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Rohstoffpreise Juli 2017

Rohstoffpreise sinken weiter

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im Juni sanken die Rohstoffpreise weiter.
Im Juni sanken die Rohstoffpreise weiter. (Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Infolge eines erneuten Drucks auf die Rohölpreise sowie andere energetische Rohstoffe gaben die Weltrohstoffpreise im Juni 2017 um 6 % nach. Da der Euro zum Dollar weiter aufwertete, sanken die Weltrohstoffpreise in Inlandswährung gerechnet sogar um 7,5 %. Durch geopolitische Spannungen schwebe die Gefahr von eskalierenden Energiepreisen immer noch über den Märkten, so die Experten der Industriebank IKB.

Düsseldorf – Das positive Ergebnis der Opec-Tagung, die eine Fortsetzung der Beschränkung der Fördermenge beschloss und bisher auch erfolgreich umsetzte, hatte gleichwohl nicht den gewünschten Effekt. Die globale Weltrohölnachfrage entwickelt sich aber wie zuletzt prognostiziert: Es zeichnet sich für das Gesamtjahr ein Anstieg von 1,27 mbd (Million Barrel per Day) ab. Für konventionelles Rohöl der Opec ergibt sich ein jahresdurchschnittlicher Bedarf von gut 32 mbd, der infolge der beschlossenen Förderquoten sogar geringfügig unterschritten wird. Dies sollte mittelfristig den Rohölpreis stabilisieren bzw. leicht anziehen lassen.

Aber selbst der Erdgaspreis steckte die Turbulenzen nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen einiger mit Saudi-Arabien verbündeter Staaten zu Katar problemlos weg. Katar verfügt innerhalb der Opec über die zweitgrößten Erdgasreserven nach dem Iran. Gleichwohl kam es nicht zu dem befürchteten Anstieg der Erdgasnotierungen. Mit diesem Konflikt ist jedoch zu den bisher schon existierenden Spannungen in der Region ein weiterer Krisenherd hinzugekommen.

Insgesamt hat sich die Gefahr für eine Eskalation der Energiepreise infolge geopolitischer Spannung weiter erhöht. Innerhalb des breiten Spektrums der Metallpreise gab es teilweise sehr divergierende Entwicklungen, welche von Rückgängen (Stahl) bis zu kräftigen Preisanstiegen (z. B. bedingt durch Lieferschwierigkeiten – auch infolge geopolitischer Probleme – bei Kobalt) reichte. Der Goldpreis konnte jedoch nicht von den neuen geopolitischen Turbulenzen profitieren und blieb verhalten in seiner Entwicklung.

Sinkende US-Renditen sowie das sich festigende Konjunkturbild in der Euro-Zone haben dem Euro gegenüber dem Dollar in jüngster Zeit Auftrieb verschafft. Doch der Ausblick und das Korrekturpotenzial für US-Renditen deuten auf ein erhöhtes kurzfristiges Aufwertungspotenzial für den Dollar hin.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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