29.04.11 | Redakteur: Doris Neukirchen
Evocatal ist Industriepartner im internationalen Forschungsprojekt „Marine Metagenomics for New Biotechnological Applications“ (MAMBA). Im Rahmen dieses Projekts werden firmeneigene Techniken zur Identifizierung neuer Enzyme aus der Natur sowie deren Produktion in bakteriellen Wirtsorganismen eingebracht.
Düsseldorf – Die Biokatalysatoren stehen für industrielle Anwendungen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zur Verfügung, um Produktionsprozesse nachhaltig und effektiv zu gestalten. Die Wissenschaftler untersuchen die biologische Vielfalt des marinen Lebensraums und machen sie für technologische Innovationen nutzbar. Die Möglichkeit neue und sehr spezialisierte Enzymaktivitäten zu finden, wird durch die Auswahl extremer Standorte für die Probeentnahme erhöht. Im Fokus stehen einzigartige Ökosysteme im Bathyal und Abyssal des Mittelmeeres. Es handelt sich dabei um Habitate, die sich durch hohen Salzgehalt, extreme Temperaturen und pH-Werte, Überdruck oder außergewöhnliche Mineralgehalte auszeichnen.
Dr. Christian Leggewie, CSO bei Evocatal kommentiert: „Es ist erstaunlich an welchen lebensfeindlichen Orten Mikroben zu finden sind. Diese neue Diversität zu entdecken und biotechnologisch zu nutzen ist nicht nur faszinierend sondern auch äußerst innovativ.“ „Die wissenschaftliche Bedeutung und ein hochkarätiges Konsortium aus international anerkannten Experten zeichnen das MAMBA-Projekt aus“, ergänzt Professor Peter N. Golyshin von der Universität Bangor, Wales UK. „Evocatal wird die identifizierten Enzyme nutzen und vermarkten. Wir schätzen die umfassenden Erfahrungen des Unternehmens auf diesem Gebiet und seine besondere Marktposition. Denn letztendlich möchten wir alle den Reichtum und die Vielfalt bislang unbekannter mikrobieller Enzyme nutzen.“
Das MAMBA-Projekt bringt insgesamt elf Projektpartner aus Wales (UK), Messina (Italien), Madrid (Spanien), Banyuls, Bretagne, Boulogne (alle Frankreich), Toronto (Kanada), Bremen und Düsseldorf zusammen. Die Forschungsarbeiten der beteiligten Hochschulen, Institute und der Industrie werden durch Professor Peter N. Golyshin geleitet und koordiniert. Das Projekt wird über das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziert und läuft bis Mitte 2013.
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