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Forschungskooperation

Merck und European Molecular Biology Laboratory kooperieren

| Redakteur: Doris Popp

Andree Blaukat, Leiter der Translationalen Innovationsplattform Onkologie bei Merck: „Durch unsere Zusammenarbeit erhalten wir Zugang zu hochmodernen Technologien und Know-how, die unsere eigenen Forschungsaktivitäten komplementieren”.
Andree Blaukat, Leiter der Translationalen Innovationsplattform Onkologie bei Merck: „Durch unsere Zusammenarbeit erhalten wir Zugang zu hochmodernen Technologien und Know-how, die unsere eigenen Forschungsaktivitäten komplementieren”. (Bild: Merck)

Merck hat den Abschluss einer Forschungskooperation mit dem in Heidelberg ansässigen European Molecular Biology Laboratory (EMBL) bekannt gegeben.

Darmstadt – Die Zusammenarbeit mit dem EMBL, die sich schwerpunktmäßig dem Tumorstoffwechsel widmen wird, passt sehr gut in das Konzept von Mercks Biopharma-Geschäft, die eigenen Kompetenzen in den Frühphasen der Krebsforschung um externe Innovationen zu ergänzen, vor allem bei spezifischen Modalitäten wie dem Tumorstoffwechsel. Die Kooperationspartner wollen Mechanismen untersuchen, über die Krebszellen Energie und wachstumsfördernde Bausteine erzeugen, um letztendlich neuartige therapeutische Zielmoleküle und Biomarker bereitstellen zu können. Dazu bauen sie auf den tiefgreifenden Kenntnissen und Erfahrungen des EMBL im Bereich Metabolomik auf.

„Wir freuen uns sehr auf diese neue Kooperation mit dem EMBL. Durch unsere Zusammenarbeit erhalten wir Zugang zu hochmodernen Technologien und Know-how, die unsere eigenen Forschungsaktivitäten komplementieren”, sagte Andree Blaukat, Leiter der Translationalen Innovationsplattform Onkologie bei Merck. „Klar ist bereits, dass Krebszellen metabolische Signalwege beteiligen, um Wachstum und Therapieresistenz zu unterstützen. Zusammen mit dem EMBL können wir dieses Phänomen auf molekularer Ebene charakterisieren - ein elementarer Schritt für die Entwicklung von neuartigen Therapien, die auf die von Tumoren genutzten Stoffwechselwege abzielen.” Während der auf drei Jahre angelegten Kooperation wird das EMBL sein einzigartiges Know-how einsetzen, um Modellierung und Bioinformatik mit experimentellen Ansätzen zu kombinieren und so diese Stoffwechselwege aufzudecken und zum Verständnis der Kontrollmechanismen beizutragen. Das EMBL wird außerdem hochmoderne Ausrüstung seiner Schlüsselbetriebe für Genomik und Metabolomik einsetzen, um die Transkriptions- und Stoffwechselprofile der Studienproben aufzuklären. „Mit Merck als erfahrenem Partner aus der Krebsforschung an unserer Seite freuen wir uns über die Gelegenheit, unsere Technologien anzuwenden, um die Krebsforschung voranzubringen und der zukünftigen Arzneimittelentwicklung durch die Entdeckung neuartiger Zielmoleküle den Weg zu ebnen”, sagte Kiran Patil, Gruppenleiter am EMBL. „Dank der Zusammenarbeit mit dem Technologietransferarm des EMBL können wir das Projekt jetzt starten und sind gespannt, was die nächsten Jahre bringen werden.” Die EMBL Enterprise Management Technology Transfer GmbH (EMBLEM) ist das Technologietransfer-Unternehmen des EMBL und übernimmt stellvertretend die Rolle als Kooperationspartner. Durch die Unterstützung von Wissenschaftlern, Kollaborationen wie diese einzugehen, untermauert EMBLEM eine der Schlüsselmissionen des EMBL: Förderung der Interaktion zwischen akademischen Einrichtungen und Industrieunternehmen.

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