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Russlands Chemieindustrie boomt

| Autor / Redakteur: Bernd Hones, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

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(Bild: wikimedia commons)

Russlands Chemiemarkt expandiert. Die Nachfrage nach Baumaterialien, Kfz-Komponenten, Verpackungsmaterialien und Arzneimitteln steigt wieder und mit ihnen die Preise. Das sorgt für volle Kassen bei den Konzernen und vielversprechende Großprojekte - insbesondere in der Kunststoffindustrie.

Moskau – Die Chemieimporte Russlands legten 2011 um 20,3% auf 39,8 Mrd. US$ zu.

Die Nachfrage aus den Abnehmerbranchen steigt wieder und mit ihr die Preise. Davon profitieren die Hersteller und nehmen Großprojekte ins Visier - insbesondere in der Kunststoffindustrie. Dort werden in den kommenden Jahren Milliarden Euro investiert. Die Chemieproduktion legte 2011 um 5,2% zu. Dieser Trend wird 2012 und 2013 weiter anhalten.

Marktentwicklung/-bedarf

Die Kfz-Produktion in Russland nahm 2011 um 45% zu. Auch die Verpackungs- und Pharmaindustrie expandierten und der Wert der erbrachten Bauleistungen stieg um 5,1% auf 175 Mrd. US$. Die Geschäfte der Abnehmer chemischer Produkte entwickelten sich gut und sorgen bei Russlands Chemiekonzernen, aber auch bei ausländischen Zulieferern für volle Auftragsbücher.

Farben und Lacke

In Russland werden jährlich 6 Liter Farben und Lacke pro Einwohner verkauft. Das hat die Wochenzeitung Ekonomika i Schisn unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut Research.Techart berichtet. In Westeuropa liege der Pro-Kopf-Konsum bei knapp 20 Liter. Deshalb rechnen die Marktexperten in den kommenden Jahren mit einem stabilen Wachstum von 2 bis 3%. Im Jahr 2012 dürften in Russland 1,25 Mio. t Lacke und Farben verkauft werden und 2015 bereits über 1,5 Mio. t.

Pharmamarkt

Russlands Pharmamarkt legte 2011 wertmäßig zweistellig zu. Die Umsätze wuchsen um 12,4% auf 750 Mrd. Rubel (Rbl; über 18,4 Mrd. Euro; Devisenkurs 2011: 1 Euro = 40,88 Rbl), schreibt das Marktforschungsinstitut DSM.

Kosmetika

Russische Frauen und Männer gaben 2011 etwa 12 Mrd. US$ für Kosmetikprodukte und Parfüms aus, zitiert das Wochenmagazin Ekonomika i Schisn den russischen Parfjumernyi Klub. Das waren etwa 10% mehr als 2010. Die Marktforschungsagentur Discovery Research Group bezifferte das Marktvolumen 2010 noch auf 11 Mrd. US$. Zwischen 12 und 15% davon entfielen auf Parfüms.

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