellung. Dabei wird ein Teil der entstandenen Ofenabgase abgesaugt und über einen Bypass-Filter entstaubt. Der abgeschiedene Bypass-Staub wird in Silos zwischengelagert und dosiert dem Zement zugegeben.

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Zwar hatte man im Werk selbst noch keine Erfahrungen mit dem Unternehmen aus Apen, allerdings hatte der Mutterkonzern bereits einige Projekte mit AMF-Bruns getätigt. Die Erfahrungen, die AMF-Bruns mittlerweile in der Zementindustrie getätigt hatte, überzeugten zudem. Außerdem waren die AMF-Bruns-Förderer bekannt für ihre Gasdichtigkeit, so dass AMF-Bruns den Zuschlag für die Ausrüstung bekam.

Unterschiedliches Abrasionsverhalten

Zu den größten Herausforderungen beim Transport der Bypass-Stäube gehören die hohen Temperaturen und deren Produkteigenschaften. Vor allem die wechselnden Zusammensetzungen führen immer wieder zu unterschiedlichem Abrasionsverhalten. Bei der Anlagenkonzeption kamen daher verschiedene Komponenten aus dem Haus AMF-Bruns zum Einsatz. Zunächst wurde die Grob-Anlagenplanung durch den Kunden ausgeführt. Die Aufstellung sowie die Optimierung der Kühllängen übernahm AMF-Bruns. Bei der Anlage wird ein Teil des Staubs mit einem Trogschneckenförderer mit gekühlter Schneckenwelle aus einem Trichter gefördert und anschließend mit zwei Kühlschneckenförderern von 600 °C auf ca. 90 °C abgekühlt.

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