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Industrie 4.0

Neue Arbeitsgruppe soll Integration von IO-Link in OPC UA vorantreiben

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Plattform Industrie 4.0 sieht OPC UA als geeignetes Architekturmodell zur Realisierung einer durchgängigen Integration von der IT zur Feldebene.
Die Plattform Industrie 4.0 sieht OPC UA als geeignetes Architekturmodell zur Realisierung einer durchgängigen Integration von der IT zur Feldebene. (Bild: BMWi / gemeinfrei / CC0)

Das Kommunikationsprotokoll OPC UA gilt bei der Plattform Industrie 4.0 als geeignetes Architekturmodell zur durchgängigen Integration von der IT zur Feldebene. Eine Arbeitsgruppe der IO-Link Community soll nun die Integration von IO-Link in OPC UA auf Basis vorhandener Anwendungsfälle spezifizieren.

Karlsruhe – IO-Link als Punkt-zu-Punkt-Protokoll für Sensorik und Aktorik hat sich in den vergangenen Jahre immer stärker etabliert. Es ist Hersteller- und damit Feldbus-unabhängig, unterstützt inzwischen über 4500 Geräte und erfreut sich einer stetig wachsenden Akzeptanz.

Durch Einsatz entsprechender sogenannter IO-Link Master können IO-Link Sensoren und Aktoren ohne weitere Anpassung an die verschiedenen Feldbussysteme angeschlossen werden. Solche Master können heute selbst in einfache Geräte preiswert integriert werden. IO-Link bietet damit die Möglichkeit, auf eine breite Palette von Sensoren und Aktoren standardisiert und Feldbus-unabhängig zuzugreifen.

Im Zuge der Industrie 4.0-Bestrebungen besteht zusätzlich dazu der Bedarf, IO-Link-Geräte semantisch in Systeme einzubinden, die oberhalb vom Feldbus liegen, um Sensordaten auswerten zu können. Diese Funktionalität wird oft als „sensor to cloud“ bezeichnet, um auszudrücken, dass die Analyse der Sensordaten von IT-Systemen vorgenommen wird, die außerhalb der Automatisierung liegen. Auf diese Weise können Sensordaten nahtlos auch an MES- und ERP- Systeme angebunden werden.

Die IO-Link Community hat jetzt eine Technische Arbeitsgruppe gegründet, um die Integration von IO-Link in OPC UA auf Basis vorhandener Anwendungsfälle (use cases) zu spezifizieren. Im Rahmen der IO-Link Community soll ein entsprechender Standard für ein Daten- und Funktionsmodell erarbeitet, um zukünftig IO-Link Devices und IO-Link Master entsprechend in OPC UA repräsentieren zu können. Der Ansatz folgt der allgemeinen Empfehlung der Erarbeitung von OPC UA Companion Standards.

Ziel der neuen IO-Link / OPC UA Arbeitsgruppe (C4/PG51) unter der Leitung von Michael Tiegelkamp (TE Connectivity) ist es, noch in 2018 einen finalen Vorschlag für die Companion Specification (draft for voting) abzuschließen.

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