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Überblick ACHEMA 2012

Das Megaevent ACHEMA steht kurz bevor

05.06.12 | Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Matthias Back

ACHEMA 2012: Vom 18. bis 22. Juni ist Frankfurt das Mekka der Prozessindustrie.
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ACHEMA 2012: Vom 18. bis 22. Juni ist Frankfurt das Mekka der Prozessindustrie. (Bild: ACHEMA)

Das Flaggschiff der Prozessindustrie segelt in diesem Jahr in deutlich ruhigeren Gewässern als noch vor drei Jahren. Die deutsche Prozessindustrie ist gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen, und die ACHEMA soll nach dem Willen ihrer Veranstalter davon profitieren.

Vor dem Start einer großen Messe wünscht sich vermutlich jeder Veranstalter die berühmte Glaskugel, die den Blick auf das Messegeschehen der Zukunft freigibt und ihn von dem Quentchen Unsicherheit befreit, das trotz guter Prognosen bleibt. Bei der ACHEMA, die in der kommenden Woche in Frankfurt ihre Pforten öffnet, ist das auch nicht anders, zumal in Deutschland das Konjunkturbarometer Schönwetter zeigt, aber im Rest der EU die Aussichten durch die Eurokrise überschattet sind. Erschwerend kommt die Häufung der Veranstaltungen in diesem Jahr hinzu: Analytica, Hannover Messe und IFAT, alle mit Leitmessen-Anspruch und entsprechender Anziehungskraft auf Besucher und Aussteller.

Klar ist jedenfalls: Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb sind die Erwartungen an das Flaggschiff der Prozessindustrie hoch gesteckt. Nicht zuletzt, weil auch der Veranstalter selbst die Messlatte hochlegt und auf der traditionellen DECHEMA-Wirtschaftspressekonferenz die Prognose wagte, die Besucherzahlen würden leicht über der letzten ACHEMA liegen, zu der immerhin 173.000 Besucher kamen.

Abflachende Konjunktur in China

Zweistellige Zuwachsraten bei den Ausstellern aus China und Indien (ingesamt 120 bzw. 190), Südkorea, Taiwan und Osteuropa haben kräftig zugelegt, bei den Besuchern mehr als die Hälfte internationales Publikum – die Fakten, die Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der neugegründeten DECHEMA Ausstellungs-GmbH aufzählte, sprechen für sich. Und auch die Podiumsteilnehmer der Wirtschaftspressekonferenz sehen das nicht anders. „Deutschlands drittgrößte Branche ist überwiegend gut ins neue Jahr gestartet“, sagt Dr. Utz Tillman, Hauptgeschäftsführer des VCI, der für die Chemie ein Prozent Umsatzwachstum für das laufende Jahr 2012 erwartet.

Das gleiche gilt für den Fachbereich Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate. Vor allem die Exporte können sich sehen lassen. Im vergangenen Jahr verkauften die Apparatebauer Maschinen für 4,6 Milliarden Euro ins Ausland, das waren fast so viele wie im Boomjahr 2008. Einen kleinen Wermutstropfen vergießt Gottlieb Hupfer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rossdorfer Envirochemie und Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes aber dann doch. Für 2012 habe man die Produktionsprognose von plus vier auf null Prozent Wachstum revidiert. Geschuldet sei das der „abflachenden Konjunktur in China und der erheblichen Unsicherheiten besonders in Europa“.

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