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Pigmente

Organische Pigmente legen zu: Spezialanwendungen im Fokus

| Redakteur: Dominik Stephan

(Bild: gerd Altmann (CC0))

Organische Pigmente machen zwar nur einen kleinen Teil des weltweiten 9,7 Millionen-Tonnen-Marktes für Pigmente und Farbstoffe aus - doch nimmt die Bedeutung der Kohlenstoff-basierten Farben zu, meinen Spezialisten.

Bereits zum vierten Mal hat das Marktforschungsunternehmen Ceresana den Markt für Pigmente untersucht: Weltweit werden pro Jahr fast 9,7 Millionen Tonnen verkauft. Der bedeutendste Absatzmarkt im Jahr 2014 war mit über 45% des gesamten Verbrauchs die Herstellung von Farben und Lacken. Mit großem Abstand kam dahinter an zweiter Stelle die Verarbeitung von Pigmenten in Kunststoffen, gefolgt von den Anwendungsgebieten Baumaterialien, Druckfarben und Papier.

Titandioxid nach wie vor gefragt

Titandioxid (TiO2) ist nach wie vor der meistgefragte Pigmenttyp: Mehr als 59% des gesamten Verbrauchs entfallen darauf. Gebraucht wird Titandioxid vor allem für Farben und schützende Beschichtungen: Ein wenige Mikrometer dicker Auftrag reicht aus, um ein Substrat vollständig zu bedecken. Außerdem werden Titandioxid-Pigmente in großem Umfang für weißes Papier und für die Herstellung von Kunststoffen verwendet.

Der zweitgrößte Absatzmarkt sind Eisenoxid-Pigmente, dicht gefolgt von Carbon Black. Eisenoxide sind die meistverwendeten anorganischen Buntpigmente. Ihre Bedeutung verdanken sie ihrer Ungiftigkeit, chemischen Stabilität, einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und der großen Farbpalette, die von Gelb, Orange, Rot und Braun bis zu Schwarz reicht. Im Jahr 2014 wurden weltweit rund 1,9 Mio. Tonnen Eisenoxide verkauft. Carbon Black (Industrie-Ruß) wird meist als Füllstoff für Gummi-Anwendungen gebraucht, vor allem in Autoreifen. Carbon Black ist aber auch für die Farbindustrie wichtig: Carbon Black ist das meistverwendete Schwarzpigment. Je kleiner die Partikelgröße, desto tiefer ist das Schwarz.

Wachstumsmarkt organische Pigmente

Sonstige anorganische und organische Pigmente machen mit einem Volumen von insgesamt weniger als 1 Million Tonnen nur einen kleinen Teil des weltweiten Pigmentmarktes aus. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind allerdings sehr breit – und sie nehmen weiter zu. Anorganische und organische Pigmente können nach ihrer chemischen Zusammensetzung unterschieden werden: Während anorganische Pigmente meist Metallsalze sind, basieren organische Pigmente auf Kohlenstoff. Beide Sorten können zuweilen auch kombiniert werden. Organische Pigmente haben ein geringeres Deckvermögen, sind aber farbstärker und brillanter als anorganische Pigmente. Im Vergleich zu vielen anorganischen Pigmenten sind organische Pigmente erheblich teurer. Am häufigsten werden sie für Druckfarben gebraucht, gefolgt von Farben und Kunststoffen.

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