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Med-Industry + Pharma Day

Pharma als Partner – gemeinsam neue Märkte erobern

| Autor / Redakteur: Peter Reinhardt / Matthias Back

Wenn Medizintechnik- und Pharmaindustrie gemeinsam an neuen Lösungen für den Gesundheitsmarkt arbeiten, ergeben sich vielversprechende Perspektiven.
Wenn Medizintechnik- und Pharmaindustrie gemeinsam an neuen Lösungen für den Gesundheitsmarkt arbeiten, ergeben sich vielversprechende Perspektiven. (Bild: VBM-Archiv / Fotolia.com)

Wenn Medizintechnik- und Pharmaindustrie kooperieren, kommt das nicht immer einer Liebeshochzeit gleich. Aber vielversprechend sind solche Partnerschaften allemal – und meist erfolgreich. Trotz völlig verschiedener Entwicklungs-, Risiko- und Zulassungswelten.

Dr. Thomas Solbach ist Principal und Mitglied der Geschäftsleitung bei Strategy&, einem Unternehmen der PwC-Gruppe. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Pharmaforschung und Strategieberatung bei führenden Pharmakonzernen und ist überzeugt: „Kombinationsprodukte, die den medizinischen Wert für die Patienten steigern beziehungsweise die Gesamtbehandlungskosten signifikant zu senken oder besser zu kontrollieren vermögen, gewinnen stetig an Bedeutung.“

Rasanter Anstieg unterschiedlicher Kombinationsprodukte

Konkrete Marktzahlen vermag er zwar aufgrund der komplexen Gemengelage nicht zu nennen, „doch in den kommenden Jahren können wir von einem anhaltend rasanten Anstieg ganz unterschiedlicher Kombinationsprodukte ausgehen.“ Zudem erwartet er neue Player in der Gesundheitsindustrie. Start-ups räumt er ebenso gute Chancen ein wie auch schon in anderen Industrien etablierten Unternehmen.

Seine Zuversicht zieht Solbach unter anderem aus der Identifikation unterschiedlichster Treiber für den neuen Markt mit Produkten an der Schnittstelle zwischen Medizintechnik- und Pharmaindustrie. In erster Linie sind dies:

  • ein exponentieller Zuwachs an Patientendaten,
  • der Übergang vom Value- zum Volume-based Pricing Model und damit verbunden steigende HTA-Anforderungen (Health Technology Assessment), in Deutschland zum Beispiel durch das AMNOG,
  • die zunehmende Personalisierung der Medizin insbesondere in der Onkologie durch neue und verbesserte Technologien, zum Beispiel Next-Generation-Sequencing,
  • die Veränderungen im Kräfteverhältnis der Stakeholder mit wachsendem Einfluss der Krankenversicherer, die Gesamtlösungen anstelle von Einzeltherapieoptionen suchen,
  • der weiterhin steigende Innovationsdruck, unter anderem aufgrund auslaufender Patente.

Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik ist optimistisch

Als Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) ist auch Dr. Cord Schlötelburg optimistisch. „Das größte Potenzial sehen wir bei der Entwicklung von Ansätzen für das individuelle Therapiemanagement.“ Warum, lässt sich wie folgt erklären: Bislang treffen Patienten im Zuge der medizinischen Versorgung auf ein sektoral geprägtes System mit starren Grenzen und Informationsbrüchen ; sie müssen also zum System passen. „Künftig dürften Patienten dagegen in den Genuss individualisierter Gesundheitsleistungen kommen“, blickt Schlötelburg in die Zukunft. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Unternehmen mit Produkten an der Schnittstelle zwischen Medizintechnik und Pharma beschäftigen. „Das Thema individualisierte Medizintechnik ist eine Erfolgsstory“, sieht denn auch Schlötelburg gute Gründe für die Unternehmen, sich neuen Themen zu widmen.

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