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Powtech / TechnoPharm 2008

Powtech und TechnoPharm locken nach Nürnberg

06.10.2008 | Autor / Redakteur: Manja Felgentreu, Marion Henig / Marion Henig

Pulver-, Granulat- und Schüttguttechnik von A bis Z Bilder: NürnbergMesse

Nach dreitägiger Dauer endete am Donnerstag, 2. Oktober, das Messeduo Powtech / TechnoPharm 2008. Die zwei thematisch komplementären Fachmessen machten das Nürnberger Messezentrum erneut zum internationalen Treffpunkt für Verfahrenstechniker, Prozessingenieure und Produktionsleiter aus unterschiedlichen Branchen wie Chemie, Pharma, Food, Steine-Erden, Kosmetik und Keramik. Die über 1000 Aussteller präsentierten den rund 15 000 Fachbesuchern die neuesten Entwicklungen und aktuellen Trends.

Nürnberg – Mehr Fläche, mehr Internationalität, ein explosives Rahmenprogramm: Auch auf der diesjährigen Powtech ging es wieder heiß her, und das in vielerlei Hinsicht. So demonstrierte die Messe mit täglich stattfindenden Staubexplosionen das Gefährdungspotenzial. Ein Thema, dem sich auch das erste „International Symposium for Process- and Explosion Protection“ verschrieben hatte. Auf der Veranstaltung, die gemeinsam von der Dekra Exam und dem VDI Wissensforum organisiert wurde, stand Anlagensicherheit und Explosionsschutz im Fokus. Zudem bildete das Gespann aus Powtech und TechnoPharm selbst eine Art Hot-Spot: Denn wenn 1000 Aussteller und 15 000 Besucher aufeinander treffen, bleiben intensive Gespräche nicht aus. Zumal das Messe-Duo mit einer starken thematischen Konzentration auf die mechanische Verfahrenstechnik und einer ausgeprägten Internationalität aufwartete. So hat die Powtech den Anteil ausländischer Aussteller über die Jahre hinweg kontinuierlich ausgebaut. 2007 etwa verzeichnete die Messe 31 Prozent internationale Aussteller. 2008 wurde der Spitzenwert noch getoppt. Auch auf Seiten der Besucher verzeichnete das Messeduo 25 Prozent internationales Publikum. „Mit dem umfassenden Angebot, den hochwertigen Synergien, dem hochqualifiziertem Fachbesuch und der einzigartigen Atmosphäre hat das Messeduo seinen hervorragenden Ruf in Europa und weltweit bestätigt“, resümiert Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung, Nürnberg Messe. „Trotz des terminbedingten leichten Rückgangs im Besuchervolumen zeigt sich Nürnberg auch 2008 auf stabil hohem Niveau“, so Rättich weiter.

Die signifikanten Trends von Powtech und TechnoPharm 2008 lassen sich am besten durch die Schlagworte Qualitätsoptimierung, effiziente Verzahnung von Prozess-Schritten und Rückverfolgbarkeit beschreiben. Alle Branchen, die mechanische Verfahren einsetzen, wie auch die Pharma-, Kosmetik- und Health-Food-Industrie, sehen sich mit der globalen Herausforderung zur Effizienzsteigerung konfrontiert. Ein aktueller WebTV-Beitrag der PROCESS-Redaktion direkt von der Messe zeigt Ihnen Eindrücke und die Highlights der Veranstaltung.

Optimierte Hallenplanung

Hallenplan Powtech / Technopharm 2008
Hallenplan Powtech / Technopharm 2008

Für Besucher, die sich auch für den Pharmamarkt interessieren, hat sich das Nürnberger Messe-Duo in Routenoptimierung geübt: Durch den Umzug der TechnoPharm aus den Hallen 11 und 12 in die Hallen 1 und 5 ordneten sich die Hallen ringförmig um den Messepark an. In Halle 5 vermischten sich Firmen der TechnoPharm und der parallel stattfindenden Powtech. Bei der Platzierung wurde darauf geachtet, Powtech-Aussteller mit pharmarelevantem Angebot in Halle 5 aufzuplanen. In den Hallen 6, 7, 8 und 9 drehte sich dann wieder alles um die mechanische Verfahrenstechnik.

Ergänzendes zum Thema

PROCESS prämiert innovative Verfahrenstechnik

Rahmenprogramm und Fachvorträge

Natürlich lockt das Messe-Duo mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. PROCESS, PharmaTEC und die Schwesterpublikation Schüttgut haben auch in diesem Jahr den Innovation-Award zur POWTECH/TechnoPharm 2008 verliehen. Wer die Auszeichnungen erhalten hat, erfahren Sie hier.

Der APV, ideeller Träger der TechnoPharm, veranstaltete das Seminar „Praxis der Wertflussanalyse und -optimierung“. Die Veranstaltung zeigte auf, wie man mit Bleistift und Papier eine Fabrik verändern und durch eine „ganzheitliche Betrachtung“ die großen Schätze bergen kann. Die Fachvorträge, die zwischen 10.30 Uhr und 15.00 Uhr in der Halle 5 stattfanden, spannten einen weiten Bogen, wie der Programmausschnitt zeigt. So stellte Brand etwa ein volumetrisches Dosiersystem in neuartiger „Full-Disposable“-Konzeption vor. Bei Ebro Electronic ging es um Temperatur- und Feuchtemessung mittels Datenlogger bei Transport und Lagerung, Malvern berichtete über die Anforderungen bei der Entwicklung nasaler Drug Delivery Formulierungen und die Experten von Skan hielten einen Vortrag über die aseptische Abfüllung von Zytostatika im Isolator mit angeschlossener Gefriertrocknung.

Förderprogramm für junge Unternehmen

Darüber hinaus durfte sich der Besucher dieses Jahr über den Branchennachwuchs freuen. Denn der Messeverbund hat zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ein Förderprogramm für junge und innovative Unternehmen gestartet. Auf zwei geförderten Gemeinschaftsständen präsentieren 13 Newcomer ihre Produkte und ihr Know-how: In Halle 5 auf dem Stand 238 stellten Firmen auf 160 m2 Fläche Produkte der klassischen Schüttguttechnik aus, während sich auf dem Stand 234 Unternehmen aus dem Pharma-Bereich auf 130 m2 vorstellten.

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