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Dosiersysteme

Prozessdosierpumpen sind das Herz von Dosiersystemen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Michael Birmelin / Dr. Jörg Kempf

Kompaktes, anschlussfertiges Dosier-Skid mit zwei robusten Hydraulik-Membrandosierpumpen Orlita MfS zur Dosierung von Korrosionsinhibitoren
Kompaktes, anschlussfertiges Dosier-Skid mit zwei robusten Hydraulik-Membrandosierpumpen Orlita MfS zur Dosierung von Korrosionsinhibitoren (Bild: Mohamed Yunus/Prominent)

Garant für einen effizienten, störungsfreien und sicheren Betrieb von Dosiersystemen ist das exakte Zusammenspiel aller Komponenten, also von Dosierpumpen, Reglern und Sensoren. Drei Beispiele, bei denen es um die Dosierung von Zusatzstoffe geht, verdeutlichen dies.

In der Chemieindustrie, in der Energieerzeugung oder auf Ölfeldern können Korrosion und Ablagerungen große Schäden hervorrufen und zu unvorhergesehenen Ausfällen führen. Es gilt also durch Zugabe von Additiven entsprechend vorzubeugen. Hierbei kommt es auf ein sicheres und exaktes Dosieren an, um durch möglichst geringen Chemikalieneintrag Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Beispiel Ölförderung

Betriebssicherheit und Effizienz haben in der Ölförderung oberste Priorität. Dazu müssen die Anlagen auf aktuellem technischen Stand sein. Das Offshore-Ölfeld „Al-Bunduq“ liefert seit 1976 Erdöl. Das Rohöl enthält wenig Schwefelsäure und hat dadurch eine besondere Qualität sowie einen hohen wirtschaftlichen Wert. Dennoch müssen dem Öl Korrosionsinhibitoren zugegeben werden, die verhindern, dass die Säure die Leitungen angreift und kostspielige Schäden sowie Ausfälle verursacht.

Als eine Sanierung der Plattform anstand, benötigte man auch eine moderne Anlage zur Dosierung dieser Korrosionsinhibitoren. Besondere Anforderung: Da der Platz auf einer Bohrplattform sehr beschränkt ist, musste die Anlage besonders kompakt sein.

Den Auftrag für Komplettanlagen zur Dosierung der Korrosionsinhibitoren erhielt Prominent. Ende Oktober 2015 wurde ein kompaktes Skid mit zwei robusten Hydraulik-Membrandosierpumpen Orlita MFS auf der Bohrplattform installiert. Auf dem Skid befinden sich außerdem ein 1000-Liter-Tank, die komplette Instrumentierung und alles Zubehör. Die elektrischen Stellantriebe der Pumpen lassen sich komfortabel über das Prozessleitsystem steuern. Die Anlage ging Anfang 2016 in Betrieb und schützt seitdem zuverlässig vor Korrosion.

Beispiel Ethylenproduktion

Welche Rolle Dosieranlagen in der Ethylenproduktion spielen, zeigt folgendes Beispiel: Im russischen Tobolsk/Westsibirien entsteht derzeit eine der weltweit größten Ethylen-Anlagen. Sie soll ab 2021 jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Ethylen, außerdem Propylen und Butadien produzieren, allesamt wichtige Grundstoffe für die Kunststoff-Herstellung. 25 stationäre und mobile Anlagen sollen die unterschiedlichsten Stoffe zuverlässig dosieren, u.a. Korrosions- und Polymerisationsinhibitoren, Sauerstoffbinder oder Mittel gegen Biofilme – und dies bei Explosionsgefahr und Außentemperaturen bis -52 °C.

Prominent konzipierte und baute insgesamt 18 stationäre und sieben mobile Dosierstationen – als vollständige Systeme in Skids, die vor Ort nur noch angeschlossen werden müssen und dann einsatzbereit sind. Durch den großen Anwendungsbereich der eingesetzten Dosierpumpen können alle Dosierstationen aus einer Hand bezogen werden. Somit reduziert sich für den Endkunden der Aufwand für Betrieb, Wartung und Reparatur. Acht Anlagen für den Außeneinsatz befinden sich in speziellen Schutzräumen, so genannten „arctic shelters“, damit für den Betrieb Bedingungen wie in geschlossenen Räumen herrschen. Bei der Konzipierung der Dosierstationen speziell für den gewünschten Einsatz kamen, je nach gefordertem Druck und Fördermenge, Hydraulik-Membrandosierpumpen der Reihe Hydro 2, Hydro 3 und Pumpen vom Typ Orlita MFS zum Einsatz. Sie sind betriebssicher, langlebig und arbeiten auch bei hohen Drücken zuverlässig. Durch ihren modularen Aufbau lassen sie sich passgenau für den jeweiligen Einsatzzweck konfigurieren.

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