CO-Pipeline

Bayer-Chef sieht bei Scheitern des CO-Pipeline-Projekts Investitionsentscheidungen in Gefahr

13.09.2009 | Redakteur: Frank Jablonski

Werner Wennig, hier auf der Bilanzpressekonferenz der Bayer AG, betont den Schaden, den ein Scheitern des CO-Pipeline-Projekts für Bayer und den Standort NRW haben würde. Bild: Archiv

Werner Wenning äußert im Interview die Folgen eines Scheiterns von Großprojekten wie der geplanten CO-Pipeline für die Bayer-Standorte.

Essen - In einem Interview mit der Essener Zeitung „WAZ“ betont Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, die Bedeutung des CO-Pipelineprojekts für die Standorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Ohne die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, die mit diesem Projekt verbunden sei, würden sich zwangsläufig Folgen für zukünftige Investitionsentscheidungen ergeben. Im Gespräch mit den Vertretern der Zeitung betonte er jedoch dies nicht als Drohung zu meinen: „Bayer würde auch ohne die Pipeline überleben. Wir drohen auch nicht mit einem Wegfall von Arbeitsplätzen - das ist nicht unsere Art.“ Gleichzeitig zeigt er sich enttäuscht von Teilen der Politik, vor allem aus dem kommunalen Bereich, und erinnert an den einstimmigen Beschluss im Landtag für die Pipeline.

Hintergrund ist ein Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf (VG) vom 26. Mai 2009 aufgrund zweier Privatklagen gegen den Planfeststellungsbeschluss, mit dem die Inbetriebnahme der Kohlenmonoxid-Fernleitung zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen vorläufig untersagt bleibt (siehe auch Beiträge zum Thema weiter unten).

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